Fr., 03.11.2017

Arminias Frauen benötigen im Derby gegen den FSV Gütersloh ihr anderes Gesicht Die beste Antwort: ein Mutausbruch

Antreiberin mit starker Spieleröffnung: Annabel Jäger bekommt es am Sonntag mit ihrem Ex-Verein FSV Gütersloh zu tun. »Wir sind auf der Sechserposition überragend besetzt«, lobt DSC-Trainer Markus Wuckel.

Antreiberin mit starker Spieleröffnung: Annabel Jäger bekommt es am Sonntag mit ihrem Ex-Verein FSV Gütersloh zu tun. »Wir sind auf der Sechserposition überragend besetzt«, lobt DSC-Trainer Markus Wuckel. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld  (WB/jm). Am Tag danach hatten die ausgebremsten Gipfelstürmer frei. »Wer eine Kopfwäsche braucht, wird sie bekommen«, kündigte Arminia-Trainer Markus Wuckel für die Freitag-Besprechung an des Frauen-Zweitligisten an. In den spielentscheidenden Szenen beim 1:2 gegen den BV Cloppenburg hatte sich der DSC taktisch nicht sonderlich klug verhalten. Vor allem Sandra Hausberger dürfte sich gegrämt haben. Die Abwehrchefin »wackelte« in der Entstehung beider Treffer; ganz untypisch.

Cloppenburg war ein ganz kratzbürstiger, hartnäckiger Gegner. Spielmacherin Maxi Birker hatte in Anna Johanning einen unbarmherzigen Schatten, und vor dem Strafraum wartete eine vielbeinige Fünfer-Abwehrkette. »Fußballerisch war das gar nicht so schlecht von uns, besser als vorher«, merkte Markus Wuckel versöhnlich an. »Nuancen haben gefehlt. Das Quäntchen an körperlicher und geistiger Frische, um ein 1:1 mit aller Macht zu verteidigen.« Dem Trainer verbleiben drei Tage, die Verlierer wieder aufzurichten. Das sei gut so, findet er. »Die Mädels haben die Chance, das Ergebnis sofort zu revidieren. Wir haben auf Kunstrasen nicht so viel Kraft verloren. Sonntag werden alle wieder fit sein!«

2:1-Bilanz für Arminia

Dann messen sich zwei entthronte Spitzenreiter im Waldstadion Quelle. 2:1 – der DSC Arminia führt die junge Derbybilanz gegen den FSV Gütersloh an. Der punktgleiche Gast hat bislang noch kein Auswärtsspiel verloren. Das verspricht Sonntag einen lebhaften Schlagabtausch. Die grimmigen Blauinnen sind gewillt, die Scharte gegen Cloppenburg umgehend auszuwetzen. Unabhängig davon, ob die zu vergebenen Punkte zusätzlich mit Prestige geschmückt sind oder nicht. Markus Wuckel dürfte ähnliche Worte finden wie Cloppenburgs Sportliche Leiterin Tanja Schulte. »Jetzt sind alte Tugenden gefragt. Wir müssen aggressiv auftreten und uns ins Spiel reinkämpfen«, hatte die vor dem Spiel in Bielefeld gefordert – und war erhört worden.

Dass Güterslohs Marie Pollmann (Gelb-Rote Karte) gesperrt ist, ist eine deutliche Schwächung für den Gegner. Wuckel: »Sie ist der Kopf in der Zentrale.« Arminias bestmögliche Antwort in der Zwei-Klassen-Gesellschaft 2. Bundesliga Nord wäre jetzt ein Mutausbruch! Emotional könnte es heiß hergehen angesichts der Verstrickungen. Vivien Brandt, Sarah Grünheid, Annabel Jäger, Laura Liedmeier – lauter Ex-Gütersloherinnen. Auf der anderen Seite stehen mit Kamila Kmiecik und Torhüterin Kira Klemmer zwei Spielerinnen, die ihre größten Erfolge im Arminia-Dress feierten.

Trainer Markus Wuckel fordert: »Was in der Vergangenheit war, hat nicht zu interessieren. Niemand soll sich provozieren lassen. Wir machen unser Ding!« Der Unterschied werde sein, wer die sich bietenden Chancen effektiver ausnutzt. »Wir müssen die Tore machen wollen!« Und: »Wir müssen die einfachen Fehler in der Abwehr einstellen.«

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