Fr., 23.09.2016

TSG-Trainer spekuliert vor Derby über Torwart-Transfer Wen zaubert »Mühle« aus dem Hut?

Reneé Hilla soll bei der TSG Harsewinkel mehr Verantwortung übernehmen. Der älteste Feldspieler scheint als Pädagoge prädestiniert zu sein: Hilla ist von Beruf Lehrer.

Reneé Hilla soll bei der TSG Harsewinkel mehr Verantwortung übernehmen. Der älteste Feldspieler scheint als Pädagoge prädestiniert zu sein: Hilla ist von Beruf Lehrer. Foto: Wolfgang Wotke

Von Dirk Heidemann

Kreis Gütersloh (WB). Der womöglich noch länger andauernde Ausfall von Johnny Dähne zwingt Handball-Verbandsligist TSG Harsewinkel offensichtlich zum Handeln auf der Torhüter-Position. »Mal sehen, wen ich heute Abend aus dem Hut zaubern kann«, spekuliert TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt offen über eine womöglich prominente Nachverpflichtung.

Näheres ließ sich »Mühle« vor dem Derby gegen die Spvg. Steinhagen (Anwurf 19.30 Uhr) nicht entlocken. Nach zwei Niederlagen ist die leidige Leitwolf-Debatte bei der TSG voll entbrannt. Mühlbrandt, der sich nach seiner öffentlichen Kritik an Dähne mittlerweile mit seinem Kumpel ausgesprochen hat (»Zwischen uns ist alles in Ordnung«), nimmt nun Reneé Hilla in die Verantwortung. »Wie brauchen auf der Platte einen Taktstock – und er ist unser ältester Feldspieler«, sagt der Harsewinkeler Coach über seinen mittlerweile voll belastbaren Spielmacher, der als Pädagoge für die hochtalentierte Rasselbande prädestiniert zu sein scheint: Hilla arbeitet hauptberuflich als Lehrer.

Ob das unbestritten vorhandene Potenzial der »jungen Wilden« ausreichen wird, um Steinhagen in Bedrängnis bringen zu können, ist allerdings fraglich. »Ich bin Realist. Wir haben mit Möllbergen, Hahlen, Steinhagen und nächste Woche in Rödinghausen ein schwieriges Auftaktprogramm. Vielleicht kann das Derby, in das wir mit Feuer und Flamme gehen werden, eine Initialzündung sein«, sagt Mühlbrandt. Die Gäste aus dem Nordkreis haben bislang noch keine Bäume ausgerissen, einem 19:19 bei der HSG Gütersloh folgte eine 28:32-Heimpleite gegen Möllbergen. »Sie haben sich mit alten Gesichtern ein bisschen neu formiert und zudem einige interessante junge Leute dabei«, so Manuel Mühlbrandt.

TV Verl

Ungewohnte Selbstkritik äußert Sören Hohelüchter nach der 29:33-Niederlage gegen Ladbergen. »Ich bin auch mit meiner eigenen Leistung nicht zufrieden«, gibt der Trainer des TV Verl zu, mit seinen Entscheidungen in einigen Situationen danebengelegen zu haben. Als Beispiel führt er den linken Rückraum an, aus dem erst in der 35. Minute der erste Torerfolg verbucht werden konnte. »Da hätte ich personell früher reagieren müssen«, so Hohelüchter, den vor dem Auswärtsspiel am morgigen Samstag (17 Uhr) bei der HSG Altenbeken/Buke bis auf Langzeit-Ausfall Tim Reithage keine personellen Sorgen plagen. Auch Thilo Vogler, zuletzt am Kreis eingesetzt, trainiert mittlerweile normal mit und soll möglichst bald die benötigte Verstärkung für den Verler Rückraum werden.

Beim Aufsteiger stehen mit Daniel Wiemann, der zu Fuß zur Halle laufen kann, sowie Florian Schröder zwei ehemalige Spieler der HSG Gütersloh im Kader. Die beiden Außenspieler hat Sören Hohelüchter weniger auf dem Radar, mehr Kopfschmerzen bereitet ihm der Altenbekener Rückraum. »Sie haben zwei starke Halbe, die auf eine sehr gute Quote kommen, wenn sie keinerlei Berührung erfahren«, kündigt der TVV-Coach eine entsprechende Gangart an: »Da müssen wir ran!« Mit Vollgas-Handball, entsprechendem Einsatz und der nötigen Einstellung soll der zweite Saisonsieg her, damit die Verler in der Tabelle nicht noch weiter ihren eigenen Ansprüchen hinterrennen müssen.

HSG Gütersloh

Die Spielgemeinschaft aus den vier Stammklubs TVG Nordhemmern, TuS Südhemmern, RSV Mindenerwald und VfB Holzhausen II geht in dieser Saison als LIT Tribe Germania II in der Verbandsliga an den Start. »Tribe« ist der englische Begriff für Stamm und soll den Zusammenhalt im Team demonstrieren, mit dem Zusatz »Germania« wird die gemeinsame Herkunft dokumentiert. Am Sonntag um 17 Uhr gastiert der Klub mit dem Kunstbegriff bei der HSG Gütersloh. »Die nächste schwierige Aufgabe«, stöhnt HSG-Trainer Kim Sörensen, denn LIT reist mit 4:0 Punkten im Gepäck an.

»Wir müssen unser Topniveau treffen. In Rödinghausen sah das schon gut aus, nur Kleinigkeiten haben gefehlt«, blickt der Däne auf die knappe 26:28-Niederlage zurück: »Ich hoffe, wir können uns weiter steigern.« Nach Balleroberungen müssen die Schwarz-Gelben, die in Bestbesetzung antreten können, geduldiger werden und die Spieler in den besten Wurfpositionen suchen. Viel Verantwortung lastet dabei weiterhin auf den Schultern von Max Kollenberg. Nachdem er verletzungsbedingt sechs Wochen der Vorbereitung verpasst hatte, befindet sich der Mittelmann nun auf dem richtigen Weg. »Max ist für uns ein ganz wichtiger Spieler«, weiß auch Kim Sörensen.

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