Mi., 25.05.2016

Sternchenlauf: Weldemichael mit Sensationsrekord – Sansar siegt über fünf Kilometer »Besser geht es nicht«

Der Griff nach den Sternen: Mit einer Menge Spaß hebt die Sternchen-Nachwuchsläuferin mit Schwung vom Boden ab. Leichtfüßig führt sie so das Feld des Kinderlaufs an. Ihre Schminke und Kleidung ist auf den Sternchenlauf abgestimmt.

Der Griff nach den Sternen: Mit einer Menge Spaß hebt die Sternchen-Nachwuchsläuferin mit Schwung vom Boden ab. Leichtfüßig führt sie so das Feld des Kinderlaufs an. Ihre Schminke und Kleidung ist auf den Sternchenlauf abgestimmt. Foto: Patrick Pollmeier

Von Hendrik Fahrenwald

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der siebte Sternchenlauf des Laufspaß SW Sende war ein Wettbewerb der Superlative. Dieses Jahr boten die Sender nicht nur die größte Teilnehmerzahl und die größte Anzahl an Läufen an, sondern ließen auch die Rekorde purzeln. Neben dem Sieger über fünf Kilometer, Elias Sansar, sorgte Robiel Weldemichael innerhalb von 30:50 Minuten über zehn Kilometer für eine neue Bestzeit.

Drittplatzierter Marco Rath (links) gratuliert dem Sieger über zehn Kilometer, Robiel Weldemichael. Foto: Patrick Pollmeier

»Ich bin das erste Mal mitgelaufen und war vorher noch nie so schnell«, sagt Weldemichael vom Verein »Delbrück läuft« nach seinem Lauf auf Englisch. Er ringt nicht nach Luft und schwitzt kaum. Nicht nur der große Vorsprung von dem Zweitplatzierten Patrick Boehme, der 34:32 brauchte, hebt ihm vom übrigen Teilnehmerfeld ab. Der 24-Jährige ist seit knapp zwei Jahren in Deutschland. Vorher war er fünf Jahre auf der Flucht aus Eritrea. Die bisherige Rekordzeit von Elias Sansar, der 2012 die zehn Kilometer in 32:12 Minuten aufstellte, unterbot Weldemichael deutlich. »Das ist einfach unglaublich, weil es nicht unser Plan war«, sagt Bernhard Hoppe-Biermeier, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Delbrück und Weldemichaels Trainer. Bei den Frauen siegte Christine Kowalski-Beckmann nach 40:14 Minuten.

Ebenso wie Weldemichaels Rekord war die Teilnahme von Sansar über fünf Kilometer unverhofft. »Ich wollte nur zugucken, aber dann habe ich doch meine Laufsachen mitgenommen«, sagt Sansar, der trotz eines Marathons am Wochenende alles gab. »Der Ehrgeiz ist einfach zu groß«, sagt der Läufer, der die Veranstaltung und die Strecke lobt. Mit einer Zeit von 15:57 setzte sich der Läufer der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen vor dem ehemaligen Holter Nils Milde durch, der mit 16:21 Minuten Sansar lange Zeit dicht auf den Fersen war. »Ich wollte es ihm nicht zu einfach machen, aber nach drei Kilometern habe ich abgebaut«, sagt Milde.

Auf Rang drei folgte der schnellste Doppelsternchenläufer David Smyrek. Nachdem er die fünf Kilometer nach 16:58 Minuten hinter sich gebracht hatte, lief er zehn Kilometer in 37:15 Minuten. »Besser geht es nicht«, sagt Smyrek und merkt an, dass der mit 613 Läufern besetzte Fünf-Kilometer-Lauf in der Breite stärker besetzt gewesen sei, als der Zehn-Kilometer-Lauf, an dem 412 Läufer teilnahmen. Lauf-Urgestein und Streckensprecher Peter Gehrmann teilt die Ansicht. »Der Fünfer ist vom B- zum A-Lauf geworden.«

An die Spitze der Frauen lief über fünf Kilometer Melanie Genrich. Die Läuferin vom SV Brackwede brauchte 19:21 Minuten.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 26. Mai, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Schloß Holte-Stukenbrock.

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