Di., 07.11.2017

Deutscher Meisterschaftstitel geht wieder nach Schloß Holte-Stukenbrock Großer Jubel

Erste und zweite Mannschaft der DLRG Schloß Holte Stukenbrock haben sich in Hagen gut geschlagen. Die Erste hat erneut den Deutschen Meisterschaftstitel geholt, die Zweite ist mit Platz 8 immerhin noch unter den Top 10 gelandet.

Erste und zweite Mannschaft der DLRG Schloß Holte Stukenbrock haben sich in Hagen gut geschlagen. Die Erste hat erneut den Deutschen Meisterschaftstitel geholt, die Zweite ist mit Platz 8 immerhin noch unter den Top 10 gelandet. Foto: Kai Schirmer

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die DLRG Schloß Holte-Stukenbrock ist wieder Deutscher Meister im Rettungsschwimmen. Die erste Mannschaft mit David Laufkötter, Johannes Schmitz, Nico Pahmeyer, Tim Schmachtenberg und Jan Malkowski schaffte es zum zweiten Mal auf Platz 1 und zum sechsten Mal in Folge aufs Podium.

Auch die zweite Mannschaft lieferte bei den Wettkämpfen in Hagen eine absolut zufriedenstellende Leistung ab. Joel Schlüßler, Julius Dresselhaus, Nils Großerohde, Patrick Zelichowski und Jonas Fröhleke schafften es auf Platz 8.

»Die Mannschaft lieferte einen unspektakulären Wettkampf und das im absolut positiven Sinn. Keine Fehler, gute Zeiten und top motiviert war der Platz unter den Top 10 nie gefährdet«, sagt Trainer Kai Schirmer.

Heißestes Eisen im Medaillenfeuer

Im Einzel platzierten sich Schmachtenberg und Pahmeyer in der offenen Klasse der Herren sowie Julius Dresselhaus bei den Junioren. David Laufkötter wurde dritter in der offenen Klasse der Herren.

Heißestes Eisen im Medaillenfeuer bei den Einzelzeiten am Freitag sollte David Laufkötter sein und erwartungsgemäß wurde er seiner Rolle gerecht. Nach unspektakulären vier Disziplinen, ohne Fehler, stand fest, dass er am Ende die Bronzemedaille mit nach Haus bringt.

»Bei einem Mehrkampf ist es wichtig, keine Fehler zu machen. Auch wenn nur die besten drei Strecken in die Wertung gehen, fehlen mal ganz schnell Bigpoints und der Medaillentraum ist vorbei. Das hat David Laufkötter souverän gelöst und konnte trotz seiner 20 Jahre ungefährdet Bronze holen«, so Schirmer.

Die weiteren Einzelstarter Tim Schmachtenberg und Nico Pahmeyer sowie Julius Dresselhaus (Junioren) platzierten sich mit guten Einzelzeiten im starken Feld.

Spannender und spektakulärer wurde es am Samstag bei den Staffelwettbewerben. Vier Disziplinen müssen geschwommen werden: 4 mal 50 Meter Rettungsstaffel, 4 mal 25 Meter Puppenstaffel, 4 mal 50 Meter Gurtretterstaffel, 4 mal 50 Meter Hindernisstaffel.

Schirmer konnte aus dem Vollen schöpfen

Mit zwei verhältnismäßig gleich starken Teams, die sich bei den Landesmeisterschaften im Mai qualifiziert hatten, konnte Schirmer aus dem Vollen schöpfen. Um das Ziel, den Titel, zu erreichen, hat Schirmer ein Team »Top« besetzt. »Aber auch das zweite Team hat sehr großen Anteil am Erfolg.« Ohne zweite Mannschaft gebe es keine erste und der Teamgeist sei unbeschreiblich, davon habe auch die erste profitiert.

Erste Disziplin war die 4 mal 5o Meter Rettungsstaffel. Hier haben die Holter mit dem Weltrekord geliebäugelt. »Dafür hätte ich das Team anders aufstellen müssen, dann wäre es mit dem Titel nichts geworden. Der war mir aber am Ende des Tages wichtiger.«

In den nächsten 120 Minuten sollte es einen ständigen Schlagabtausch mit den Jungs vom Halle-Saale-Kreis geben. Das ganze gipfelte vor der letzten Disziplin. 0,42 Punkte war der Halle-Saale-Kreis vor den Schloß Holte-Stukenbrockern, 0,42 Punkte, bei bereits vergebenen 2800 Punkten. »Das ist nicht mal eine Fingernagellänge«. Trainer Schirmer war schnell klar: Wer die Hindernisstaffel gewinnt, wird auch deutscher Meister.

Einen Vorsprung zu verwalten ist einfacher

»Mir war schon bei der Zusammensetzung der Teams klar, dass der Titel erst nach der Hindernisstaffel fest stehen würde. Taktisch habe ich mich dafür entschieden, die Staffel von vorne weg zu schwimmen. Das heißt, mit den schnellsten Jungs zu beginnen. Tim Schmachtenberg hatte als Schlussschwimmer über eine Körperlänge Vorsprung vor dem Nationalmannschafts-Athleten Joshua Perling.«

Hier komme jetzt der psychische Effekt zur Geltung. Einen Vorsprung zu verwalten sei einfacher als sich wieder heran oder vorbei zu kämpfen. »Im Endeffekt war es also auch meine taktische Entscheidung, die zu einem hauchdünnen Vorsprung von 24 Punkten vor dem Halle-Saale Kreis führte.«

Natürlich war der Jubel groß, nachdem die Zeit der Hindernisstaffel an der Tafel stand. »Wenn der Druck von einem abfällt, ist das ein wahnsinniges Gefühl, sagte Johannes Schmitz.«

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