So., 16.07.2017

Reinert Open: Buzarnescu bezwingt im Finale Haas – 20. Sieg in Folge Traumhafte Reise durch halb Europa

Der »Chef« macht sein eigenes Erinnerungsfoto: Hans-Ewald Reinert mit seiner Frau Camelia Reinert-Buss, Mihaela Buzarnescu, Barbara Haas und Turnierdirektor Jan Miska.

Der »Chef« macht sein eigenes Erinnerungsfoto: Hans-Ewald Reinert mit seiner Frau Camelia Reinert-Buss, Mihaela Buzarnescu, Barbara Haas und Turnierdirektor Jan Miska. Foto: Stephan Arend

Von Stephan Arend

Versmold (WB). Nun hat Mihaela Buzarnescu endlich ein paar Tage frei. Wenn sie zur Ruhe kommt, realisiert die 29-jährige Siegerin der Reinert Open 2017 vielleicht, was sie geleistet hat.

Direkt nach ihrem 6:0/6:2-Finalsieg im Tennispark Versmold gegen Barbara Haas fiel es der Rumänin schwer, die wundersame Reise der vergangenen Wochen mit 20 Einzelsiegen in Folge einzuordnen. »Ein Traum wird wahr. Dafür habe ich keine Worte.« So schnell wie sie zuvor ihre Gegnerin phasenweise vom Centre Court gefegt hatte, so kurz und knapp fasste Buzarnescu ihren sportlichen Triumphzug durch halb Europa zusammen.

Reinert: »Ich bin mir sicher, sie schafft es noch zu den US-Open«

Beim Weltranglisten-Turnier in Versmold glückte ihr der vierte Turniersieg ohne Unterbrechung. Zuvor war sie bereits in Hodmezovasarhely (Ungarn, 60.000 US-Dollar Preisgeld), Izmir (Türkei, 60.000) und Getxo (Spanien, 25.000) nicht zu bezwingen. »Ich bin mir sicher, sie schafft es noch zu den US-Open. Eine solche Linkshänder-Vorhand habe ich noch nicht gesehen«, schwärmte auch Turnier-Namensgeber Hans-Ewald Reinert von der Siegerin. Die war als Nummer 213 der Welt im Tennispark gestartet und marschierte ohne Satzverlust durchs Turnier.

Barbara Haas fightete wie gewohnt. Doch die Regionalliga-Spielerin des TC Blau-Weiß Halle (WTA 179) fand keine Antwort auf das druckvolle Spiel von Buzarnescu. »Insgesamt war das eine super Woche. Es tut mir leid für die Zuschauer, dass das Finale so schnell vorbei war. Doch Mihaela hat einfach super gespielt«, sagte Haas.

»Es kümmert mich nicht sehr, was sich andere so von mir erwarten«

Die 21-Jährige galt einst in ihrer Heimat Österreich genau wie Dominic Thiem als große Hoffnung im internationalen Maßstab. Anders als ihr langjähriger Weggefährte und Ex-Freund, der auf Anhieb den Sprung in die Weltspitze schaffte, verbessert sich Haas in kleinen Schritten, aber kontinuierlich von Platz 763 (2013) nach oben. Ihr Motto: »Es kümmert mich nicht sehr, was sich andere so von mir erwarten. Ich spiele für mich selbst und für niemand anderen.«

Ergebnisse – Halbfinale: Barbara Haas - Bibiane Schoofs 6:1/2:6/7:5, Mihaela Buzarnescu - Anastasia Zarycka 6:2/6:3.

Finale: Buzarnescu - Haas 6:0/6:2.

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