Do., 09.11.2017

Tumulte in Versmold eskalieren Zuschauer zückt Pistole bei C-Liga-Spiel

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: Boris Roessler/dpa

Versmold (WB/hn). Weil ein Zuschauer nach dem Schlusspfiff des von Auseinandersetzungen beider Teams geprägten C-Liga-Spiels SG Oesterweg II gegen SC Halle II am Sonntag eine Pistole gezogen hat, ermittelt nun die Polizei. Wie Alpay Kibar, Trainer der Reservemannschaft des Sportclubs Halle, gegenüber dem WESTFALEN-BLATT bestätigte, soll der mutmaßlich als Flüchtling in Oesterweg lebende Mann die Waffe kurz hervorgezogen haben, ohne diese aber konkret auf jemanden zu richten.

»Wir nehmen die Sache ernst« erklärte Polizei-Pressesprecherin Corinna Koptik auf Anfrage. Ob es sich bei der Waffe um eine echte Pistole oder eine Spielzeugattrappe gehandelt habe, stand am Donnerstag noch nicht fest. Der Beschuldigte sei der Polizei bekannt. Gegen ihn werde jetzt wegen Bedrohung ermittelt. Koptik: »Er hat wohl selbst schnell gemerkt, dass er zu weit gegangen ist und hat sich sofort davongemacht.«

Bereits während des Spiels Auseinandersetzungen

Alpay Kibar bestätigte, dass es bereits während der umkämpften Partie, die Gastgeber SGO II in der Nachspielzeit mit 2:1 gewann, zu Auseinandersetzungen und Rudelbildungen unter den Spielern gekommen sei. Dabei sei der als Zuschauer am Spielfeldrand stehende junge Mann auch auf das Spielfeld gelaufen. »Als sich die Situation entspannt hat und der Streit geschlichtet war, ist der Mann auch wieder vom Platz gegangen«, erklärte Kibar.

Kibar: »Der ist auf meine Spieler losgegangen«

Nach dem Spiel seien die Emotionen erneut hochgekocht und der Beschuldigte wieder mitten im Geschehen gewesen. »Der ist auf meine Spieler losgegangen«, beschrieb Alpay Kibar die Szene. Als die Pistole kurz zu sehen gewesen sei, habe ein Haller die Polizei angerufen. Daraufhin habe der Mann sofort das Oesterweger Sportgelände verlassen. »So etwas habe ich in meiner Fußballkarriere noch nie erlebt«, meinte Kibar.

SG distanziert sich von den Vorkommnissen

»Der Mann ist nicht Mitglied des Vereins«, erklärte Oesterwegs Vorstandsmitglied Daniel Hermann, selbst Augenzeuge des Geschehens. »So etwas fällt negativ auf uns zurück, ohne dass die Mannschaft oder der Verein dafür etwas können.« Herrmann entschuldigte sich auch bei den Haller Gästen. Die SG distanziere sich von den Vorkommnissen.

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