Sa., 07.02.2015

Fußball: Odonkor verlässt SC Herford und übernimmt Klassenkonkurrent TuS Dornberg  Trainergespann gesprengt 

Der bisherige Co-Trainer David Odonkor verlässt den SC Herford und übernimmt ab sofort den TuS Dornberg.

Der bisherige Co-Trainer David Odonkor verlässt den SC Herford und übernimmt ab sofort den TuS Dornberg.

Von Lars Krückemeyer, Arndt Wienböker

Herford (HK). Gerade mal drei Wochen ist es her, dass der SC Herford die Vertragsverlängerungen mit Sascha Cosentino und David Odonkor bekanntgegeben hat. Doch seit Freitag ist das Trainergespann des Fußball-Westfalenligisten gesprengt. Ab sofort trainiert Odonkor ausgerechnet den abstiegsbedrohten Klassenkonkurrenten TuS Dornberg und hat dafür die Freigabe erhalten.

 Der 30-jährige Ex-Nationalspieler war vor dieser Saison als Co-Trainer zum SC Herford gekommen. Zuvor war Odonkor in dieser Funktion beim Regionalligisten SC Verl tätig. Nun soll er den TuS Dornberg in seiner ersten Station als alleinverantwortlicher Trainer zum Klassenerhalt führen, nachdem Istvan Gal erst am Donnerstag entlassen worden war.

 »Das ist eine große Chance für mich. Seitdem ich meine Karriere beendet habe, ist es mein Ziel, als Cheftrainer zu arbeiten. Der TuS Dornberg und die Westfalenliga sind ein guter Einstieg für mich«, sagt der in Bünde geborene Ex-Profi von Borussia Dortmund.

 Im September 2013 musste Odonkor seine aktive Laufbahn beenden – das lädierte Knie machte nicht mehr mit. Seitdem treibt der 30-Jährige seine Trainerkarriere voran. Odonkor hat die B-Lizenz erworben. »In Dornberg trage ich alleine die Verantwortung. Das ist sehr reizvoll. Ich gehe die Sache positiv an«, betont Odonkor, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 unterschrieben hat.

 Der Herforder Cheftrainer Sascha Cosentino zeigte sich von dem Wechsel alles andere als begeistert, hat aber auch Verständnis, dass sein bisheriger Assistent und für die Saison 2015/16 als gleichberechtigt vorgesehener Trainer seine höheren Ambitionen umsetzen will: »Es ist vollkommen in Ordnung, dass der Verein ihn aus dem Vertrag lässt, wenn sich eine solche Chance ergibt.«

 Gleichwohl werde seine Arbeit beim SC Herford dadurch schwieriger. »Wir haben uns in der Trainingsarbeit viel aufgeteilt. Zurzeit habe ich 25 Spieler in der Vorbereitung. Die kann man zu zweit natürlich besser überblicken«, sagt Cosentino. Möglicherweise werde der Westfalenligist kurzfristig einen neuen Co-Trainer verpflichten. »Für die nächste Saison brauche ich auf jeden Fall einen neuen Mann«, betont Cosentino. Wie es der Zufall will, dauert es bis zum Wiedersehen nicht besonders lange. Denn schon am Sonntag, 22. März, empfängt Cosentino mit dem SC Herford seinen bisherigen Co-Trainer zum Rückspiel mit dem SC Herford.

 Gestern Abend wurde David Odonkor beim TuS Dornberg vorgestellt – einen Tag nach der Entlassung von Vorgänger Istvan Gal. Odonkor weiß, dass vor ihm eine Menge Arbeit liegt: »Es wird nicht einfach, die Klasse zu halten, aber ich bin überzeugt davon, dass wir das schaffen werden. Dornberg hat da unten nichts zu suchen.« Die nackten Zahlen weisen den TuS vor Wiederbeginn der Rückserie am 15. März als Tabellen-13. aus – punktgleich mit dem 1. FC Gievenbeck, der den ersten Abstiegsplatz belegt.

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