Do., 22.09.2016

Fußball-Regionalliga: SV Rödinghausen zeigt sich gegen Viktoria Köln verbessert Neu formierte Abwehr überzeugt

Gute Defensivarbeit haben die Rödinghauser um David Müller (links), der wie gewohnt vor der Abwehr spielte, im Nachholspiel bei Titelkandidat Viktoria Köln gezeigt.

Gute Defensivarbeit haben die Rödinghauser um David Müller (links), der wie gewohnt vor der Abwehr spielte, im Nachholspiel bei Titelkandidat Viktoria Köln gezeigt. Foto: Markus Bergmann

Von Markus Bergmann

Rödinghausen (WB). Dritter Einsatz, erstes Tor: Jo­shua Holtby hat beim 2:1-Erfolg des SV Rödinghausen bei Viktoria Köln am Dienstagabend allen Grund zur Freude gehabt. Aber auch die neuformierte Defensive wusste im Nachholspiel zu überzeugen.

Die geballte Aufmerksamkeit der Fans galt jedoch dem Siegtorschützen. Einige Minuten nach dem Abpfiff wurde Joshua Holtby von den mitgereisten Rödinghausern zum Feiern auf die Tribüne des Sportpark Höhenberg bestellt – artig klatschte er mit den Anhängern ab. »Das ist das erste Regionalliga-Tor für mich, und dann gleich so ein wichtiges gegen Viktoria, die oben mitspielen. Das ist schon ein geiles Gefühl«, sagte der 20-Jährige, der vor der Saison aus Mönchengladbach an den Wiehen gewechselt war.

Die Szene, die Holtby und dem SVR einen knappen und wahrscheinlich auch etwas unverhofften Sieg im Nachholspiel in Köln bescherte, trug sich nach 78 Minuten zu. Rödinghausen schaltete nach einem Eckball der Viktorianer schnell, Abu Bakarr Kargbo spielte Holtby frei – und der markierte den 2:1-Endstand.

Chancenplus in Hälfte zwei

Es war unter anderem diese Szene, die Trainer Alfred Nijhuis später auf der Pressekonferenz im Kölner VIP-Zelt dazu bewegte, das Umschaltspiel seiner Mannschaft zu loben: »Die Jungs waren hoch motiviert. Wir haben zuletzt viele Fehler beim Umschalten gemacht, die zu Gegentoren geführt haben. Heute hat es viel besser geklappt.«

Tatsächlich überzeugte Rödinghausen in der zweiten Halbzeit aber nicht nur durch Konter. In einer insgesamt ausgeglichenen Partie auf gutem taktischen und kämpferischen Niveau spielte sich der SVR nach der Pause ein deutliches Chancenplus heraus. Viktoria warf erst in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, aber eine Glanztat von Torhüter Jan Schönwälder gegen Sven Kreyer und eine Abwehr von Marius Bülter auf der Torlinie bescherten den Gästen den Sieg.

Auch wenn die Schlussphase hektisch war, überstand die SVR-Defensive das Spiel gegen den hochgehandelten Viktoria-Angriff um Kreyer und Torjäger Mike Wunderlich relativ schadlos. Nur beim 0:1 durch Kreyer (38.) hatte sich im ersten Durchgang eine größere Lücke aufgetan. Der Rückstand war von Kargbo per Elfmeter nach Foul an Bülter aber schnell wieder ausgeglichen worden (41.).

Leeneman zurück in der Startelf

Nijhuis hatte die zehn Tage Pause nach dem 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach II genutzt, um sich bei den Trainingseinheiten neue Erkenntnisse zu verschaffen. Für Jens Buddecke rückte der etatmäßige Kapitän Marcel Leeneman nach zwei Spielen ohne Einsatz erstmals wieder in die Startelf. »Ich habe versucht, im Training Gas zu geben und hoffe jetzt natürlich, dass ich mich wieder in die Mannschaft reingekämpft habe«, sagte Leeneman, der eine gute Leistung seiner Mannschaft gesehen hatte: »Wir waren heute von Anfang an im Spiel und haben uns den Sieg erkämpft.«

Die zweite Personalie in der Abwehr hatte die Rödinghauser Verantwortlichen allerdings mehr oder weniger kalt erwischt: Einen so spontanen Abgang wie von Außenverteidiger Tom Schulz hatte Teammanager René Wederz jedenfalls »noch nicht erlebt«. Für den bisherigen Stammspieler, der erst im Sommer zum SVR gewechselt war und nun in Berlin eine Ausbildung zum Polizisten beginnen will, stellte Nijhuis in Köln Nico Knystock links in die Abwehr. Knystock rechtfertigte die Entscheidung des Trainers mit einer guten Leistung und fügte sich nahtlos in die Viererkette mit Leeneman, Azur Velagic und Koray Kacinoglu ein – auch wenn mit Holtby am Ende ein anderer im Mittelpunkt stand.

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