Fr., 23.09.2016

Handball-Oberliga: Spenge heute im Derby bei der TSG A-H Bielefeld TuS braucht 60 gute Minuten

Wird vielleicht zum einsamen Kämpfer am Kreis: Spenges Marco Fillies ist gegen Altenhagen-Heepen voll gefordert. Gordon Gräfe (Bänderriss) droht auszufallen.

Wird vielleicht zum einsamen Kämpfer am Kreis: Spenges Marco Fillies ist gegen Altenhagen-Heepen voll gefordert. Gordon Gräfe (Bänderriss) droht auszufallen. Foto: Jens Göbel

Von Tilo Sommer

Spenge (WB). Die Fußball-Bundesliga hat Bayern München gegen Borussia Dortmund – die Handball-Oberliga TuS Spenge gegen TSG A-H Bielefeld: Im Heeper Dom erhält die Derby-Geschichte der heimischen Schwergewichte am Freitag (20 Uhr) ein weiteres Kapitel.

Auch TuS-Trainer Heiko Holtmann hat sich mit seiner Mannschaft akribisch auf den Handball-Schlager vorbereitet. Die Videos von Altenhagen-Heepens Auftakterfolgen beim Soester TV (31:29) und gegen Sundwig-Westig (38:33) wurden analysiert, ebenso wie die eigenen Fehler und Schwächen an den ersten beiden Spieltagen.

Für Holtmann steht aber auch fest: »Überraschungen wird es nicht geben. Beide Mannschaften kennen sich sehr gut. Es wird wieder auf die Tagesform ankommen.«

Die bei Trainern beliebte Phrase trifft in diesem Fall voll zu. Zu ausgeglichen verliefen die jüngsten Vergleiche ab. Das Hinspiel der Vorsaison gewannen die Bielefelder 30:29, im Rückspiel erkämpfte sich Spenge nach schwachem Start ein 33:33. TSG-Coach Michael Boy hat im Training Spenges »Lieblingsspielzüge« seziert und gibt seinem Trainerkollegen Recht: Er glaubt an ein »Spiel mit offenem Visier. Beide Teams kennen sich in- und auswendig.«

Mit dem Siegen gegen die beiden Top-Teams Soest und Sundwig hat Altenhagen-Heepen zum Auftakt den besten Eindruck aller Oberligisten gemacht. Das Selbstvertrauen ist entsprechend groß. Jetzt winkt der TSG als schönes Extra sogar die zwischenzeitliche Tabellenführung. Mit Blick auf die eigene Mannschaft sieht Holtmann deutlich Luft nach oben – vor allem in Sachen Konstanz.

»Wir haben gegen Augustdorf-Hövelhof 45 Minuten lang ein gutes Spiel gemacht. Gegen Altenhagen wird das nicht reichen. Dort müssen wir es schaffen, über 60 Minuten unsere Leistung abzurufen«, sagt Holtmann.

Nicht leichter macht die Aufgabe, dass Marcel Ortjohann (Kreuzbandriss) womöglich nicht der einzige Spieler im TuS-Lazarett bleiben wird. Nils van Zütphen (Leistenzerrung) und Gordon Gräfe (Außenbandriss im Sprunggelenk) drohen auszufallen. Holtmann: »Wir haben aber trotzdem noch zwölf Spieler, die alle Handball spielen können.«

Umso wichtiger ist die Rückkehr von Fabian Breuer. Der Zugang spielte eine starke Vorbereitung, war gegen Sundwig-Westig aber durch eine Virusinfektion geschwächt. Im Heimspiel gegen Augustdorf-Hövelhof fehlte er dann ganz.

Er soll den Spenger Rückraum beleben. Bislang strahlte der TuS aus der zweiten Reihe zu wenig Torgefahr aus. »In der Vorbereitung sah das zwar alles gut aus, in der Liga wird aber viel körperbetonter gespielt. Wir müssen mehr Dynamik in unsere Aktionen bringen«, meint Holtmann.

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