Di., 26.04.2016

Schiedsrichter zeigt in Vlotho, warum er als großes Talent gilt Celik hat Preußen im Griff

Autorität mit 17: Gürhan Celik (rechts) ließ sich im Topspiel von frustrierten Preußen nicht auf der Nase herumtanzen.

Autorität mit 17: Gürhan Celik (rechts) ließ sich im Topspiel von frustrierten Preußen nicht auf der Nase herumtanzen. Foto: Grohmann

Vlotho (WB/gag). Auch diese Herausforderung hat Gürhan Celik gemeistert. Das Schiedsrichter-Talent aus Minden zeigt im Topspiel zwischen dem SC Vlotho und Preußen Espelkamp eine für sein Alter reife Vorstellung und kann sich Hoffnungen auf eine »Belohnung« ­machen. Im Sommer winkt der Aufstieg in die Landesliga.

Härtetest vor 300 Zuschauern und einem Schiedsrichterbeobachter: Die Leistung des 17-Jährigen, der für die SV Bölhorst-Häverstädt pfeift, wird am Sonntag genau bewertet. Auf dem Winterberg hat der Referee dabei erwartungsgemäß alle Hände voll zu tun. Mit guter Körpersprache und einer klaren Linie bewältigt Celik aber die schwere Aufgabe. »Ich bin zufrieden mit meiner Leistung«, sagt er nach dem Schlusspfiff.

17-Jähriger lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen

Dabei machen es ihm die Preußen nicht leicht. Dass sich der 17-Jährige trotz seines Alters nicht auf der Nase herumtanzen lässt, zeigt sich in der 53. Minute. Espelkamps Heißsporn Benni Rossel, schon zuvor im Dauer-Clinch mit Vlothoer Spielern, legt sich bei seiner Auswechslung auch noch mit SCV-Coach Olaf Sieweke an. Celik zückt die gelb-rote Karte. Preußen-Trainer Uwe Korejtek äußert nach dem Spiel dennoch kein Wort der Kritik – vielleicht das größte Kompliment für den Jung-Schiri.

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Mein Vater war 15 Jahre Schiedsrichter, ich habe ihn immer zu den Spielen begleitet.

Gürhan Celik

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Als 14-Jähriger hat Celik die Schiedsrichter-Prüfung absolviert. Dann geht es schnell: Die C-Liga überspringt das Talent, startet sofort in der B-Liga und pfeift mit 16 Jahren in der A-Liga. Im Sommer 2015 erfolgt der Aufstieg in die Bezirksliga. Udo Quast, Schiedsrichter-Obmann des Fußballkreises Minden, gilt als Förderer.

»Mein Vater war 15 Jahre lang Schiedsrichter. Ich habe ihn immer zu den Spielen begleitet«, erzählt Celik, der in der D-Jugend für die SV Kutenhausen/Todtenhausen in der Bezirksliga kickte, ehe er nach einer Fuß-OP die Schuhe an den Nagel hängte. Nun startet der junge Mann als Schiri durch.

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