Fr., 23.09.2016

Distanzfahren: Niesenerin Ines Müller-Millgramm feiert Premiere Mit »Sir Nando« zur DM

Ein eingespieltes Team: Ines Müller-Millgramm und ihr »Sir Nando« starten erstmals bei Deutschen Meisterschaften.

Ein eingespieltes Team: Ines Müller-Millgramm und ihr »Sir Nando« starten erstmals bei Deutschen Meisterschaften.

Niesen(WB). Die Distanzfahrerin Ines Müller-Millgramm freut sich auf ihre Premiere bei den Deutschen Meisterschaften. An diesem Wochenende startet die Niesenerin mit »Sir Nando« bei der DM in Bremen.

Beim Kutschenkorso mit Zweispännern kam Ines Müller-Millgramm auf den Geschmack. 2014 nahm sie erstmals an einer Distanzfahrt teil – seitdem ging die Erfolgskurve nach oben. »Jedes gesunde Pferd, das ein wenig Ehrgeiz und Ausdauer mitbringt, kann für den Distanzsport trainiert werden«, sagt Müller-Millgramm. »Und Sir Nando hat einen enormen Laufdrang, arbeitet gerne vor dem Sulky«, fügt die Niesenerin an.

Der ausdauernde Welsh A Wallach »Strathies Sir Nando« erlief sich mit seiner Fahrerin im Sulky in der aktuellen Saison bereits mehrere vordere Platzierungen und erste Plätze über Streckenlängen von 66 Kilometer in Balve, 48 Kilometer in Hintersteinau, 80 Kilometer in Aukrug sowie einen Sieg bei einer Mehrtagesdistanz über 100 Kilometer in Echte.

»Der schönste Sieg aber war am 20. August in Stuck in Mecklenburg Vorpommern. Dort hat uns Sir Nando durch kilometerlange tiefe Sandwege 122 Kilometer auf den ersten Platz gezogen«, lobt Ines Müller-Millgramm den nur 1,20 Meter großen Wallach. Das war auch gleichzeitig die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften.

An diesem Freitag fährt das Team Richtung Bremen, wo die Meisterschaft über eine 100 Kilometer lange Strecke durch die Stuhrer Landschaft am Samstag ausgefahren wird. Es starten 18 Fahrer. »Mein Ziel ist es, das Pony gesund über die lange Strecke zu bekommen, denn die vorderen Plätze werden sicherlich die Fahrer mit den Trabern belegen. Die sind ein vielfaches schneller als ein Pony«, sagt Ines Müller-Millgramm und ergänzt: »Wir fahren mit so vielen guten Wünschen und gedrückten Daumen von Familie, Freunden und Bekannten nach Bremen, dass wir schon jetzt schon stolz auf unsere bisherige Leistung sind. Getreu dem Motto: Angekommen ist gewonnen.«

Beim Distanzfahren muss in einer vorgeschriebenen Zeit eine vorgegebene und von den Teilnehmern gewählte Kilometerzahl in einem Sulky absolviert werden. Die Strecken belaufen sich dabei zwischen 25 und 160 Kilometer.

Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Gesundheit der Pferde gelegt, die auf der Strecke immer von Tierärzten kontrolliert wird.

Vor, während und nach dem Wettbewerb wird genau auf die Konstitution, Pulswerte und Gangwerk des Pferdes geachtet. »So kann ein Nichterreichen eines 64er Pulswertes in einer vorgeschriebenen Zeit, ein Lahmen oder aber auch nur eine Druckstelle vom Sattel oder Geschirr zur Disqualifikation und Ausschluss zum Wohle des Tieres führen«, erklärt die DM-Teilnehmerin einen wichtigen Bestandteil des Regelwerkes.

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