Sa., 11.11.2017

Fußball-Landesliga: TuS Tengern erwartet Spitzenreiter Theesen Holm Hebestreit – Schrecken des VfL

Alexander Knicker lässt sich auch von zwei Gegnern nicht bremsen. Kann er sich auch gegen Theesens Defensive durchsetzen?

Alexander Knicker lässt sich auch von zwei Gegnern nicht bremsen. Kann er sich auch gegen Theesens Defensive durchsetzen? Foto: Krusche

Von Volker Krusche

Tengern (WB). Ist Holm Hebestreit der Schrecken des VfL Theesen? Fakt ist, dass der aktuelle Tabellenführer, der am Sonntag beim heimischen Fußball-Landesligisten TuS Tengern vorstellig wird, gegen die Kleeblätter noch nicht gewinnen konnte, seitdem Hebestreit ihr Coach ist. »Ich hätte nichts dagegen, wenn die Serie hält.«

Die Gesamtbilanz zwischen beiden Klubs ist bei sechs Siegen, vier Unentschieden und sieben Niederlagen und einem Torverhältnis von 27:37 zwar negativ, seit 2011 hat Tengern aber kein Meisterschaftsspiel gegen den ehemaligen Westfalenligisten verloren. Angesichts der Tengerner Heimstärke mit nur einer Niederlage in 2017 (0:1 gegen Bad Lippspringe in der Vorsaison) und der Tatsache, dass der TuS aktuell bei nur 13 Gegentoren die beste Defensive der Liga stellt (allerdings mit zwei Spielen weniger als der VfL und dessen 15 Gegentreffern) spricht doch viel dafür, dass dem Ligaprimus ein schwerer Gang bevorsteht.

Theesen kommt aber neben seiner starken Abwehrbilanz auch mit dem Prädikat, im Angriff bislang am durchschlagkräftigsten zu sein, was die 41 erzielten Treffer beweisen.  »Vorn sind sie unglaublich gut. Schon in der letzten Saison haben sie mit 81 Treffern die meisten Tore erzielt«, so Hebestreit, dem in dieser Serie aber ein Vergleich Hoffnung macht. »Von den 41 Toren haben sie daheim 33 erzielt, auswärts dagegen nur acht! Das zeigt, dass sie ihre Auswärtsspiele anders angehen.«

Marvin Höner knipst alle halbe Stunde

Trainer-Urgestein Andreas Brandwein, der seit 14 Jahren im Amt ist und gerade erst verlängert hat (Hebestreit: »Er kennt den ostwestfälischen Amateurfußball wie kein Zweiter«), darf dabei auf einen Zugang der Extraklasse bauen, denn Marvin Höner, von Bielefeld einst zu Ajax Amsterdam gewechselt, wo er in der Zweiten spielte, und dann zwei Jahre für Regionalligist SV Rödinghausen im Einsatz, knipste bislang in acht Spielen zwölf Mal. »Und das in nur 378 Minuten, die er auf dem Platz stand. Das ist praktisch alle halbe Stunde ein Tor«, hat Holm Hebestreit errechnet.

Der hat sich den VfL, da das eigene Spiel in Bad Westernkotten abgesagt worden war, beim 5:0 gegen Bad Lippspringe angeschaut. Auch wenn seine eigenen Kicker, die er allesamt am Sonntag aufbieten kann, mit einem Sieg gegen Theesen und Dreiern in den beiden Nachträgen bis auf vier Punkte an den Spitzenreiter heranrücken könnte, dämpft Tengerns Trainer gleich alle daraus resultierenden Schlüsse. »Wir sind in einem Jahr des Umbruchs, blicken nicht auf die Plätze ganz oben.« Was aber nicht bedeutet, dass er am Sonntag dem Favoriten nicht trotzdem gern in die Suppe spucken und seinem Ruf als VfL-Schreck gerecht werden möchte.

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