Mi., 26.08.2015

Matthias König vom VfB Fabbenstedt wird in Belgien erneut Weltmeister – Ralf Golanowsky auf Rang zwölf Auf dem Thron der Liegerad-Fahrer

Ist am besten mit den vielen scharfen Kurven und den langen Steigungen zurechtgekommen: Matthias König ist im belgischen Maasmechelen  Weltmeister im Liegerad-Fahren geworden. Der Athlet des VfB Fabbenstedt hat seinen Titel damit verteidigt.

Ist am besten mit den vielen scharfen Kurven und den langen Steigungen zurechtgekommen: Matthias König ist im belgischen Maasmechelen Weltmeister im Liegerad-Fahren geworden. Der Athlet des VfB Fabbenstedt hat seinen Titel damit verteidigt.

Fabbenstedt (WB). Der VfB Fabbenstedt freut sich über einen weiteren Weltmeister-Titel: Liegeradfahrer Matthias König hat die Trophäe im belgischen Maasmechelen erneut geholt.

Zusammen mit Ralf Golanowsky ging König mit hoch gesteckten Zielen an den Start. Golanowsky visierte einen Platz unter den zehn Besten in der teilverkleideten Kategorie (TV) an, für König ging es in der unverkleideten Klasse (UV) um die Titelverteidigung.

Die WM startete mit dem Rennen über 200 Meter mit fliegendem Start. Golanowsky absolvierte die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 52,5 km/h und landete auf Platz 13. König, der die 200 Meter nicht zu seinen Lieblingsdisziplinen zählt, konnte mit einem zweiten Platz (65 km/h) in seiner Klasse eine gute Ausgangssituation für die kommenden Rennen schaffen. Bei den aerodynamisch nochmals effizienteren vollverkleideten Rädern wurde sogar eine Höchstgeschwindigkeit von 83,7 km/h erreicht.

Am nächsten Tag startete pünktlich um 10 Uhr das 100-Kilometer-Rennen. Den Sprint vom Vortag noch in den Beinen, ging es gleich heftig los mit einigen scharfen Kurven und knackigen Steigungen. König konnte sich hier direkt am Start von der Konkurrenz absetzen und seinen Vorsprung bis auf über eine Runde Vorsprung (3,9 km) ausbauen. Er überrundete das gesamte Feld in seiner Klasse. Das auf solch einem Kurs und Feld mit über 100 Fahrern sturzfrei hinzubekommen, verlangte Leistung und Fahrkunst.

Golanowsky entging nur knapp einem der Stürze und verlor dabei Zeit. Mit guter Taktik in verschiedenen Gruppen fuhr er noch auf Rang zwölf. Am Abend gab es eine große Enttäuschung für die rund 100 Fahrer: Der Computer für die Zeitmessung wurde gestohlen, das geplante 1000-Meter-Einzelzeitfahren musste abgesagt werden. Die ehrentamtlichen Organisatoren gaben ihr Bestes und besorgten über Nacht einen neuen Computer mit der speziellen Software aus den Niederlanden. Alle Ergebnisse der gefahrenen Rennen mussten in einer Nachtschicht jedoch von Hand eingegeben werden.

Ralf Golanowsky wird in Belgien Zwölfter.

Am Sonntag ging König im letzten Rennen – dem »1-Stunden-Kriterium« – als Gesamtführender an den Start. Die Strecke war nochmals anspruchsvoller. Diverse Kurven und zwei Steigungen auf dem 2,3 Kilometer langen Kurs waren zu bewältigen. Nach einer Bergab-Passage ging es oft mit Geschwindigkeiten von 60 bis über 80 km/h direkt in einen Kreisverkehr. Sicher durch Organisatoren und Polizei abgesperrt, konnten die Fahrer dabei alles geben. Von großem Publikum wurden die Fahrer dabei angefeuert.

Mitten im Lauf kam durch einen Sturz zusätzliche Dramatik auf. Die Strecke musste für einen Krankenwageneinsatz halbseitig gesperrt werden. König ließ sich von all dem nicht irritieren, attakierte von Beginn an und wählte damit die richtige Taktik. Er siegte erneut mit über einer Runde Vorsprung. Golanowsky biss sich bis auf Platz zwölf vor. Matthias König konnte am Ende seinen Weltmeistertitel souverän verteidigen. Ralf Golanowsky war sehr zufrieden mit seiner persönlichen Leistung.

Für beide Fahrer geht es nun im September in die heiße Phase des Deutschen Liegerad Cups (DLC) und der BeND (Belgien-Niederlande-Deutschland). Hier führen beide aktuell ihre Klassen an. Im DLC geht es für König und Golanowsky um die Titelverteidigung. Die BeND wurde von den beiden 2015 reaktiviert und organisiert.

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