Sa., 29.04.2017

2. Handball-Bundesliga: Lübbecke will gegen Neuhausen aufsteigen Bereit für den Absprung

So soll es aussehen: Aaron Ziercke (von links), Nikola Blazicko und Pontus Zetterman wollen den Aufstieg feiern.

So soll es aussehen: Aaron Ziercke (von links), Nikola Blazicko und Pontus Zetterman wollen den Aufstieg feiern. Foto: Fotostand/Wedel

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). 550 Kilometer hat der Tross des TuS N-Lübbecke bis nach Metzingen zurückzulegen. Dort steht am Samstag (20 Uhr) das nächste Auswärtsspiel beim TV Neuhausen an. Die lange Reise dürfte sich allerdings lohnen. Mit einem Punktgewinn steht der Zweitliga-Tabellenführer als Aufsteiger fest.

Die Stimmung: sehr gut. Die Form: ausgezeichnet. Die Aussichten: hervorragend. Kein Wunder also, dass die Lübbecker voller Optimismus dem möglichen letzten Schritt bei der Rückkehr in das Handball-Oberhaus entgegenblicken. »Die Vorfreude ist dank dieses Matchballspiels riesig. Wir wollen dort alles klar machen«, sagt Trainer Aaron Ziercke, der zusammen mit seinem Team vor Selbstvertrauen strotzt: »Wir spielen eine ausgezeichnete Rückrunde und haben zuletzt immer wieder gezeigt, dass Wille und Leidenschaft stimmen.« Die Bilanz ist in jedem Fall ausgezeichnet. Nur eine Niederlage gegen Nordhorn und ein Remis bei den Rimpar Wölfen – die restliche Spiele hat der TuS durchweg erfolgreich gestaltet.

Neuhausen in Abstiegsnot

Ganz anders ist die Situation bei Gastgeber Neuhausen. Das Team aus Baden-Württemberg ist am anderen Ende der Tabelle zu finden, belegt mit nur 18 Pluspunkten den vorletzten Platz. Der Verbleib in der 2. Liga ist kaum noch realisieren. Doch genau darin könnte so etwas wie eine Gefahr für den TuS lauern. Der SV Darmstadt 98 aus der Fußball-Bundesliga könnte als Vorbild dienen, dass ein frei aufspielendes Team noch für die eine oder andere Überraschung sorgen kann. »Die kleine Flamme Hoffnung wird Neuhausen noch lodern lassen wollen. Die werden alles reinschmeißen«, ist sich Ziercke sicher. Der TuS-Trainer sagt aber auch: »Der größere Druck ist sicherlich auf der Seite von Neuhausen.«

Als zusätzliche Warnung dürften die zurückliegenden Ergebnisse TVN dienen. Das Kellerteam spielt bisher nämlich einen ordentlichen April. Unter anderem gelangen Heimsiege gegen Dessau und Aue sowie ein Unentschieden in Ferndorf. »Deren Formkurve zeigt nach oben. Deswegen wird noch einmal ein hartes Stück Arbeit auf uns zukommen«, sagt Ziercke, der sich mit seinem Team auf eine körperbetonte 3:2:1-Deckung des Gegners einstellt. Dagegen gelte es Lösungen zu finden. Zuletzt hatte sich der TuS auf verschiedenste Abwehrformationen der Gegner bestens eingestellt. Auf der Gegenseite gehe es darum, die Kreise der Rückraumschützen einzugrenzen. Alexander Bornemann und Jona Schoch erzielten beim Lübbecker 33:27-Hinspielsieg jeweils acht Tore. Aufgrund einer Sprunggelenksverletzung dürfte Schoch dieses Mal allerdings geringere Spielanteile bekommen.

Vorfreude auf künftigen Erstligisten

Dennoch will der TV Neuhausen ein unbequemer Gegner sein. Auch dort ist die Vorfreude groß. »Das ist ein Gradmesser für unsere Spieler, die Ambitionen nach oben haben. Sie können sich mit künftigen Erstligaspielern messen«, sagt Trainer Alexander Job, der auch schon seinen Matchplan erarbeitet hat: »Nur mit Zweikampfstärke werden wir dem TuS nicht beikommen. Entscheidend wird unsere Systemstärke in der Abwehr sein. Dazu ein gutes Rückzugsverhalten, um Gegenstöße einzudämmen.«

Fest dürfte dennoch stehen: Ruft der TuS N-Lübbecke ansatzweise sein Leistungsvermögen ab, wird der TV Neuhausen die Rückkehr in die 1. Bundesliga kaum verhindern können.

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