Fr., 12.05.2017

Handball: TuS N-Lübbecke bejubelt Zweitliga-Titel – mit Video Lübbecke feiert mit echtem »Bredemeier«

Das ist das Ding: Torhüter Nikola Blazicko reckt nach dem Spiel die »improvisierte« Schale in die Höhe.

Das ist das Ding: Torhüter Nikola Blazicko reckt nach dem Spiel die »improvisierte« Schale in die Höhe. Foto: Oliver Schwabe

Von Ingo Notz

Lübbecke (WB). Dass Handballer des TuS N-Lübbecke ausgerechnet bei ihrer Meisterfeier einen echten »Bredemeier« hochleben lassen würden – das gehörte zu den Überraschungen nach dem vorzeitigen Titelgewinn am Mittwochabend.

Mit dabei  im großen Feierpulk auf der »Platte« war auch der frühere Geschäftsführer Uwe Kölling: »Diesmal ist es entspannter als in früheren Jahren – jetzt kann ich es mehr genießen.« Für Ramon Tauabo ist es der erste Aufstieg mit den TuS. »Ich kann es noch gar nicht realisieren. So viele positive Gefühle – das ist unglaublich. Ich kann es nur jedem empfehlen, mal so etwas erlebt zu haben!« René Gruszka nahm den Meistertitel als »Krönung« nach dem Aufstieg gerne mit: »Der Aufstieg, das sind Emotionen pur – der Meistertitel ist jetzt genauso schön, gerade mit den ganzen Fans hier, die es genauso verdient haben wie wir! Jetzt werde ich das erst einmal genießen.«

Co-Trainer Borgmann gleicht aus

Co-Trainer »Schorse« Borgmann hat seinen persönlichen Ausgleich geschafft: »Jetzt steht es 2:2«, rechnete er Aufstiege und Abstiege nach seiner elften Saison in Lübbecke zusammen: »Und so soll es auch bleiben...« Auch er hat Unterschiede zum ersten Aufstieg ausgemacht: »Das war anders, weil es damals jeder erwartet hat, dass wir aufsteigen. Jetzt ist es eine richtige Mannschaft: alle für einen und einer für alle.«

Einer, der sich auch noch an diverse Auf- und Abstiege mit dem TuS erinnern kann, ist Tim Remer: »Letztes Mal war es eher ein Sieg von vielen Einzelspielern, diesmal ist es ein Sieg einer Mannschaft – und das ist viel schöner. Letztes Mal wurde es erwartet, diesmal nicht. Wir wollten zwar aufsteigen, wussten aber nicht, wo wir stehen. Irgendwann haben wir gemerkt, hier ist etwas drin. Jetzt stehen wir hier. Dafür macht man Sport! Das sind geile Jungs, wir haben eine geile Mannschaft!«

Und dann ging noch jemand mit einem fest betonierten Dauergrinsen durch die Halle, dem man Erleichterung und Glück ansah: Aaron Ziercke hat es »auch als Trainer viel Spaß gemacht: das war wirklich unglaublich! Wir haben von der ersten Minute an Vollgas gegeben. Die Jungs haben alles rausgehauen und das Spiel sehr ernst genommen. Wir haben uns Stück für Stück in einen Rausch gespielt, wir hatten Lust, Handball zu spielen. Wir haben vieles richtig gemacht und sehr guten Handball gesehen und sehr viel Spaß gehabt...«

»Wollten unbedingt etwas hochhalten«

Nils Torbrügge hatte zu später Stunde auch noch die Erklärung parat, warum schon nach dem 34. von 38 Spieltagen eine Meisterschale durch die Halle und später auch im VIP-Raum beim Einzug der Meisterhelden getragen wurde – »offiziell« war die natürlich nicht: »Wir wollten aber unbedingt etwas hochhalten – da haben wir uns eben selbst eine Meisterschale organisiert«, grinste der Ex-Mindener. Fündig wurde das Team dabei in Hille – dass das entsprechende Fachgeschäft den Namen des Machers des großen Rivalen GWD Minden trägt, nahmen die Lübbecker dabei mit einem Schmunzeln zur Kenntnis...

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4828419?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2447933%2F2352979%2F4850251%2F