Fr., 19.05.2017

Handball: Tolle Stimmung beim TuS N-Lübbecke vor dem Endspurt Lübbecker Lächeln beim Training

Meister im Anflug: Nils Torbrügge hat noch nicht genug, mit dem TuS N-Lübbecke will er weiterhin Punkte sammeln.

Meister im Anflug: Nils Torbrügge hat noch nicht genug, mit dem TuS N-Lübbecke will er weiterhin Punkte sammeln. Foto: Schwabe

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Die Stimmung ist gelöst. Kein Wunder, schließlich hat der TuS N-Lübbecke den Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga sicher und die Meisterschaft in Liga zwei auch. Die Party ist aber erst einmal vorbei, der nächsten Partie bei der SG BBM Bietigheim am Samstag (20 Uhr) wird seriös entgegengeblickt.

Die Feierlichkeiten der vergangenen Woche hat die TuS-Mannschaft verarbeitet. Die gute Laune und viele schöne Erinnerungen sind geblieben. »Es ist nahezu perfekt gelaufen, dass wir mit einem Heimsieg Meister geworden sind. Die Stimmung war hervorragend«, sagt Nils Torbrügge. Eine Fortsetzung der Feierlichkeiten wird es in den kommenden Wochen wohl noch einmal im Mannschaftskreis in Form eines Grillabends geben. Eine Mannschaftsfahrt ist zeitlich bedingt nicht geplant, obwohl Finanzminister Torbrügge dafür gesorgt hat, dass die Kasse gut gefüllt ist. »Ich würde sagen, dass ich ein wirklich guter Kassenwart bin«, scherzt Torbrügge. »Die Jungs haben so fleißig Geld wie Punkte gesammelt«, fügt Teammanager Zlatko Feric hinzu. Belege dafür, wie locker die Atmosphäre ist.

Mit dem bereits erreichten Saisonziel im Hinterkopf können die Lübbecker nun den Saisonendspurt mit noch vier Partien angehen. Der große Druck ist nicht mehr vorhanden, die Ausgangslage also bestens. »Wir können jetzt vier Wochen mit einem Lächeln zum Training kommen«, sagt Torbrügge.

Torbrügges Vorahnung

Der vorzeitige Titelgewinn ist auch aus seiner Sicht die Krönung der gelungenen Saison – mit der der Kreisläufer insgeheim auch gerechnet hatte: »Ich kannte die zweite Liga. Nach der endgültigen Kaderplanung war mir klar, dass wir Favorit sein werden und aufsteigen müssen.« Einen Vorsprung von zwölf Punkten nach 34 Spieltagen hatte allerdings auch der 24-Jährige nicht erwartet. »Damit, dass wir Meister werden, hatte ich gerechnet. Dass die Dominanz so deutlich ist, hätte ich nicht unbedingt erwartet«, fasst Torbrügge zusammen.

Ebenfalls nicht unbedingt erwartet hatte der ehemalige Mindener die Auswirkungen des Titels auf die Trainingsgestaltung. Von Ausruhen und Hochlegen der Beine ist keine Spur. »Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt nochmal mehr laufen als vorher. Der Trainer zieht noch einmal richtig an«, erklärt Torbrügge und bezieht sich dabei auf einen Zehn-Kilometer-Lauf am Dienstag. Mit Blick auf die kommende Saison im Oberhaus sei es aber auch verständlich, dass das Team gewisse Grundlagen mit in die Sommerpause nehmen müsse.

Absolutes Topspiel

Von diesen Grundlagen will der TuS auch an diesem Wochenende wieder profitieren. Beim Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim steht das absolute Topspiel an. Von einer Egal-Haltung ist bei den Lübbeckern im Vorfeld nichts zu erkennen, sie gehen die Aufgabe professionell an. »Ich fahre nicht sieben Stunden mit dem Bus, um dort dann mit zehn Toren zu verlieren. Da habe ich keine Lust zu«, sagt Torbrügge, der zusammen mit den Kollegen weiterhin seinen Job machen will. Und dieser mache mit weiteren Erfolgen noch mehr Spaß.

Nur zehn Minuspunkte hat der TuS aktuell auf dem Konto. Geht es nach Torbrügge, darf es dabei auch gerne bleiben: »Das wäre schon eine schöne Bilanz. Wir wollen auch in den weiteren Partien zeigen, dass wir die Besten in der Liga sind.«

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