Mo., 22.05.2017

2. Handball-Bundesliga: 32:30-Erfoilg bei der SG BBM Bietigheim TuS N-Lübbecke feiert weiter

Abgesprungen, nicht abgehoben: Lübbeckes Außen Jens Bechtloff setzt sich durch und fliegt zu einem seiner Treffer.

Abgesprungen, nicht abgehoben: Lübbeckes Außen Jens Bechtloff setzt sich durch und fliegt zu einem seiner Treffer. Foto: Marco Wolf

Von Marc Schmedtlevin

Bietigheim (WB). Von Meisterschaftsmüdigkeit keine Spur: Die Handballer des TuS N-Lübbecke haben bewiesen, dass sie sich auch nach dem Erreichen der Saisonziele nicht zurücklehnen. Das Topspiel bei der SG BBM Bietigheim gewannen sie dank eines Kraftaktes und einer starken Willensleistung mit 32:30 (16:16).

Es ist nicht so, dass den Lübbeckern auf dem Weg zum nächsten Erfolg keine Steine in den Weg gelegt würden. Vor allem personell ergaben sich während der Partie mehrere Baustellen. Wie schon so oft in dieser Saison hatte der TuS aber immer noch einen Plan B und C in der Hinterhand, konnte reagieren und so zwei weitere Punkte auf dem Konto verbuchen.

Lukasz Gierak fiel aufgrund seiner Handverletzung aus. Am Samstagabend kamen dann noch die Verletzungen von Kenji Hövels (Schulter) und Pontus Zetterman (Knie) hinzu. Beide Akteure konnten nur wenige Minuten mitwirken. Dadurch blieben mit Ante Kaleb und Jo Gerrit Genz nur noch zwei gelernte Rückraumspieler übrig. »Die beiden mussten quasi durchspielen, konnten nur in der Deckung mal kurze Verschnaufpausen bekommen«, sagte Aaron Ziercke. Die Umstellungen in seinem Team ergaben, dass Tim Remer nach Hövels Ausfall die Spielgestaltung auf der Mittelposition übernahm. »Er hat es gut gemacht. Es waren viele gute Anspiele und auch fünf eigene Tore dabei«, lobte Ziercke.

Leistung am Limit

Das große Lob wollte der Trainer aber nicht nur an den Niederländer richten, sondern gleich an die gesamte Mannschaft. Sie habe trotz einer anstrengenden Trainingswoche am Limit gespielt und sich dafür belohnt. »Wir haben zu keinem Zeitpunkt der Saison gejammert, wenn beispielsweise Spieler ausfielen. Das galt auch für diese Partie. Wir haben erneut Charakter gezeigt und das zeichnet uns aus«, sagte Ziercke.

Hinzu kam, dass es sich beim Gegner auch nicht um irgendeine Mannschaft handelte. Bietigheim belegte vor dem Spieltag Tabellenrang zwei, befindet sich mitten im Aufstiegskampf. Dass die Gastgeber ihre Qualitäten haben, stellten sie vor allem in der ersten Hälfte unter Beweis. Der Ball lief gut bei Bietigheim, über die Außen wurden die Angriffe ausgespielt. »Da war es für unsere Torhüter schwer, Bälle zu halten«, erklärte Ziercke, dem zunächst etwas der Zugriff fehlte. Abschütteln ließ sich der TuS deswegen aber nicht. Die SG legte zwar zwischenzeitlich mal eine Zwei-Tore-Führung hin, mit dem Pausenpfiff war diese aber erst einmal wieder ausgeglichen.

Wende nach Unterzahl

Auch in Hälfte zwei war es der Gastgeber, der wieder zwei Treffer vorlegte. Dennoch waren die Lübbecker besser im Spiel und zwangen den Gegner zu mehr Abschlüssen über das Zentrum. Bis zur 46. Minute deutete sich ein Auswärtssieg allerdings nicht unbedingt an. Beim Stand von 23:25 kassierten Branimir Koloper und Nils Torbrügge innerhalb einer Minute (46.) Zeitstrafen und der TuS musste in doppelter Unterzahl agieren. In diesem Spiel eine Art Glücksfall. »Die Entscheidungen waren ein bisschen merkwürdig. Die Jungs waren aufgebracht, doch es hat sie eher angestachelt«, erklärte Ziercke. Die Reaktion: Nikola Blazicko im Tor parierte, Rene Gruszka verwandelte per Gegenstoß zum 24:25. »In dieser Phase haben wir den Gegner gebrochen. Wir waren jetzt in deren Köpfen«, beschrieb Ziercke.

Dank des hohen läuferischen Einsatzes und der Konsequenz im Angriff drehten die Gäste die Partie. Nach fünf Toren in Serie zogen sie auf 29:26 (54.) davon. Bietigheim kam noch bis auf einen Treffer heran, es war dennoch die Vorentscheidung. Tim Remer war das finale Tor zum 32:30 fünf Sekunden vor Schluss vorbehalten. Und dann ergab sich das aus den vergangenen Wochen bekannte Bild: Jubel beim TuS N-Lübbecke.

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