Do., 25.05.2017

Handball: Branimir Kolopers Zeit beim TuS N-Lübbecke läuft aber ab Mehr als ein 14. Mann

Eine echte Verstärkung: Branimir Koloper hat sich schnellstens in das Team des TuS N-Lübbecke integrieren können.

Eine echte Verstärkung: Branimir Koloper hat sich schnellstens in das Team des TuS N-Lübbecke integrieren können. Foto: Reinhold Becher

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Viel mehr kann man in einem halben Jahr kaum erreichen. Ende Januar schloss sich Branimir Koloper dem TuS N-Lübbecke an, feierte mit der Mannschaft vorzeitig den Aufstieg und die Meisterschaft. Nach der Saison wird er den Klub aber wie geplant wieder verlassen.

Kolopers Verpflichtung kann aus Sicht der TuS-Verantwortlichen durchaus als glücklicher Griff bezeichnet werden. Während der Winterpause hatten sich die Lübbecker nach einem 14. Spieler für den Kader umgeschaut, speziell für den linken Rückraum. Da es auf dieser Position aber nicht den passenden Kandidaten gab, wurde stattdessen mit Kreisläufer Koloper aufgefüllt. Wie sich bis heute herausgestellt: eine echte Verstärkung. Der 31-Jährige ist nicht nur fester Bestandteil des Innenblocks in der Abwehr, sondern entlastet in der Offensive auch Stammkraft Nils Torbrügge. »Ich kann Branimir ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Er hat sich voll eingebracht, seine Rolle zu 100 Prozent erfüllt. Und er hat sich als Mensch ganz toll präsentiert«, lobte Trainer Aaron Ziercke.

Eingewöhnung fällt leicht

Koloper selbst bestätigt die guten Eindrücke, ist mit seinem Aufenthalt in Lübbecke zufrieden. »Ich bin sehr froh darüber, dass ich mich wieder in der Bundesliga prüfen und beweisen durfte«, sagt der Kroate, der überhaupt keine Probleme bei der Eingewöhnung innerhalb der neuen Mannschaft hatte: »Die anderen Jungs haben mich von Anfang an gut angenommen, da war ich schnell integriert.« Das bestätigt auch Trainer Ziercke: »Branimir und ich haben nur ein paar Mal reden müssen, dann waren die Aufgaben klar. Er hat es uns Trainern auch sehr leicht gemacht.«

Ein großer Vorteil: Koloper beherrschte die Sprache. Ein zweiter großer Vorteil: Koloper brachte Erfahrung mit, kannte die Bundesliga und den Handball in Deutschland. Dadurch konnte der Neue anderen Spielern sogar unter die Arme greifen. »Gerade an ein paar jüngere Spieler konnte ich sicherlich manchmal etwas weitergeben«, sagt »Branko«.

Mit Aufstiegen hatte der 1,95-Meter-Mann auch schon vor seiner Zeit in Lübbecke Erfahrung. In seiner Zeit beim ThSV Eisenach von 2011 bis 2016 gelang ihm schon zwei Mal der Sprung in das deutsche Handball-Oberhaus. Die Bundesliga ist Kolopers Ziel für die Zukunft. »Ich möchte weiterspielen, gerne in Deutschland«, sagt Koloper, der allerdings noch keinen neuen Verein für die neue Serie gefunden hat.

Verlängerung keine Option

Seine Zeit in Lübbecke wird jedenfalls ablaufen, das stand schon gleich mit dem Transfer Ende Januar fest. »Es war von Beginn an festgesetzt, dass es ein Engagement bis zum Sommer sein wird«, erklärt Ziercke. Eine Verlängerung war trotz der guten Leistungen keine Option. Dies hängt mit der Personalsituation für die kommende Saison zusammen. Mit Nils Torbrügge, Piotr Grabarczyk und Zugang Moritz Schade (aus Dessau) stehen drei Kreisläufer im Aufgebot.

Drei Partien hat Koloper nun bestenfalls noch im Trikot des TuS N-Lübbecke zu absolvieren. Hinter dem Einsatz an diesem Samstag im Spiel gegen den ThSV Eisenach (18 Uhr) steht allerdings aktuell noch ein verletzungsbedingtes Fragezeichen. »Ich habe Rückenprobleme, es gibt eine muskuläre Blockade«, beschreibt Koloper, der aber alles für einen Einsatz möglich machen wird. Schließlich geht es gegen seinen Ex-Verein.

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