Fr., 28.07.2017

Über 400 Handballfans sehen in Hüllhorst ein 38:27 des TuS N-Lübecke gegen Hagen Guten Eindruck hinterlassen

Bestritt nach seinem Mitelhandbruch sein erstes Spiel und hatte sichtlich Spaß daran: Lukasz Gierak.

Bestritt nach seinem Mitelhandbruch sein erstes Spiel und hatte sichtlich Spaß daran: Lukasz Gierak. Foto: Stefan Pollex

Hüllhorst (WB). Keine Spur von Müdigkeit – Handballbegeisterung gibt es auch in den Sommerferien. Bester Beweis: Das erste Testspiel des TuS N-Lübbecke, das der Favorit mit 38:27 (17:15) gegen Zweitliga-Aufsteiger VfL Eintracht Hagen für sich entschied, verfolgten in der Hüllhorster Sporthalle über 400 Zuschauer.

»Nach den harten Krafteinheiten, den vielen Läufen und Sprints war die Partie natürlich eine willkommene Abwechslung. Für die Jungs war es schön, endlich das Spielgerät wieder in die Hände zu bekommen«, resümierte TuS-Trainer Aaron Ziercke. »Aber natürlich war auch hier die nötige Ernsthaftigkeit gefordert, sonst erhöht man nur grundlos die Verletzungsgefahr.«

Zetterman muss zuschauen

Apropos Verletzung: Pontus Zetterman musste die 60 Minuten in Hüllhorst in Zivil von der Bank aus verfolgen. Er hatte sich eine Blessur an der Wurfhand zugezogen. Nichts wirklich schlimmes. Im Trainingslager in Rotenburg, in das die Lübbecker nach einer Vormittagseinheit und einem gemeinsam Essen am Sonntagmittag aufbrechen werden, wird er wieder hergestellt sein. In das reisen die beiden anderen im Test gegen Hagen fehlenden Youngster nach. Joel Birlehm und Moritz Schade kämpfen aktuell mit der Junioren-Nationalmannschaft in Algerien um den Weltmeistertitel, bekommen nach ihrer Rückkehr zwei Tage frei und reisen dann am Mittwoch nach.

Ein zuletzt verletzter Akteur stand am Donnerstag indes erstmals wieder auf der Platte. Und Lukasz Gierak hatte nach seinem ausgeheilten Mittelhandbruch sichtlich Spaß daran.

Aus 17:15 wird ein 28:18

Spaß hatten zu Beginn des Vergleichs vor allen Dingen die Gäste um ihren Trainer Niels Pfannenschmidt. Gegen die offensive 5:1-Abwehr tat sich Lübbecke zunächst schwer, weil man nach den harten Trainingseinheiten die müden Knochen erst einmal in Bewegung bringen musste. Als das geschah, drehte man einen Rückstand um und machte vor allen Dingen in der zweiten Hälfte den Klassenunterschied deutlich. Aus dem 17:15-Pausenstand wurde schnell ein 20:15, was »Pfanne« dazu veranlasste, die Deckung auf 3:2:1 umzustellen. Aber auch das half nicht viel. Zum einen ließen die wechselnden Varianten im Abwehr-Innenblock des TuS nicht mehr viel zu, zum anderen löste die Mannschaft die Vorgaben im Angriff nun deutlich besser. Und das, obwohl Ziercke in beiden Mannschaftsteilen weiterhin konsequent durchwechselte. Dank eines 12:3-Laufs betrug die Differenz nach 43 Minuten beim 28:18 bereits zehn Tore.

Nils Torbrügge (7) war am gegnerischen Wurfkreis überhaupt nicht zu bremsen. Und Neuzugang Marko Bagaric (6) machte deutlich, dass der TuS gut daran getan hat, sich bei der Suche nach einem abwehrstarken Distanzschützen genug Zeit zu lassen.

TuS N-Lübbecke : Tatai, Wesemann; Genz (3), Kaleb (3), Bechtloff (5/2), Grabarczyk, Gierak (3), Tauabo (2), Bagaric (6), Gruszla (3), Torbrügge (7), Hövels (1), Remer (5).

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