So., 06.08.2017

Auslösehandlungen mit Tempo versehen – Verschiedene Varianten Schwerpunkt Angriff

Aaron Ziercke sieht vor dem Saisonstart noch viel Arbeit auf sich und seine Schützlinge zukommen.

Aaron Ziercke sieht vor dem Saisonstart noch viel Arbeit auf sich und seine Schützlinge zukommen. Foto: Oliver Schwabe

Von Volker Krusche

Rotenburg/Lübbecke (WB). Die deutliche Pleite gegen die MT Melsungen im entscheidenden Spiel des Sparkassencups (siehe nebenstehender Bericht) ist für Aaron Ziercke einer der entscheidenden Fingerzeige der dritten Vorbereitungswoche.

»Wir haben in diesem Duell Lehrgeld bezahlt – und das nicht wenig. Es hat uns aufgezeigt, wo wir in den letzten drei Wochen vor Serienbeginn ansetzen müssen und das uns auf jeden Fall noch ein harter, langer Weg erwartet.« Der Coach des TuS N-Lübbecke sprach aber zugleich auch »vom mit Abstand stärksten Gegner, gegen den wir in der Vorbereitung bislang gespielt haben. Gegen den würden wir auch in Topform kaum bestehen können.«

Gruszka sieht Vaterfreuden entgegen

Man sei eben noch nicht soweit, wie es einige gern hätten. »Gegen unterklassige Gegner fällt dies nicht weiter ins Gewicht. Gegen starke Mannschaften wird das aber überaus deutlich«, so Ziercke, der sich und seinen Mannen nach der Rückkehr aus Rotenburg am Samstag bis Montagvormittags trainingsfrei gab. Einer wird das ganz besonders gern zur Kenntnis genommen haben: René Gruszka wartete im Trainingslager stündlich auf den Anruf seiner hochschwangeren Frau, dass der Nachwuchs das Licht der Welt erblicken will. Am Freitag klingelte dann das Telefon. Doch da mit Ramon Tauabo ein Rechtsaußen verletzungsbedingt ausgefallen war, stellte sich Gruszka gegen Melsungen noch in den Dienst der Mannschaft, um anschließend umgehend nach Lübbecke zu fahren. Zu spät kam er auf jeden Fall nicht. »Hut ab, dass er trotz der mentalen Belastung das Trainingslager durchgezogen hat«, erklärte Trainer Ziercke.

Zweite Woche wäre besser gewesen

Der war mit den Tagen von Rotenburg übrigens sehr zufrieden. »Die Rahmenbedingungen waren optimal. Es wäre einzig schöner gewesen, wenn wir das Trainingslager nicht in der dritten, sondern schon in der zweiten Vorbereitungswoche hätten durchführen können. Aber dann wären unsere Junioren nicht dabei gewesen. So war die Vorbelastung aber natürlich sehr viel größer.«

Inzwischen habe man viele Grundlagen geschaffen und gut im Defensivbereich geschuftet. »Die Jungs sind richtig platt. Wir haben allerdings als Team viel zusammengearbeitet.«

Zettermans Cut wieder aufgebrochen

Dafür habe man aber erst Mittwoch damit angefangen, das Zusammenspiel im Angriff zu fördern. »Da kommt noch einiges an Arbeit auf uns zu«, so Ziercke. Man dürfe nicht vergessen, dass Lukasz Gierak fünf Monate keinen Ball in der Hand gehabt hätte, das bei Pontus Zetterman der Cut an der Wurfhand wieder aufgebrochen sei und das Marko Bagaric die Abläufe noch besser verinnerlichen müsse. Und auch Jo Gerrit Genz müsse auf der gegenüber liegenden Seite dauerhaft für mehr Gefahr aus der Distanz sorgen. Mit Blick auf den bevorstehenden Spielothek-Cup wolle man vor den eigenen Fans gut abschneiden, »wichtiger sei aber, dass wir unseren Vorbereitungsweg mit aller Konsequenz verfolgen. Was nutzt es uns, wenn wir am Wochenende eine gute Figur machen, in der in drei Wochen beginnenden Saison aber nicht?«

Die Angriffsarbeit stehe ohne auf Ergebnisse zu schauen im Mittelpunkt. »Natürlich haben wir bereits mit den entsprechenden Auslösehandlungen gearbeitet, jetzt müssen wir aber noch das passende Tempo reinbringen«, erklärt Aaron Ziercke. »Außerdem gilt es, unsere Spielzüge mit verschiedenen personellen Varianten einzupassen.«

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