Fr., 29.09.2017

1. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke unterliegt SC Magdeburg 20:31 Vorentscheidung vor der Pause

Der auffälligste Spieler in einem wenig auffälligen Rückraum: Lübbckes Ante Kaleb vor Magdeburgs Jannik Green.

Der auffälligste Spieler in einem wenig auffälligen Rückraum: Lübbckes Ante Kaleb vor Magdeburgs Jannik Green. Foto: Oliver Schwabe

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Der nächste Anlauf ist gescheitert: Der TuS N-Lübbecke hat auch das Erstliga-Heimspiel gegen den SC Magdeburg verloren. Beim 20:31 (8:14) sorgten wenige Minuten vor der Pause schon für die Vorentscheidung.

Von dem guten Auftritt bei den Rhein-Neckar Löwen war beim TuS N-Lübbecke nur wenig übrig geblieben. Im Angriff verfielen die Gastgeber wieder in die Muster vergangener Partien. Aus dem Rückraum ging phasenweise viel zu wenig Druck aus, an der einen oder anderen Möglichkeit liefen die Lübbecker wieder vorbei. Schon gleich bei den ersten drei Offensivaktionen drohte das Zeitspiel, die nötig gewordenen Würfe landeten entweder bei Magdeburgs Keeper Jannik Green oder im SCM-Block. Hinzu kamen schon in den ersten fünf Minuten drei technische Fehler. So war es leicht zu erklären, dass der TuS in der ersten Halbzeit nur auf gerade einmal acht Treffer kam. Eine Zahl, die weiterhin zu gering ist, um Partien in dieser Klasse für sich zu entscheiden – unabhängig vom Gegner.

Magdeburg kontert geschickt

Auf der Gegenseite zeigten die Gäste aus Magdeburg auch keinen glanzvollen Auftritt. Im richtigen Moment schlug der Tabellenfünfte der vergangenen Saison aber eiskalt zu. Schnell legte der SCM in Form der gefürchteten Gegenstöße eine 2:0-Führung vor (3.), leistete sich dann aber auch mehrere Fehler im Aufbauspiel oder Abschluss. Der TuS konnte die Partie so bis zum 4:4 (10.) erst einmal offen gestalten. Dann zogen die Gäste aber auf 7:4 nach 17 Minuten davon und sollten diese Führung von da an nicht mehr abgeben. Bei 7:8 (23.) und 8:9 (24.) – in Unterzahl – schnupperten die Lübbecker noch einmal an einer Überraschung.

Dann mussten sie aber in den Minuten bis zur Pause schon die Vorentscheidung hinnehmen. Es entwickelte sich nun das Spiel, das die Gastgeber unbedingt vermeiden wollten. Der TuS-Angriff verzettelte sich mehrfach in der Magdeburger Deckung, die Bälle gingen verloren und luden den Gegner zu einfachen Toren ein. Nachdem das allseits bekannte Tempospiel der Gäste bis dahin noch kaum zum Tragen gekommen war, blitzte es nun aber auf. Vor allem die flinke Flügelzanke mit Robert Weber und Matthias Musche netzte immer wieder ein und sorgte dafür, dass die Magdeburger fünf Treffer in Serie erzielten und ein 14:8-Polster mit in die Kabine nahmen. Zwei dieser fünf Tore kassierte der TuS sogar in Überzahl. Das Spiel war schon zu diesem Zeitpunkt verloren und es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Lübbecker bei einem Heimspiel kurz vor der Pause einen entscheidenden Rückschlag hinnehmen mussten.

Aufholjagd bleibt aus

Im zweiten Durchgang signalisierten die Spieler in den schwarz-roten Trikots, dass sie noch einmal eingreifen wollten. Ante Kaleb eröffnete die Hälfte nach einem Ballgewinn mit einem Kontertor (31.) zum 9:14. Mit der direkt folgenden Zeitstrafe gegen Jens Bechtloff war die erhoffte Aufbruchstimmung aber auch gleich wieder dahin. Den Start einer spektakulären Aufholjagd gab es also nicht, auch wenn die Hausherren immer wieder um ein hohes Tempo in ihren Angriffsaktionen bemüht war. Vor allem Gäste-Torhüter Jannik Green hatte etwas dagegen, zeigte gegen die Abschlüsse von Außen und aus dem Rückraum zahlreiche starke Paraden. Mehre Male bekam der TuS nach Abprallern noch eine zweite Chance, doch die Quote blieb insgesamt einfach zu schwach.

So genügte es den Magdeburgern, ein solides Programm abzuspulen. Der Vorsprung der Gäste wuchs Schritt für Schritt an – über 16:9 (36.), 18:11 (40.) und 20:12 (42.) auf 24:15 (49.). Danach sah es nach Schadensbegrenzung aus, doch die Schlussminuten gehörten dem SCM – wie schon in der ersten Halbzeit.

TuS N-Lübbecke : Tatai (6/2 Paraden), Birlehm (ab 38., 5 P.) – Genz (2), Kaleb (4), Bechtloff (1), Grabarczyk, Gierak, Bagaric (3), Gruszka (1/1), Rakovic (2), Torbrügge (2), Schade, Zetterman (3), Remer (2)

 

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