Fr., 13.10.2017

1. Handball-Bundesliga: Aaron Ziercke trotz der Niederlage zufrieden Klare Chancen besser nutzen

Eins, zwei, drei, wer hat den Ball. Sowohl Lukasz Gierak und sein TuS, als auch die MT Melsungen taten sich im Angriff schwer.

Eins, zwei, drei, wer hat den Ball. Sowohl Lukasz Gierak und sein TuS, als auch die MT Melsungen taten sich im Angriff schwer. Foto: Schwabe

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Wieder kein Sieg, doch der wäre zweifellos ein ebenso großer Paukenschlag des TuS N-Lübbecke gewesen, wie der vorherige Punktgewinn in Leipzig. Aber trotz des  19:22 gegen Melsungen war Trainer Aaron Ziercke in weiten Zügen zufrieden.

»Ich fand, dass wir eine gute Leistung gebracht haben, muss aber auch eingestehen, dass mit einer besseren Chancenverwertung sogar deutlich mehr drin war«, drückte der TuS-Coach dabei durchaus den Daumen in die Wunde. »Für uns war deutlich mehr drin, aber da hätte dann wirklich alles optimal laufen müssen. Wir haben uns viele Chancen herausgearbeitet, hätten im Abschluss dann aber einfach konzentrierter und konsequenter sein müssen.«

Dennoch sei man bis zur 45. Minute dran gewesen. Die Entscheidung sei aus Sicht von Aaron Ziercke durch die unnötige doppelte Unterzahl wegen Reklamierens (Peter Tatai) und zu überzogenem Einsteigen (Nils Torbrügge) gefallen. »Die Unterzahl haben wir zwar gut überstanden, sie hat uns aber zu viel Kraft gekostet. Das hat man dann im Anschluss gesehen, als die Abschlüsse halbherzig waren und Melsungen sich absetzen konnte.« Während auch er eingestand, dass man mit nur acht Toren im zweiten Abschnitt uns insgesamt nur 19 Treffern nicht für einen Sieg in Frage käme, zeigt sich der TuS-Coach mit der Defensive zufrieden: »Unser Abwehrverhalten war gut. Da haben wir zahlreiche Melsunger Fehler provozieren können. Nur 22 Gegentore gegen diese Mannschaft sind richtig gut.« Man habe schon im Training deutlich gespürt, dass der Punkt in Leipzig neue Kräfte freigesetzt habe.

Roth lobt seine Abwehrreihe

Michael Roth sah indes kein gutes Spiel seiner Mannschaft, aber dennoch einen verdienten Sieg. »Der geht dank der starken Abwehrleistung absolut in Ordnung. Im Positionsangriff lief es aber überhaupt nicht rund. Und wenn dann noch Spieler wie Julius Kühn oder Lasse Mikkelsen mal keinen guten Tag erwischen, haben wir schon einige Probleme. In der Defensive hat sich gezeigt, dass wir gut auf den Gegner eingestellt waren. Dabei konnten wir uns auch auf die sehr guten Leistungen unserer beiden Torhüter verlassen. In der Vorwärtsbewegung hingegen sind uns zu viele einfache Fehler unterlaufen. Das kann gegen einen stärkeren Gegner ins Auge gehen.«

Und Haupttorschütze Dener Jaanimaa ergänzt: »Es gibt so Tage, an denen einem fast alles gelingt. So einen habe ich offenbar erwischt. Ich hatte das nötige Selbstvertrauen. Allerdings läuft es bei uns im Angriff nicht rund. Was nicht verwunderlich ist, denn wir spielen in dieser Besetzung im Rückraum ja erst seit rund drei Wochen zusammen. Und wenn dann das Tempo hoch ist, passieren eben Fehler. Ich finde, mit diesem Sieg haben wir gezeigt, wohin die Reise noch gehen kann.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5220602?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2447933%2F2352979%2F4850251%2F