Do., 19.10.2017

1. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke 23:23 in Ludwigshafen Remer rettet einen Punkt

Nils Torbrügge sorgte am gegnerischen Wurfkreis für Furore, erzielte vier Treffer beim wichtigen 23:23 des TuS.

Nils Torbrügge sorgte am gegnerischen Wurfkreis für Furore, erzielte vier Treffer beim wichtigen 23:23 des TuS. Foto: Eibner-Foto

Von Volker Krusche

Ludwigshafen/Lübbecke (WB). Es ist wieder nichts mit dem ersten Sieg des TuS N-Lübbecke in der laufenden Saison der 1. Handball-Bundesliga geworden. Aber verloren wurde das Kellerduell bei den Eulen Ludwigshafen auch nicht. Am Ende holte die Ziercke-Sieben beim Mitaufsteiger beim 23:23 (11:11) zumindest einen Punkt.

Tim Remer, mit acht Treffern erfolgreichster TuS-Werfer und in der kommenden Woche mit der holländischen Nationalmannschaft im WM-Quali-Einsatz, war sichtlich froh, dass man am Ende nicht mit leeren Händen dastand. Weil er 20 Sekunden vor Spielende den umjubelten Ausgleich erzielte. »Irgendwie war es ein komisches Spiel, weil beiden Seiten viele dumme Fehler unterliefen. Schön, dass ich heute der Mannschaft mal helfen konnte.«

Goldener Oktober für den TuS?

Goldener Oktober in Deutschland. Doch würde ihn auch der TuS N-Lübbecke vergolden? Diese Frage sollten 60 umkämpfte Minuten zweier Kellerkinder beantworten. Den besseren Start erwischten die Hausherren. Auch, weil der TuS in der Defensive noch nicht die richtige Abstimmung gefunden hatte und Peter Tatai zwischen den Pfosten nichts zu packen bekam. Nicht eine einzige Parade hatte sich der sonst als Rückhalt gefeierte Ungar gutschreiben lassen dürfen, was Trainer Aaron Ziercke nach nur neun Minuten dazu veranlasste, bei einer 6:4-Führung der Gastgeber, Joel Birlehm in den Kasten zu schicken. Und der fügte sich auch sofort hervorragend ein, verhinderte, dass Ludwigshafen beim 7:5 auf drei Tore enteilen konnte, als er einen Siebenmeter von Pascal Durak abwehrte und auch noch dessen Nachwurf spektakulär meisterte. Für den TuS schien das Signalwirkung zu haben. Denn fortan stand nicht nur die Abwehr besser, auch schaffte man es, den Rückstand binnen sieben Minuten in eine eigene 8:7-Führung (20.) umzudrehen. Allerdings unter gütiger Mithilfe der Matschke-Schützlinge, die sich acht Fahrkarten in Folge leisteten und den TuS förmlich dazu einluden, fortan mindestens ein gleichwertiger Gegner zu sein.

Ein echtes Kellerduell

Es entwickelte sich in der Folge ein echtes Kellerduell mit viel Kampf und (Angriffs-)Krampf. Beide Mannschaften nutzten weiterhin ihre Möglichkeiten nicht, liefen sich mehrfach fest, leisteten sich technische Fehler und vergaben die Chance, die gegnerische Vorgabe zu nutzen. Beim 9:8 waren die Eulen wieder vorbei, legten dann stets ein Törchen vor, das nach ein, zwei Ballverlusten auf beiden Seiten von den Lübbeckern wieder egalisiert wurde.

Die Ziercke-Mannen hatten einige Male ihre liebe Not mit der aggressiven und offensiven 6:0-Deckung der Hausherren, die bissig störte und den TuS bis an die Zeitspielgrenze trieb. Das zeigte sich auch in der Tatsache, dass Lübbecke bis zur Pause ganze drei Treffer aus der Distanz gelangen. Auf der anderen Seite machte die defensivere 6:0 der Gäste den Ludwigshafenern auch zu schaffen. Mit dem Pausenpfiff erzielte Tim Remer mit einem verwandelten Siebenmeter den bis dahin leistungsgerechten 11:11-Ausgleich.

Beim 14:12 Chance auf drei Tore

Nach dem Wechsel lag das Momentum zunächst beim TuS, der sich auf 13:11 absetzte und beim 14:12 die Chance besaß, auf drei Tore nachzulegen. Stattdessen aber rief das die Eulen wieder auf den Plan, die aus dem 13:15 ein 16:15 machten und fortan stets zwei Tore vorlegten. Lübbecke verkürzte zwar postwendend immer, lief dem Rückstand aber stets hinterher. Beim 22:22 sah Ante Kaleb »Rot«, was aber nicht weiter ins Gewicht fiel. Der starke Weber sorgte für das 23:22 der Hausherren. Und als Bagaric verwarf, hatte Durak die Chance zur Entscheidung. Doch der in den letzten drei Minuten ins Tor gerückte Peter Tatai erhielt mit seiner einzigen Parade die Chance auf was Zählbares, das Tim Remer dann perfekt machte. Ein letzter Direktfreiwurf der Gastgeber wurde vom TuS geblockt.

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