Fr., 03.11.2017

1. Bundesliga: Moritz Schade trifft mit dem TuS auf die Füchse Berlin Gegen die alten Kumpels

Moritz Schade freut sich auf ein Wiedersehen mit seinen alten Weggefährten, wenn er Sonntag mit dem TuS auf die Füchse trifft.

Moritz Schade freut sich auf ein Wiedersehen mit seinen alten Weggefährten, wenn er Sonntag mit dem TuS auf die Füchse trifft. Foto: Göbel

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Zweites Sonntagsspiel für den TuS N-Lübbecke. Und was für eins! Mit den Füchsen Berlin wird um 12.30 Uhr nicht nur der aktuelle Tabellenführer der 1. Handball-Bundesliga, sondern werden auch die Emporkömmlinge der laufenden Saison in der Merkur-Arena vorstellig.

»Wenn nicht jetzt, wann dann?« Der Weltmeister-Song von 2005 bringt die Hoffnung der Lübbecker Handballer zum Ausdruck, trotz des ungeliebten Sonntagmittag endlich mal wieder mehr als die enttäusche Zahl von etwas mehr als 1300 Zuschauer in der Halle begrüßen zu können. Immerhin stellen die Füchse derzeit das wohl interessanteste Team der Liga dar. »Die sind für mich aktuell eine Meisterschafts-Kandidat«, schickt Trainer Aaron Ziercke ein dickes Kompliment in die Hauptstadt. »Vielleicht gibt es zwischen ihnen und den Rhein-Neckar Löwen noch eine kleine Lücke an Souveränität. Aber keine Frage, Berlin steht völlig zurecht ganz oben.« Am Anfang der Saison hätten die Berliner noch etwas unter der großen Verletzungsmisere gelitten, »inzwischen sind aber fast alle Mann wieder an Bord, was nun auch spielerische Highlights garantiert. Das ist schon ein echtes Brett, das die auf die Platte bringen.«

»Mit Kevin Struck habe ich mir im Internat das Zimmer geteilt«

Einer kennt die kommenden Gast ganz besonders gut: Moritz Schade. Der 21-Jährige kommt nämlich aus dem Fuchsbau, spielte in der A- und B-Jugend gemeinsam mit dem einen oder anderen Berliner Leistungsträger. »Mit Kevin Struck habe ich mir im Internat das Zimmer geteilt, Paul Drux und Fabian Wiede waren meine Zimmernachbarn«, so der Lübbecker Kreisläufer. Natürlich sei es etwas Besonderes, auf die alten Mitstreiter zu treffen. »Kontakt habe ich aber nur noch mit Bob.« Manager Bob Hanning habe ihn damals in der B-Jugend trainiert. »Wir telefonieren alle drei, vier Wochen miteinander und tauschen uns aus.«

Für seinen aktuellen Trainer Aaron Ziercke ist Moritz Schade ein Jahr zu spät nach Lübbecke gekommen. »Wir wollten ihn schon in der 2. Liga, aber da hat er sich für Dessau entschieden.« So kam der Junioren-Nationalspieler dann erst in diesem Sommer zum TuS. »Mit seiner Entwicklung bin ich sehr zufrieden. Er bekommt vorne wie hinten seine Spielanteile, von denen er sich natürlich noch mehr erkämpfen kann. Dazu mus er sich dann entsprechend empfehlen.« Schade habe sich im Stellspiel in der Abwehr und in seinem Kreisläuferspiel weiterentwickelt. »Er muss vielleicht noch etwas ruhiger werden, mehr Geduld haben, gerade auch bei den von ihm zu stellenden Sperren«, so Ziercke weiter über seinen Schützling.

»Nach dem Füchse-Spiel gibt es keine Ausreden mehr«

Der hat in Dessau eine ähnliche Situation durchgemacht, wie jetzt mit dem TuS. »Damals lief es zunächst nicht nach Wunsch. Aber wir haben auf Geduld und Kontinuität gesetzt. Genau das müssen wir auch hier machen. In Dessau habe ich gelernt, mit Phasen der Erfolglosigkeit umgehen zu können. Nach dem Füchse-Spiel gibt es für uns aber keine Ausreden mehr. Da müssen wir liefern.«. Während der ersten Monate in Lübbecke habe er viel dazugelernt. »Ich wollte die Umstellung 1. Bundesliga. Dafür arbeite ich. Ganz nach dem Motto: lernen und aufsaugen!«

Doch auch mit Blick auf den kommenden, ihm sehr gut bekannten Gegner gibt sich der bis 2019 in Lübbecke unter Vertrag stehende Moritz Schade kämpferisch. »Wir müssen sehen, dass wir alles in die Waagschale werfen und so viel Selbstvertrauen wie möglich aus dem Spiel mitnehmen. Sollten die Füchse uns dann Angebote machen, müssen wir hellwach sein und zuschlagen.«

Remer muss drei Wochen pausieren

Ohne Kenji Hövels und ohne Tim Remer wird der TuS N-Lübbecke gegen die Füchse auflaufen. Während Hövels in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen wird, nachdem er zuletzt individuelles Ballarbeiten ohne Kontakt bestritt, wird Remer eine längere Zwangspause einlegen müssen. Der 32-Jährige war bei der niederländischen Nationalmannschaft umgeknickt und hatte sich ein Außenband im Sprunggelenk gerissen. Das wurde bei der Untersuchung am Donnerstag festgestellt. Am Freitag nun war Remer noch einmal zur Untersuchung beim Mannschafts-Orthopäden Dr. Michael Dickob. Neben dem massiven Umknicktrauma hatte man befürchtet, dass es auch zu einem kleinen Knochanbbruch gekommen sei. Das bestätigte sich aber nicht. Am Fuß wird eine Schiene angelegt. Remer soll in der kommenden Woche bereits wieder mit Fahrradfahr-Übungen beginnen können. »Ich hoffe, in zwei bis drei Wochen wieder in der Halle zu sein, um dann gemeinsam mit den Mannschaftskameraden wieder anzugreifen.«

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