Do., 09.11.2017

Kenji Hövels kehrt nach seinem Handbruch wieder zurück ins Team Spielintelligenz ist zurück

Kenji Hövels ist wieder zurück und sollte seinen Nebenleute bald wieder Hinweise geben.

Kenji Hövels ist wieder zurück und sollte seinen Nebenleute bald wieder Hinweise geben. Foto: Stefan Pollex

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Die Meisterschaftsrunde hatte gerade erst begonnen, da war sie – zumindest bis zum heutigen Tag – für Kenji Hövels auch schon wieder vorbei. Kurz vor Schluss des Derbys am 3. Spieltag in Minden zog sich der 24-Jährige einen Mittelhandbruch der Wurfhand zu. Das war am 3. September. Zehn Wochen später wird er wieder auf dem »Platte« stehen. Rechtzeitig für die »Wochen der Wahrheit« seines TuS N-Lübbecke.

»Der Arzt hat mir grünes Licht gegeben, dass ich wieder spielen darf«, freut sich Hövels, der trotz einer Größe von 1,80 Metern als Bundesliga-Handballer zu den Kleinsten seiner Zunft zählt. Aber genau diese Größe ist es, die ihm nicht nur Nachteile, sondern auch nicht zu verachtende Vorteile bringt. Klar, Sprungwürfe aus der zweiten Reihe zählen unbestritten nicht zu seinen Stärken, dafür aber verfügt er neben seinen schnellen, quirligen Bewegungen und seinen technischen Fertigkeiten auch über die im Team wohl größte Spielintelligenz. »Kenji weiß genau, was er machen kann und was nicht geht. Daraus resultierend setzt er seine Nebenleute wie kein Zweiter in unserer Mannschaft ein«, sagt sein Trainer Aaron Ziercke. Zudem verfüge er durch seine schnellen Wendungen über ein sehr gutes Eins-gegen-Eins-Spiel und gefürchtete Schlagwürfe.

»Man darf keine Wunderdinge erwarten«

Mit Blick auf die jüngsten Leistungen des Lübbecker Rückraums, die alles, nur nicht bundesligatauglich waren, dürfte man im Lager des TuS froh sein, Hövels endlich wieder dabei zu haben. Und wenn es vorerst auch nur im Training für das Spiel Sieben-gegen-Sieben ist.

Denn eines ist auch klar – und das macht Hövels mit Blick auf das so wichtige Gastspiel am Sonntag beim HC Erlangen deutlich –, »man darf von mit keine Wunderdinge erwarten. Ich werde mit Sicherheit jetzt nicht in jedem Spiel sieben, acht Tore machen. Man darf nicht vergessen, dass ich zehn Wochen lang keinen Ball in der Hand gehabt habe.«

»Ich will meinen Nebenleuten helfen«

Am Dienstag war der in Espelkamp wohnende Spielmacher ins Mannschaftstraining zurückkehrt. »Bis dahin habe ich nur ohne Kontakt trainiert. Nach dem Aufstieg hätte es für mich sicherlich optimaler laufen können. Ich hätte lieber in zehn Spielen schlecht als gar nicht gespielt. Klar hoffe ich, schnell wieder der Alte zu werden. Meine Beinarbeit ist absolut in Ordnung, aber ich muss jetzt erst mal ins Spiel zurückfinden, muss die richtigen Entscheidungen fällen können. Das wird noch etwas Zeit brauchen. Ich hoffe, dass bis zum Gummersbach-Spiel wieder alles richtig im Lot ist«, so Hövels realistische Einschätzung der Situation. »Ich will dann meinen Nebenspielern helfen, damit sie es bei der Findung der richtigen Entscheidung leichter haben. Das sehe ich als meine vorrangige Aufgabe an.«

Natürlich empfand es der gebürtige Berliner nicht unbedingt als prickelnd, die Spiele nur von der Tribüne aus zu sehen. »Aber man erkennt dort auch schon mal das eine oder andere, was man sonst nicht mitbekommt. Ich weiß selbst, dass es bei uns im Rückraum derzeit hapert. Ich glaube aber nicht, dass es an der Qualität unserer Spieler liegt.«

Sein Trainer Aaron Ziercke ist glücklich, Kenji Hövels wieder dabei zu haben. »Zunächst einmal habe ich eine Alternative mehr, im Training, wie im Spiel. Vor allen Dingen aber steht uns jetzt wieder ein ganz anderer Typ Mittelmann zur Verfügung. Einer, der eine hohe Spielintelligenz hat und weiß, wie er andere erfolgreich in Szene setzen kann.«

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