Sa., 11.11.2017

1. Handball-Bundesliga: Lübbecke will in Erlangen ersten Sieg holen Kampf auf Biegen und Brechen

Ob Kenji Hövels in Erlangen schon viele Spielanteile erhält, ist zweifelhaft.

Ob Kenji Hövels in Erlangen schon viele Spielanteile erhält, ist zweifelhaft. Foto: Oliver Schwabe

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Beide wollen, beide müssen – aber nur einer dürfte am Ende zufrieden sein. Wenn Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke am Sonntag beim HC Erlangen in Nürnberg gastiert, dann wollen beide Teams ihre Leidenszeit beenden. Lübbecke hofft auf den ersten Saisonsieg.

»Erlangen steht eindeutig mehr unter Druck als wir. Die hinken ihren Ansprüchen bislang deutlich hinterher, wollten sich in der Tabelle in Richtung Mittelfeld aufmachen. Daher muss ein Pflichtsieg gegen uns her, wir dagegen müssen nicht, wollen aber«, sieht TuS-Trainer Aaron Ziercke unterschiedliche Ausgangslagen. Wobei in einem Duell auf Augenhöhe nach elf Spielen ohne jeglichen Sieg auch im Umfeld der Gäste die Erwartungshaltung deutlich steigt. Das weiß man in Lübbecke natürlich nur zu gut. »Wir haben über den für uns so schlechten Spielplan und seine Auswirkungen genug geredet. Jetzt müssen Taten folgen. Und das geht in einem solchen Spiel sicherlich nicht mit Glanz«, weiß Ziercke. Er setzt ähnlich einem Derby gegen GWD auf eben die dort zumeist entscheidenden Faktoren wie Wille, Einsatz und Kampf. »Natürlich gepaart mit taktischer Disziplin und Konzentration im Abschluss. Da kommt man nicht ohne blaue Flecke aus der Halle!«

Schönheitspreise werden nicht vergeben

Natürlich ist mit starker Gegenwehr und deutlicher Präsenz durch die Kompaktheit des Gegner zu rechnen. Da müsse man 60 Minuten voll dagegen halten. »Die Erfolgsformel gilt wie für jedes andere Spiel auch: Wir müssen zunächst auf uns selbst schauen, brauchen wieder ein funktionierendes Zusammenspiel von Deckung und Torhüter und müssen vorn unser Spielsystem durchbringen.« Schönheitspreise werden nicht zu erwarten sein. »Es wird vielmehr ein Kampf auf Biegen und Brechen«, ist sich Coach Ziercke sicher.

Er hat ausgemacht, dass der HCE den Ball in der laufenden Saison bei weitem nicht so gut laufen ließe, wie noch in der zurückliegenden Spielzeit. »Da geht manchmal die Bewegung verloren. Genau das müssen wir auch schaffen.« Allerdings dürfte sich beim HC Erlangen durch den Wechsel von Trainer Robert Andersson, der im Sommer ohnehin aufgehört hätte, auf den bisherigen Hüttenberger Übungsleiter Adalsteinn Eyjolfsson das Gesicht verändern. Der Isländer agiert gern mit einer offensiveren, aggressiven Deckung, die aus dem 6:0 kommt und zu einer 5:1- oder 3:2:1-Variante wird. In der Kürze der Zeit dürfte das naturgemäß noch nicht optimal geklappt haben. Ein Ansatzpunkt für den zuletzt schwächelnden Lübbecker Rückraum, es diesmal deutlich besser zu machen und sich zu rehabilitieren. »Hier erwarte ich eine stärkere Vorstellung. Dazu müssen aber alle in Bewegung gebracht werden. Das hat zuletzt deutlich gefehlt«, so Ziercke.

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