Sa., 15.04.2017

11.659 Teilnehmer bei der 71. Auflage – Streckenrekord über zehn Kilometer Paderborner Osterläufer trotzen dem Wetter

Von Ludmilla Ostermann

Paderborn (WB). Trotz Kälte und Nässe: Der Paderboner Osterlauf wird am Samstag vor Ostern zum Publikumsmagnet. Ob im Fünf- oder Zehn-Kilometer-Lauf oder beim Halbmarathon – insgesamt 11.659 Teilnehmer gehen in der Domstadt an den Start. Die 71. Auflage erlebt starke Läufer aus Kenia und einen beeindruckenden Streckenrekord. 

Der Bambini-Lauf führt zunächst die Kindergartenkinder über eine 1,2 Kilometer lange Strecke. Hand in Hand mit Eltern ist der Weg schnell gemeistert. Gewinnen ist hier nicht wichtig. Der Weg ist das Ziel. Viele Nachwuchsläufer treten im Häschen-Outfit an. Der Osterhase hat Konjunktur.

Am Nachmittag starten die Grundschulkinder eine etwas längere Reise. 1,5 Kilometer gilt es zu bewältigen. Insgesamt 874 Kindergartenkinder sowie 782 Grundschulkinder sind beim Osterlauf auf der Rennstrecke unterwegs.

Fünf-Kilometer-Lauf

Eine Viertelstunde später müssen die Erwachsenen zeigen, wie gut sie trainiert haben in den vergangenen Wochen. Der Fünf-Kilometer-Lauf steht an. Mit dem Startschuss laufen 2832 Teilnehmer los, darunter 69 Special-Olympics-Starter.

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Jonas Simon vom LC Paderborn kann diesen bei den Männern für sich entscheiden. Nach 15 Minuten und 33 Sekunden erreicht er das Ziel. Zweiter wird Hendrik Pohle vom SV Brackwede (15:47 Minuten), als Dritter kommt Aron Weldergergis von Hamburg Running ins Ziel (16:11 Minuten).

Kathy Kessler vom Marathon-Club Menden führt die Frauen mit 18:34 Minuten an. Ihr folgen Kim Lassen von Hamburg Running (18:38 Minuten) und Malin Bokel vom LC Paderborn (18:41 Minuten). 

Lennart Rosen vom Prowerk Bethel hat bei den Special-Olympics-Teilnehmern die Nase vorn, gefolgt von Dennis Kastner von der GSL Benninghausen und Jim Bergen von den Schlosswerkstätten.

Zehn-Kilometer-Lauf

Mit 4634 Startern ist der Zehn-Kilometer-Lauf ausgebucht. Auch Elias Sansar, der mehrfache Hermannslaufsieger, ist um 12.40 Uhr an den Start gegangen.

Am Ende hat es für Sansar nicht gereicht. Die ersten Plätze unter den Männern gehen an Läufer aus Kenia. Ganz oben auf dem Treppchen landet Benard Kimeli mit der beeindruckenden Zeit von 27:18 Minuten – Streckenrekord und Weltjahresbestzeit! Es war das Europadebut des 23-Jährigen, der den alten Streckenrekord (27:47) von Carsten Eich aus dem Jahre 1993 brach. 

Platz zwei erreicht Benard Kipkemoi (28:12 Minuten). Platz drei geht an Amos Kibiwot Kurgat (28:55 Minuten). Als bester deutscher Läufer belegte Philipp Reinhardt vom LC Jena (29:27 Minuten) den neunten Rang.

Die Kenianerin Gladys  Kimaina läuft über die Ziellinie. Foto: Jörn Hannemann

Bei den Frauen gewinnt Gladys Kimaina aus Kenia ebenfalls in Streckenrekordzeit: 31:15 Minuten. Auf Platz zwei und drei folgen Sofiya Shemsu Chegen aus Äthiopien (31:23 Minuten) und Naom Jebet aus Kenia (31:49 Minuten). 

Über die Distanz von zehn Kilometern gewinnt Mario Morfeld von der GSL Benninghausen bei Special-Olympics-Teilnehmern, gefolgt von Dennis Klein und Dominik Osterburg vom gleichen Verein. Semira Kaya ist bei den Frauen für die Schlosswerkstätten angetreten. 

Inliner Halbmarathon

Um 14 starten die 387 Inlineskater ihren Lauf über die knapp 22 Kilometer. Zuerst ins Ziel rollt Fabian Dieterle vom SSF Heilbronn nach 37:45 Minuten. Philipp Forstner von Blau-Gelb Groß-Gerau ist knapp dahinter (37:47 Minuten), gefolgt von Markus Pape von LC Solbad Ravensberg (38:03 Minuten).

Bei den Frauen siegt Katharina Rumpus vom SSF Heilbronn (43:04 Minuten). Josie Hofmann vom RSV Blau-Weiß Gera belegt Platz zwei (43:05 Minuten), Platz drei Claudia Maria Henneken vom SSC Köln 1998 e.V. (43:09 Minuten). Claudia Pechstein landet in dieser Disziplin auf dem vierten Platz. Die prominente Starterin braucht für die Strecke 43 Minuten und 42 Sekunden.

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier mit Claudia Pechstein. Foto: Jörn Hannemann

Halbmarathon Läufer

Um 15 Uhr startet der letzte große Lauf beim Paderborner Osterlauf: der Halbmarathon. 1871 Teilnehmer gehen an den Start.

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Patrick Kimeli vom USC Heidelberg gewinnt die Strecke über knapp 22 Kilometer mit einer Zeit von einer Stunde, zwei Minuten und 25 Sekunden. Paul Muchemi Maina aus Kenia ergattert den zweiten Platz (1:02:38). Sein Landsmann Dickson Kurui (1:04:35) schafft es ebenfalls aufs Treppchen.

Schnellste Frau im Halbmarathon wird Tabitha Wambui Gichia aus Kenia (1:10:05). Eunice Mumbua Kioko erläuft den zweiten Platz (1:10:29), Mary Njoki Wanjiku den dritten. Auch die beiden sind Kenianerinnen.

Nordic Walking

Beim Walking mit Stöcken kommen die ersten Starter nach knapp einer halben Stunde ins Ziel. Schnellster Mann ist Martin Schüddekopf vom TSV Bentrup Loßbruch. Auf dem zweiten Platz landet Christof Mügge von der BSG der Sparkasse Paderborn-Detmold, Platz drei erreicht Peter Bürgel vom AS Neukirchen-Vluyn.

Schnellste Frau in dieser Disziplin wurde Sandra Hanusek vom Tri team TG Lage gefolgt von Hildegard Erdelt vom TSV Bentrup Loßbruch und Ina Hentzschel.

Robert Schulte von Tura Elsen entscheidet diesen Wettbewerb im Feld der Special-Olympics-Teilnehmer für sich. Sven Forsch vom Pro-Werk Bethel kommt als zweiter durchs Ziel, kurz darauf Sebastian Schulte von den Schlosswerkstätten. 

Schnellste Frau ist Emelie Steinhoff von den Schlosswerkstätten, Antonella und Angelika Lagana - ebenfalls von den Schlosswerkstätten - kommen an zweiter und dritter Stelle ins Ziel.

Alle Ergebnisse und Zeiten finden Sie hier.

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