Sa., 04.11.2017

Squasher Simon Rösner feiert am Sonntag seinen 30. Geburtstag Vom Talent zur Weltspitze

Simon Rösner während seiner ersten Saison für den Paderborner Squash Club.

Simon Rösner während seiner ersten Saison für den Paderborner Squash Club.

Von Matthias Wippermann

Paderborn (WB). Im September 2005 zog es Simon Rösner als 17-jähriges Talent von Würzburg nach Paderborn. Der Grund lag auf der Hand, er wollte für Deutschlands besten Squashclub spielen, den Paderborner SC. Zwölf Jahre und zwei Monate später gehört er zur Weltspitze. An diesem Sonntag feiert Rösner seinen 30. Geburtstag.

Simon Rösner im Europapokal-Glascourt. Foto: Wippermann

In den möchte er in der Nacht von Samstag auf Sonntag reinfeiern – wenn der Weltenbummler denn durchhält. Deutschlands Nummer eins ist gerade von den Qatar Classic zurückgekehrt, wo er (wie berichtet) erstmals in seiner Karriere im Halbfinale eines World-Series-Turniers der Professional Squash Association stand. »Das ist mein bislang größter Erfolg«, freute sich Rösner über das vorzeitige Geburtstagsgeschenk.

Weitere Präsente wird es auf der Party geben. »Ich feiere im Kreise meiner Freunde und Familie, die aus Würzburg kommt. Es soll diesmal etwas größer werden. Ich dachte mir, zum 30. kann man das mal machen«, berichtet er.

Wechsel von Würzburg

Natürlich dürfen dabei auch die Mitspieler und Vorstandsmitglieder des Paderborner SC nicht fehlen. Schließlich hat Rösner dem Verein sehr viel zu verdanken. »Die Art und Weise, wie ich damals als Jugendlicher in die PSC-Familie aufgenommen wurde, war ein Traum.

Die Verantwortlichen haben mir den Wechsel von Würzburg nach Paderborn so einfach wie möglich gemacht. Unter der Federführung von Andreas (Präsident Preising, Anm. der Redaktion) und Norman (Manager Farthing) tut der Verein alles für seine Spieler. Das ist wichtig, besonders im jungen Alter«, sagt der Weltranglistenzwölfte.

PSC-Manager Farthing: »Simon hat sich sehr professionell entwickelt«

Lob gibt es aber auch von der anderen Seite. »Simon hat sich sehr professionell entwickelt und arbeitet zielstrebig. Es steckt ja auch eine Menge Organisation und Logistik dahinter. Er verhält sich immer korrekt und lehnt sogar Turniere ab, um für das Paderborner Publikum Bundesliga zu spielen«, sagt Farthing. Rösner selbst meint zu diesem Thema: »Natürlich haben die PSA-Weltranglistenturniere für mich Priorität. Ich versuche aber alles in meiner Macht stehende, um für das Team da zu sein und zu spielen. Der Verein hat einen wichtigen Platz in meinem Sportlerherzen eingenommen.«

Als einen der schönsten Momente seiner Laufbahn bezeichnet Rösner den Gewinn der Goldmedaille bei den World Games im Juli, wofür er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet wurde. »Der Sieg war eine tolle Geschichte für Squash in Deutschland, noch nie wurde dieser Sport so ausführlich im Fernsehen übertragen. Wie nachhaltig das ist, muss sich zeigen«, sagt er. Vielleicht wird während der Olympischen Spiele 2024 in Paris noch ausführlicher berichtet. Rösner hat Hoffnungen, dass Squash dort zum olympischen Programm gehört. Im Alter von dann 36 Jahren könnte sich für ihn ein weiterer Traum erfüllen.

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