Do., 09.11.2017

Zweite Auflage der Gala des Reitvereins Paderborn Im Zeichen des Dressursports

Pia Piotrowski zählt in der Füllersheide zu den Favoritinnen.

Pia Piotrowski zählt in der Füllersheide zu den Favoritinnen. Foto: André Adomeit

Paderborn (WV). Am Samstag wird das Viereck in der Veranstaltungshalle des RV Paderborn für die zweite Auflage der Dressurgala geöffnet.

»Die Stimmung und der Sport waren im Vorjahr ganz hervorragend, und so waren wir uns in Abstimmung mit den engagierten Förderern und dem Organisationsteam einig: Das machen wir noch mal«, sagt der Vorsitzende Ulrich Böhne und ergänzt: »Wir hoffen darauf, dass sich das Konzept und die einmaligen Bedingungen herumsprechen und wir noch mehr Zuschauer gewinnen können. Es lohnt sich sicher, denn solch gehobener Sport ist in der Region selten zu sehen. Es wird sicher auch denen gefallen, die noch keine Dressurexperten sind.«

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Solch gehobener Sport ist in der Region selten zu sehen.

Ulrich Böhne

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In diesem Jahr kommt eine vierte Prüfung dazu, so dass jeweils zwei Prüfungen der Klasse M und zwei Prüfungen der schwersten Klasse ausgeschrieben wurden. Die Startplätze waren wieder heiß begehrt: Schon lange vor dem Nennungsschluss war das Turnier restlos ausgebucht. Der Reitverein in der Stadtheide nutzt seine ganze Erfahrung als Veranstalter und ist mit seinen Vorbereitungen voll im Zeitplan. Vom Aufbauen des großen Vierecks und der Technik, dem Schmücken der ganzen Reitanlage über die Organisation von Meldestelle und Richtern bis zur Planung der Bewirtung für Reiter, Helfer und die zahlreichen erwarteten Zuschauern ist reichlich zu tun. Und alle tragen dazu bei, den Tag in der Füllersheide zu etwas Besonderem zu machen.

Die erste Prüfung startet um 9 Uhr und bereits dann wird es spannend. Die Höchstzahl von 30 zugelassenen Startern misst sich in einer Dressurprüfung der Klasse M. Die Aufgabe ist – wie alle Prüfungen des Tages – auswendig zu reiten, das heißt, die Starter müssen die vorgeschriebenen Lektionen wie Traversalen und fliegende Galoppwechsel aus dem Kopf an den richtigen Punkten im Viereck zeigen. Eine Übungs- und Konzentrationsaufgabe, die den Sportlern einiges abverlangt. Auch die vierbeinigen Athleten leisten auf diesem sportlichen Niveau einiges. Sie sollen die anspruchsvollen Lektionen im Schritt, Trab und Galopp locker und ausdrucksvoll zeigen, doch hinter der Eleganz im Viereck steckt harte Arbeit. Bis ein Dressurpferd sicher eine M-Dressur absolvieren kann, hat es bereits mehrere Jahre intensives Training hinter sich gebracht.

Zwei Prüfungen der schweren Klasse

Um 11.30 Uhr beginnt die Dressurprüfung der Klasse M** mit etwas höheren Anforderungen als die erste Prüfung. Für diese Aufgabe haben ebenfalls 30 Starter ihre Teilnahme angekündigt. Die Zuschauer können aus dem Reiterstübchen direkt in beide Reithallen schauen oder auf der bei Kälte beheizten Tribüne hautnah am Viereck sitzen.

Nach den beiden M-Dressuren wird es noch schwieriger, denn die um 14.30 Uhr folgende Prüfung ist der Klasse S wie »Schwer« zugeordnet. Um die hier geforderte Perfektion und Eleganz in allen Lektionen selbstverständlich zeigen zu können, brauchen Reiter und Pferd sehr viel Erfahrung und Vertrauen in den Sportpartner. Um den interessierten Zuschauern noch etwas näher zu bringen, wie eine Dressurprüfung gerichtet wird, hat sich der Veranstalter etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Am Beispiel der platzierten Teilnehmer aus dieser Prüfung wird der Chefrichter Klaus Harms ganz praktisch zeigen, worauf es in der Dressur ankommt. Diese interaktive Veranschaulichung erklärt, »was der Richter sehen will«.

Der Höhepunkt der Dressurgala 2017 beginnt um 18 Uhr, wenn mit dem Preis des Autohauses Fricke der Titelsponsor der Veranstaltung die S**-Dressur präsentiert. Auch hier war der Andrang auf die begrenzten Startplätze groß. Die Aufgabe in dieser schwersten Dressuraufgabe des Tages ist eine Intermediaire I, also eine Aufgabe nach internationalem Standard. Die Lektionen sind noch anspruchsvoller und in noch schnellerer Abfolge zu reiten. Dabei soll der Ritt dennoch leicht aussehen.

Pia Piotrowski und Lia Welschof im Mittelpunkt

 

Bekannte Sportler vertreten die Paderborner Region bei der Dressur-Gala: Neben der Trägerin des Goldenen Reitabzeichens, Pia Piotrowski (RV Altenautal), ist der Shooting-Star Lia Welschof den Kennern der heimischen Dressurszene ein Begriff. Die junge Sportlerin vom benachbarten Hövelhofer Reitverein ist amtierende Europameisterin der Junioren. Viele weitere Top-Reiter werden sich auf den Weg nach Paderborn machen. So tritt Anja Wilimzig mit Hengsten des Landgestütes Warendorf in den schwersten Prüfungen des Tages an. Selten wird in der Region Dressursport auf solch hohem Niveau gezeigt. Durch das kompakte Format mit einem Veranstaltungstag besteht die Möglichkeit, in kurzer Zeit viele außergewöhnlich gute Ritte zu sehen und das Beste für die Zuschauer kommt zum Schluss: Der Eintritt ist frei.

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