Fr., 29.09.2017

Auf Baskets-Neuzugang Armani Cotton wartet in Hamburg ein spezieller Auftrag Der besondere Basketballer

Armani Cotton wird von zwei Gegenspielern attackiert. Der Baskets-Neuzugang liebt das physische Spiel.

Armani Cotton wird von zwei Gegenspielern attackiert. Der Baskets-Neuzugang liebt das physische Spiel. Foto: Matthias Wippermann

Von Matthias Wippermann

Paderborn (WV). Er ist ein besonderer Basketballer für besondere Aufgaben. Auf Neuzugang Armani Cotton wartet im Zweitliga-Auswärtsspiel der Uni Baskets Paderborn an diesem Samstag (19.30 Uhr) bei den Hamburg Towers ein spezieller Auftrag.

»Armani bringt uns auf der Position drei mehr Dynamik und Physis als in der vergangenen Saison. In Hamburg kommt es für ihn zu einem spannenden Match-up gegen Jonathon Williams. Der hat uns in der Vergangenheit immer Probleme bereitet – in der zurückliegenden Serie für Kirchheim und auch davor, als er schon für Hamburg spielte«, sagt Headcoach Uli Naechster und geht ins Detail: »Armani ist aggressiv in der Verteidigung und geht hart zum Rebound. Ich hoffe, dass er Williams nicht zur Entfaltung kommen lässt.«

Die positive Stimme in der Umkleidekabine

Aber nicht nur auf dem Feld – auch außerhalb kommen Cottons besondere Charaktereigenschaften zur Geltung. »Er ist ein offener und gesprächiger Typ mit vielseitigen Interessen. In der Umkleidekabine ist er unsere positive Stimme«, beschreibt Naechster den noch 25-jährigen US-Amerikaner, der an diesem Sonntag seinen 26. Geburtstag feiert.

Vorgezogenes Geburtstagsgeschenk in Form eines Auswärtssieges?

Was wäre da schöner, als schon am Samstag ein vorgezogenes Geschenk in Form eines Auswärtssieges zu erhalten? Doch nicht nur nach der 67:83-Auftaktniederlage der Uni Baskets gegen Crailsheim und dem 70:58-Erfolg der Hamburg Towers in Hanau sind die Rollen am zweiten Spieltag klar verteilt. Das weiß auch Naechster: »Hamburg erzeugt viel Druck auf den Ball und spielt physisch stark. Da die Towers in Hanau nur 58 Punkte zugelassen haben, scheinen sie daran anzuknüpfen. Für uns war in den vergangenen zwei Jahren in Hamburg nichts zu holen – nicht mal ansatzweise. Das soll sich jetzt ändern.«

Der besondere Basketballer Cotton hat auch schon eine Vorstellung, wie dies geschehen soll: »Wir müssen in der Defense härter arbeiten und uns gegenseitig besser helfen. In der Offense hatten wir im ersten Saisonspiel eine unglaublich schlechte Quote, diesmal müssen wir dafür sorgen, dass die Würfe fallen.« Seine eigene Leistung gegen Crailsheim bezieht er in die Kritik mit ein. »Vielleicht war ich ein wenig übermotiviert. Ich muss mich wieder auf das Wesentliche fokussieren.«

Dafür, dass Nachwuchsspieler nicht nur auf die Basketballkarriere ihren Fokus legen, sorgt Cotton in den Camps, die er in seiner Heimat ins Leben gerufen hat. »Ich versuche da, den Sport mit Bildung und Persönlichkeitsentwicklung zu kombinieren«, erklärt der in New York geborene Yale-Absolvent. Auch das passt zu diesem besonderen Basketballer.

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