Mo., 23.10.2017

Uni Baskets geben das Spiel gegen Chemnitz nach der Pause aus der Hand Es gibt noch viel zu tun

Devonte Brown und Uli Naechster widmen sich sofort der Spielanalyse.

Devonte Brown und Uli Naechster widmen sich sofort der Spielanalyse. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Nach zwei Arbeitssiegen gegen Nürnberg und in Ulm ist die Mini-Serie der Uni Baskets wieder gerissen. Das Team von Headcoach Uli Naechster verlor das Heimspiel gegen die Niners Chemnitz mit 78:84 (39:42) und bekam vor Augen geführt, dass es auf dem Weg zu einer gut funktionierenden Einheit noch jede Menge zu tun gibt.

Zwar machte Rodrigo Pastore, der argentinische Trainer der Südwestsachen, den Verlierern fleißig Komplimente, sprach von einer »wirklich sehr, sehr guten Leistung« des Gegners, aber die Verantwortlichen und Spieler der Uni Baskets werden dieses übertriebene Lob angemessen einzuordnen wissen. Naechster wähnt sich auf einem guten Weg, sieht aber auch noch viele Punkte, die es zu besprechen gilt. Und die gibt es auf beiden Seiten des Feldes. In der Offensive zeigten die Gastgeber, dass sie noch zu sehr von Einzelaktionen leben, in der Defensive waren sie der wesentlich strukturierteren Vorstellung des Halbfinalisten der Vorsaison in den entscheidenden Phasen schlicht und einfach noch nicht gewachsen.

Kuhle glänzt in der ersten Halbzeit mit 14 Punkten

Dass die Gastgeber vor 1287 Fans im Sportzentrum Maspernplatz in Hälfte eins bis auf 26:19 (11.) davonzogen und zur Pause nur knapp zurücklagen, hatten sie vor allem Maxi Kuhle zu verdanken. Von der Bank kommend, verwandelte der Guard drei Dreier und sammelte in gut zwölf Minuten Einsatzzeit satte 14 Zähler. Nach Wiederbeginn aber gerieten die Baskets schnell mit 41:50 in Rückstand (24.) und so blieb ihnen nichts anderes mehr übrig, als sich in der einen oder anderen Aufholjagd zu üben. Das übernahmen der spätere Topscorer Devonte Brown, der 15 seiner 22 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielte, aber auch Armani Cotton, der die Hausherren nach einem 54:67-Rückstand (32.) mit drei Dreiern in Serie und in nur 40 Sekunden noch einmal auf 63:69 heranbrachte (33.). »Es spricht für die Moral der Jungs, dass sie zu keinem Zeitpunkt aufgesteckt haben«, sagte Naechster.

Ex-Paderborner Fleischmann macht den Deckel drauf

Der Eindruck, dass die Chemnitzer sich den Sieg nehmen lassen könnten, entstand aber nicht mehr. Dafür fiel es den Gästen um ihren Topscorer Joe Lawson (27 Punkte, 3/7 Dreier) viel zu leicht, immer wieder ihre Distanzschützen in Szene zu setzen und spätestens nach einem Dreier des einstigen Paderborner Kapitäns Michael Fleischmann zum 64:75 (38.) hatte die bessere Mannschaft an diesem Abend die Verhältnisse geklärt.

»Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt, der jeden Fehler eiskalt bestraft hat. In der Verteidigung hat uns allerdings in einigen Momenten der letzte Biss gefehlt, um den einen Schritt extra zu machen«, sagte Naechster. Es gibt noch viel zu tun, erst recht beim Blick auf den nächsten Gegner, denn im Mittelteil des Heimspieltriples erwarten die Uni Baskets am kommenden Samstag den ungeschlagenen Primus Vechta.

 

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