Mo., 30.10.2017

Uni Baskets verlieren 60:87 gegen Zweitliga-Primus Vechta – hitzige Pressekonferenz Naechster lässt Dampf ab

Uli Naechster blickt angesäuert auf das Spielfeld: Nach der 60:87-Niederlage gegen Vechta war der Baskets-Headcoach noch geladener, aber nicht wegen der Leistung seines Teams, sondern aufgrund einiger Fragen in der Pressekonferenz.

Uli Naechster blickt angesäuert auf das Spielfeld: Nach der 60:87-Niederlage gegen Vechta war der Baskets-Headcoach noch geladener, aber nicht wegen der Leistung seines Teams, sondern aufgrund einiger Fragen in der Pressekonferenz. Foto: Matthias Wippermann

Von Matthias Wippermann

Paderborn (WB). Das Spiel hat seinen erwarteten Verlauf genommen. Zweitliga-Spitzenreiter Rasta Vechta setzte die Uni Baskets von Beginn an unter Druck und erarbeitete sich schnell einen hohen Vorsprung. Am Ende verloren die Paderborner mit 60:87 (24:43). Das Nachspiel war so aber nicht zu erwarten.

Während es vor dem Sportzentrum Maspernplatz stürmte und regnete, zog auch drinnen ein Unwetter auf. Baskets-Headcoach Uli Naechster ließ verbal Dampf ab. Grund war allerdings nicht die Leistung seines Teams, sondern die Fragen, mit denen er in der seit dieser Saison für alle Zuschauer zugänglichen Pressekonferenz konfrontiert wurde.

Naechster: »Keiner meiner Jungs hat sich aufgegeben«

Erster Stein des Anstoßes war die Aussage von Hallensprecher und PK-Moderator Olaf Port, der äußerte, dass er bei den meisten Baskets-Spielern den nötigen Biss vermisste und sie auf ihn teilweise sehr lethargisch wirkten. »Ich weiß nicht, ob ich diesen Eindruck exklusiv hatte«, meinte Port und Naechster entgegnete: »Den Eindruck hattest du exklusiv. Wenn man lethargisch gegen Vechta spielt, verliert man mit 60 Punkten Unterschied und nicht mit 27. Keiner meiner Jungs hat sich aufgegeben, das lasse ich nicht auf ihnen sitzen.«

Zweiter Aufreger war der Baskets-Umgang mit dem Ausfall von Spieler Maximilian Kuhle. Der Guard war zwar wie Luca Kahl, der ebenfalls nicht zur Verfügung stand, auf der Anzeigetafel im Kader vertreten, aber nicht in der Halle. Man hätte doch verkünden müssen, dass und warum Kuhle nicht konnte, meinte Ehrenpräsident Hans-Peter Götz. »Es sind ja alles Profis hier und die werden immer gläserner. Sie verdienen ja auch Millionen und man muss daher auch alles über sie wissen. Es ist ganz einfach. Maximilian Kuhle fiel in der Woche mit Magen-Darm für zwei Trainingseinheiten aus. Er ist dann wieder eingestiegen, fühlte sich aber heute morgen nach dem Shootout so schlecht, dass er sich abgemeldet hat. Demnächst gebe ich einen Mail-Verteiler raus, damit auch ja alle bescheid wissen«, erzürnte sich Naechster. Es sei nicht die Aufgabe des Trainers, sondern des Hallensprechers, dies zu verkünden, damit die Zuschauer in der Halle bescheid wüssten, sagte daraufhin Götz. Darüber, dass Kuhle zwei Trainingstage ausfiel, hatte diese Zeitung übrigens exklusiv berichtet.

Der Spielverlauf ist schnell geschildert: Vechta verteidigte druckvoll, zwang Paderborn somit zu Fehlern und kam zu einfachen Punkten. Schon am Ende des ersten Viertels lagen die Uni Baskets mit 9:20 hinten, zur Halbzeit mit 24:43. Der höchste Rückstand betrug 32 Punkte (42:74, 32. Minute), am Ende verloren die Uni Baskets mit 60:87. Paderborns Topscorer waren Morgan Grim und Georg Voigt­mann mit je 13 Zählern, ebenfalls zweistellig punktete Armani Cotton (12). Bester Werfer der Niedersachsen war Seth Hinrichs mit 20 Punkten. »Gegen so eine Verteidigung ist es immer schwer. In dieser Liga ist es die aggressivste, die es gibt. Vechta stand in jedem Passweg, wodurch wir viel zu schnelle Turnovers hatten«, meinte Voigtmann.

Am Reformationstag zuhause gegen Ehingen

Naechster äußerste sich natürlich auch zum Spiel: »Wir haben im ersten Viertel deutlich die Grenzen aufgezeigt bekommen. Vechta hat sehr überzeugend gespielt. Wir waren gut auf den Gegner vorbereitet, aber du kriegst die Qualität nicht weg. Die vielen Ballverluste taten uns weh«, sagte er und lenkte schnell den Fokus auf das nächste Heimspiel an diesem Dienstag gegen das Team Ehingen Urspring (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz). »Wir müssen das Spiel schnell abhaken und gegen Ehingen die Punkte holen, die wir holen müssen.«

Das waren seine Worte, bevor er auf die Nachfragen klar Stellung bezug. Ein Statement sportlicher Art können die Uni Baskets am Abend des Reformationstages abgeben.

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