Fr., 10.11.2017

Wegen Cooper-Abschied: Uni Baskets auf der Suche nach dem nächsten Matt Vest In der Bringschuld

Ein Ex-Paderborner: Thomas Cooper hat sich in der Pro A nicht durchgesetzt.

Ein Ex-Paderborner: Thomas Cooper hat sich in der Pro A nicht durchgesetzt. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Der unangenehm zu werden drohende Vergleich mit seinem gefeierten Vorgänger bleibt Thomas Cooper erspart. Die Uni Baskets hatten den 25-jährigen US-Boy als Nachfolger von Matt Vest verpflichtet. Letztgenannter kehrt am Samstagabend (19.30 Uhr) mit den Rheinstars Köln an seine alte Wirkungsstätte zurück, wird seinen Erben da aber schon nicht mehr antreffen.

Direkt nach dem Offenbarungseid in Form der 53:67-Niederlage in Hanau hatte Paderborns Headcoach Uli Naechster noch betont, dem aktuellen Kader und damit auch Cooper weiterhin vertrauen zu wollen. Dann aber ging doch alles ganz schnell. »Wir, Geschäftsführer Dominik Meyer, der Beirat und ich, haben uns am Montag noch einmal intensiv beraten und sind zu dem Entschluss gekommen, uns von Thomas zu trennen. Das, was er in den vergangenen drei Spielen gezeigt hat, war doch eher ein Schritt zurück«, sagt Naechster.

Sechs Kandidaten auf der Liste

Der hat dagegen trotz der durchweg dürftigen Darbietungen weiterhin eine Top 8-Platzierung im Visier und »wenn wir wirklich noch die Play-off-Ränge angreifen wollen, war es jetzt an der Zeit zu sagen, dass wir mehr Qualität in den Kader bringen müssen«.

Die Suche nach Ersatz läuft – wie berichtet – längst auf Hochtouren. Ein halbes Dutzend Kandidaten hat der Trainer und Sportdirektor in Personalunion auf der Liste. Das Anforderungsprofil hat er dem Zeitpunkt angepasst. Ausschau gehalten wird nicht nach einem weiteren Rookie, sondern nach einem Akteur, der entweder die Pro A oder aber zumindest einen der Paderborner Spieler näher kennt. »Wir müssen jetzt jemanden finden, der nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zu 100 Prozent ins Team passt und nicht einen, der uns noch einmal alles durcheinanderwirbelt«, sagt der Coach. Wie einen Matt Vest zum Beispiel, der vor zwei Jahren den ebenfalls sehr glücklosen Mangisto Arop ablöste.

Youngster Jostmann rückt in den Kader

Doch egal wen die Uni Baskets – idealerweise noch vor dem übernächsten Heimspiel gegen die Gladiators Trier (18. November) – verpflichten, allein mit dem Austausch von Thomas Cooper gegen Mister X wird es nicht getan sein. »Wir haben der Mannschaft klar gemacht, dass sie sich nicht hinter dem Neuzugang wird verstecken können. Stattdessen erwarten wir von jedem, dass er einen Schritt nach vorne macht, denn individuell und vor allem auch als Team kann niemand mit dem zufrieden sein, was wir bislang abgeliefert haben. Wir sind in der Bringschuld«, sagt Naechster.

Klare Worte, die zumindest im Training ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Zwar musste Maxi Kuhle am Mittwoch und Donnerstag erkältet passen, der gesunde Rest aber zeigt, dass er verstanden zu haben scheint. »Die Jungs demonstrieren eine große Bereitschaft, es viel besser machen zu wollen«, sagt der Headcoach. Für Thomas Cooper rückt Melvin Jostmann in den Kader. Der 17-Jährige muss den Vergleich mit Vest nicht fürchten.

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