Do., 14.06.2018

Alexander Zverev kommt als die Nummer drei der Welt nach Halle Die Zukunft hat schon begonnen

Grund zur Freude hat Alexander Zverev: Der deutsche Tennisprofi ist mit 21 Jahren die Nummer drei der Weltrangliste.

Grund zur Freude hat Alexander Zverev: Der deutsche Tennisprofi ist mit 21 Jahren die Nummer drei der Weltrangliste. Foto: dpa

Halle (WB). Er ist der Shootingstar der Tenniswelt. Und mit 21 Jahren bereits die Nummer drei der Rangliste. Noch aber gilt Alexander Zverev als Kronprinz in der Thronfolge der Tennisregenten Roger Federer und Rafael Nadal. Doch das dürfte sich eines Tages ändern.

Bei den French Open in Paris gelang der deutschen Nummer eins zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier der Sprung in ein Viertelfinale – der nächste Schritt auf der Erfolgsleiter. Die hat Zverev bislang Stufe um Stufe erklommen.

2017 Durchbruch auf Masters-Ebene

Steckbrief

Nationalität: Deutscher

Alter: 21 Jahre

Geburtsort: Hamburg

Größe: 1.98 Meter

Profi seit: 2013

Höchste ATP-Platzierung: 3 (6. November 2017)

Aktuell in der Weltrangliste: 3

ATP-Turniersiege: 8

Bisheriges Preisgeld: 10.816.252 US-Dollar

Bilanz GWO: Finalist 2017, 2016; Achtelfinalist 2015

Erfolge 2018: Sieger Madrid, München; Finalist: Rom; Miami; Halbfinalist: Monte Carlo; Viertelfinalist French Open

Erfolge 2017: Sieger Montreal, Washington, Rom, München; Finalist Halle, Halbfinalist Peking, s-Hertogenbosch

Erst gewann er kleinere Events in St. Petersburg, Montpellier und München, dann gelang 2017 der Durchbruch auf Masters-Ebene – in Rom und Toronto. In diesem Jahr

bestätigte er die Erfolge und holte sich in Madrid seinen nächsten Masters-Titel. Insgesamt hat der jüngere Zverev – sein Bruder Mischa schlägt auch in Halle auf – bereits acht ATP-Turniere gewonnen.

Und in Zukunft? Da dürfte Zverev eher früher als später reif für einen Grand-Slam-Titel sein. Es wäre der erste im deutschen Männertennis seit den seligen Zeiten von Boris Becker und Michael Stich.

Doch noch ist es nicht so weit. In Paris war für Zverev unter den besten Acht erst einmal Endstation, weil sein Kumpel Dominic Thiem zu stark war und eine Verletzung im linken Oberschenkel zu heftig. Der junge Deutsche litt gegen den Österreicher nach zuvor drei Fünf-Satz-Partien, doch aufgeben wollte er sein 236. Profimatch auf keinen Fall.

Warum? Zverev erklärte es, als es vorbei war: »Ich wollte nicht zum ersten Mal in meiner Karriere rausziehen – in einem Viertelfinale eines Grand Slams.« Und: »Ich wollte Dominic die Anerkennung geben.«

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»Ich mag es nicht, wenn Spieler bei jeder Kleinigkeit den Physio holen. Wenn ich mal den Physio hole, habe ich auch wirklich etwas.«

Alexander Zverev

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Zverev sagte außerdem: »Ich mag es nicht, wenn Spieler bei jeder Kleinigkeit den Physio holen. Wenn ich mal den Physio hole, habe ich auch wirklich etwas.« Deshalb ist allerdings auch fraglich, in welcher Verfassung er trotz des bis einschließlich 2020 besiegelten Drei-Jahres-Vertrags mit Turnierdirektor Ralf Weber im Gerry-Weber-Stadion antritt.

»Ich kann es kaum erwarten, wieder in Halle aufzuschlagen. Es ist eines meiner Lieblingsturniere auf der Tour«, betont der Hamburger gern: »Meine gesamte Familie und unser Trainerteam fühlen sich total wohl in Halle.«

Zverev hat zuletzt zweimal das Finale erreicht, war 2016 aber an Florian Mayer und 2017 an Roger Federer gescheitert. »Ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren wieder die Chance bekomme, das Endspiel zu erreichen, um dann auch den Pokal zu gewinnen«, sagt Zverev und ergänzt: »Das ist mein Ziel.«

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