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Di., 15.07.2014

Born: »So kann er den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen« SCP verleiht ten Voorde nach Dordrecht

Rick ten Voorde beim SCP-Spiel gegen Osnabrück an der Bremer Brücke (12. Juli).

Rick ten Voorde beim SCP-Spiel gegen Osnabrück an der Bremer Brücke (12. Juli). Foto: Stefan Hörttrich

Paderborn (dpa/WB). Fußball-Bundesligist SC Paderborn verleiht seinen niederländischen Profi Rick ten Voorde für ein Jahr in seine Heimat.

Dort schließt sich der U-21-Nationalspieler nach Vereinsangaben vom Dienstag dem Aufsteiger FC Dordrecht an.

Ten Voorde kam zur Saison 2013/14 aus den Niederlanden nach Paderborn. Er hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016.

In der zurückliegenden Aufstiegsspielzeit bestritt ten Voorde 13 Einsätze für den SC Paderborn in der 2. Bundesliga und erzielte zwei Tore.

»Der FC Dordrecht ist ein aufstrebender Verein, in dem Rick voraussichtlich mehr Spielanteile bekommen wird. So kann er den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen«, wird Manager Michael Born in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Kommentare

Naja

Ich sagte selber, dass ich die Preise für "grenzwertig" halte. Und eine Diskussion (unter Mitgliedern), ist durchaus legitim. Ich frage mich nur, wo die Neumitglieder, die jetzt auf den Erfolgszug aufspringen vorher waren. Und warum sind die Leute in England bereit, viel höhere Preise zu bezahlen. Warum ist angeblich echten Fans eine Dauerkarte für 17 (!!!) Heimspiele nicht mehr wert als eine (!!!) Konzertkarte für drittklassige Kapellen, die gerade mal einen kurzfristigen Erfolg durch dumme Lieder haben? Warum verzichtet ein echter Fan nicht notfalls für 17 (!!!) Heimspiele - für ein ganzes Jahr Party - auf einen (!!!) Urlaub, wenn die Kohle sonst nicht reicht?!

Die Zahlen sprechen folgende Sprache

Bleiben wir bei den Fakten und vergleichen Äpfel mit Äpfeln (DK ohne Mitgieldschaft) und nicht Äpfel mit Birnen (DK mit Mitgliedschaft gegen DK ohne Mitgliedschaft):

Ich hatte letzte Saison eine DK Block P. Für diese musste ich nun als Nichtmitglied 255 € zahlen. In Freiburg hätte diese Karte vergleichbare Kategorie 180 € gekostet. Paderborn ist somit 42 % teuerer. Die Südtribüne (vergleichbar bei uns mit der Nordtribüne) hätte in Freiburg 165 € gekostet, bei uns ebenfalls 255 €., also fast 55 % mehr. Freiburg ist von den Bundesligisten eher in die Kategrorie des SCP einzuordnen, als der BVB oder Bayer.

Wie gesagt, der SCP macht vieles richtig, bei den Kartenpreisen wurde über das Ziel hinausgeschossen, das sollte angesprochen werden. Der Verein schadet sich damit auf Dauer selbst. M.E. sollte man die Preise zumindest den Mitgliedern erklären.

Zu ten Voorde: Hier bin ich bei Ihnen, alles richtig gemacht. Ten Voorde wird seinen Weg gehen!

Man muss die Preise kritisch sehen

Natürlich sind die Fans bereit, für vermeintlich eine Saison die Preise zu zahlen. Ein Verein muss aber nachhaltig agieren. Steigen wir sofort wieder ab, haben wir nichts gewonnen und begrüßen gegen Sanhausen wieder nur 5.000 Zuschauer. Das muss nicht sein und hängt ganz sicher mit der Preisgestaltung zusammen. Hätte man sich, wie nach außen auch dargestellt, tatsächlich preislich im unteren Mittelfeld eingeordnet, wäre man ungefähr auf dem Niveau des SC Freiburg gelandet, was 100 % O.K. gewesen wäre.

So steckt man ca. 500 Tsd. € zusätzlich ein, ist teuerer als der BVB oder Bayern. OK, ohne das Zusatzgeld wäre womöglich ein Duksch oder Kutschke nicht nach PB gekommen. Ich hätte aber lieber auf einen der Spieler verzichtet und dafür die Zuschauer mit fairen Preisen gebunden und motiviert!! Der SCP macht sehr viel richtig, in diesem Fall hat er aber einen nicht unerheblichen Fehler gemacht. Aus meiner Sicht sollte man als Verein die Preise zumindest den Mitgliedern erklären!

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache

@Solneman

Naja, die Zahlen des Vorverkaufs sprechen eine andere Sprache. Ich finde, als SCP-Fan sollte dieses einmalige Jahr (mal sehen, ob es davon mehr geben wird) die 221,-€ wert sein. Wer unbedingt sitzen muss, für den gab es die Finke-Karten.
Ich erinnere mich daran, dass vor wenigen Monaten nur 2.000 Mitglieder, 3.500 DK und 7.000 Stammzuschauer den Weg zum SCP fanden.
Alle anderen, die jetzt "neu" bei den DK dazu kommen, die sollten erst mal ruhig sein, bevor sie sich zum "Fan-Anwalt" aufspielen. Die hatten doch bisher auch nichts mit dem SCP am Hut!

Ich fand die Erhöhung auch grenzwertig, aber jeder SCP-Fan hatte die Möglichkeit, DK und Mitgliedschaft schon seit Jahren zu haben. Dann hätte er auch kein Problem mit seinen Karten. Und wenn Leute meinen, sie (und ihre Kinder) müssten unbedingt sitzen, dann kann ich nur sagen, dass es bis in die 80er Jahre Sitzplätze kaum gab. Da ging das auch ohne! Und für Kinder gibt es für 7,50€ den Kinderclub! Dazu REWE-Karten für Familien. Bei einem begrenzten Angebot finde ich, sind die Möglichkeiten ausreichend vorhanden!

Jedenfalls finde ich es richtig, wenn man die Perspektivspieler für die 2. Liga (Sané und ten Voorde) nun ausleiht, um sie stärker in einem Jahr zurück zu bekommen...

Fast alles richtig

Vieles ist richtig, was Sie geschrieben haben.
Trotzdem gehe ich mit gemischten Gefühlen in die neue Saison.
Schauen wir zurück: Was hat den SCP in den letzten Spielen zum Aufstieg verholfen: Teamgeist, unbändiger Wille und der Schulterschluss mit den Fans. Um in BL 1 bestehen zu können, wird genau das wieder notwendig sein. Die bisherigen Vorbereitungsspiele hingegen lassen die beiden erstgenannten Punkte bislang vermissen. Und der Schulterschluss mit den Fans wird durch die Preisgestaltung nicht gerade gefördert. Ein aus meiner Sicht großer Fehler, die Preise derart anzuziehen. Denn mit den Mehreinnahmen mag man vielleicht einen Spieler zusätzlich finanzieren, ob uns dieser Spieler aber nun mehr bringt, als ein zumindest angeschlagenes Verhältnis zur Fanbasis (durch die Preise), mag ich arg anzweifeln. Zum Endspurt hat einer unserer wichtigsten Spieler mit Wemmer letzte Saison gefehlt. Das konnte aber kompensiert werden, da die genannten Faktoren vorhanden waren. Ich kann nur hoffen, dass auch in BL der Funke schnell rüberspringt, sonts helefen und die neuen Spieler auch nicht zum Klassenerhalt.

Gute Arbeit - gute Transfers

Glücklicherweise sind wir momentan wirklich gut aufgestellt. Wir haben eine Vereinsspitze mit echtem Sachverstand, einen sportlichen Leiter, der in der großen Mehrzahl hervorragende Transfers getätigt hat, eine Geschäftsstelle, die mit vergleichsweise geringem Personal die Mehrbelastungen der letzten Monate gestemmt hat, ohne nachzulassen, eine Mannschaft, die sich zum Verein und seiner Philosophie bekennt, wie vor allem und exemplarisch die Personalien Baka oder Vrancic gezeigt haben, und schließlich haben wir den mit Abstand besten Trainer, den wir derzeit haben können.

Ein Trainer, der ebenfalls die Philosophie des Vereins teilt (bei kleinem Etat mit Talenten, harter Arbeit, Mannschaftsgeist und attraktivem wie glaubwürdigem Fußball Erfolg zu haben), Bescheidenheit mitbringt und den Weg der Talentförderung mitgeht, statt "fertige Spieler" zu fordern.

Kontinuität auf der Position ist Gold wert. Was Trainerwechsel bringen, sieht man derzeit in Hamburg oder Stuttgart, wo man seit Jahren null Linie erkennen kann. Dafür hat man sich mit teuren Trainerrauswürfen immer weiter verschuldet.

Trainer brauchen Zeit, ihre Philosophie durchzusetzen. Da braucht es immer Geduld. Das falsche Anspruchsdenken vieler Vereine und ihrer Umfelder sind der Weg ins Verderben gewesen, wie viele prominente Beispiele zeigen.

Trainerwechsel machen ohnehin keinen Sinn, wenn der Markt eine bessere, bezahlbare Alternative überhaupt nicht hergibt. Dann ist das reiner Aktionismus und der "Mechanismus des Geschäfts", in dem sich Verantwortliche nicht Tatenlosigkeit vorwerfen lassen wollen.

Unser Glück ist, dass niemand mehr vom Trainer verlangen kann, als möglichst lange die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Gelingt das, ist eine weitere Sensation möglich, wenn alle - Verein und Fans - an einem Strang ziehen, statt - wie so oft in der Vergangenheit - Menschen zu demontieren! Nur der Zusammenhalt macht einen "kleinen Verein" stark!

Ich zitiere daher noch mal frei unseren Präsidenten, der 2004 sagte, man könne eben "aus einem Esel kein Rennpferd machen" - egal mit welchem Trainer. Eine Trainerdiskussion wäre daher das letzte, was wir gebrauchen könnten, wenn es sportlich nicht gut laufen sollte!

6 Kommentare

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