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Mi., 18.06.2014

Bei Aufsteiger SC Paderborn hat der Dauerkarten-Verkauf begonnen – Preise von 221 Euro bis 850 Euro Willkommen in der 1. Liga

Hereinspaziert in die Fußball-Bundesliga: Der Geschäftsführende Vizepräsident Martin Hornberger sieht den SCP in puncto Ticketpreispolitik passend positioniert.

Hereinspaziert in die Fußball-Bundesliga: Der Geschäftsführende Vizepräsident Martin Hornberger sieht den SCP in puncto Ticketpreispolitik passend positioniert. Foto: Jörn Hannemann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Auf diese Nachricht haben die Fans des SC Paderborn wohl fast so sehnsüchtig gewartet wie auf den überraschenden Bundesliga-Aufstieg des SCP: Willkommen in der 1. Liga, seit Montag und noch bis zum 27. Juni (18 Uhr) läuft die erste Vorverkaufsphase für Dauerkarten.

Zunächst genießen die Dauerkarteninhaber der vergangenen Saison sowie Mitglieder, die dem Club mindestens schon seit dem 11. Mai dieses Jahres angehören, das alleinige Zugriffsrecht auf die begehrten Tickets für die ersten 17 Bundesliga-Auftritte der Vereinsgeschichte. Und, keine Frage, es wird kuschelig eng im mit 15.000 Plätzen kleinsten Stadion der Liga. 9198 Mitglieder zählte das Team um den Ticketing-Verantwortlichen Michael Püttmann am Stichtag, und Stand gestern ist sogar die 10.000 überschritten (10 047). »Diese Zahlen belegen, was wir tagtäglich spüren: Das Interesse am Erstliga-Fußball in Paderborn ist enorm«, sagt Martin Hornberger, der Geschäftsführende Vizepräsident des Debütanten.

Gästeblock wird kleiner

Die Nachfrage ist so ausgeprägt, dass sich die Entscheidungsträger zum Wohle des eigenen Anhangs veranlasst sahen, den Gästeblock zu verkleinern, von 2629 Plätzen auf das von der DFL geforderte Minimum von zehn Prozent der Gesamtkapazität. Abzüglich der Vip-, Sponsoren- und Gäste-Tickets sowie der Karten, die der SCP auflagengemäß zurückhalten muss, bleiben 4500 Sitz- und 6700 Stehplätze, die von Dauerkarten-Besitzern gekauft werden könnten. Eine Grenze, mit deren Erreichen ein Verkaufsstopp verkündet werden müsste, gibt es nicht. »Wir werden diese erste Verkaufsphase abwarten und danach in Absprache mit den Gremien entscheiden, wieviele Fans noch bedient werden können und wie eine zweite Phase aussehen könnte«, sagt Hornberger.

Grafik: Westfalen-Blatt

Besagte Gremien – das Präsidium und der Aufsichtsrat – haben »auf der Basis seriösen wirtschaftlichen Handelns« auch die Ticketpreise festgelegt. Aus diesen lässt sich schließen, dass sich die Vereinsführung des Wertes der Ware 1. Bundesliga sehr wohl bewusst ist: Wie konkurrenzfähig der SCP auf dem Rasen ist, wird sich erst mit Saisonbeginn vom 22. August an zeigen, in puncto Preispolitik mischt der Neuling aber schon munter unter den Großen mit. 850 Euro für die teuerste Karte (nicht ermäßigt, kein Vip-Zugang) kann selbst der FC Bayern nicht überbieten.

Der Meister ruft für ein Billet seiner höchsten Kategorie in der nächsten Saison 750 Euro, Vizemeister Borussia Dortmund 705,50 Euro auf. Hornberger aber geht ohnehin fest davon aus, dass bis zu 90 Prozent der Karten in ihrer ermäßigten Variante erworben werden und mit dann 221 Euro (Stehplatz) bis 765 Euro sieht er den SCP bestens sortiert: »Man muss auch das Gesamtpaket beachten: Da ist zum einen unser kleines, aber wunderschönes Stadion, in dem man von jedem Platz aus einen hervorragenden Blick hat und dann bieten wir auch weiterhin kostenlose Parkplätze an, während man in München viel Geld für einen Platz im Parkhaus bezahlt, aus dem man kaum wieder rauskommt. Alles in allem bewegen wir uns mit der Preisgestaltung im Durchschnitt.«

Mehr als 100 Namen auf der Warteliste

Letztlich dominiert, wie bei den Einzelkarten, die in drei Kategorien – von A (Bayern, Dortmund, Schalke und Gladbach) bis C (Augsburg, Freiburg, Hoffenheim, Bremen) – eingeteilt sind, das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Und über mangelnde Nachfrage wird sich der SCP nicht beklagen müssen. Stattdessen gibt es auch Gedanken darüber, den Vip-Bereich zu erweitern, denn für die hier aktuell 758 verfügbaren Plätze besteht bereits eine mehr als 100 Namen lange Warteliste. Dabei kostet eine Karte 3000 Euro.

Die Dauerkarten können per Mail, Fax, Post oder im SCP-Shop bestellt werden. Das Formular und alle weiteren Details gibt's unter www.scpaderborn07.de.
Auch ohne Dauerkarte ist der SCP am 28. Juni beim Vorbereitungsturnier des SC Verl, dem OWL-Cup, zu begutachten. In einem SCV-Trikot steckt dann Sebastian Schonlau. Den 19-Jährigen hat der Erstligist für ein Jahr an den Regionalligisten ausgeliehen.

Kommentare

von jedem Platz einen hervorragenden Blick

Bei dem Spiel von Paderborn gegen Arminia war ich im Gästeblock und muß sagen, das der Blick alles andere als hervorragend war. Durch die Sonneneinstrahlung auf die Plexiglaswand war der Blick mehr als grottenschlecht.. Hier sollte man das Ganze überarbeiten und mit der Äusserung hervorragend vorsichtig umgehen.

1 Kommentare

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