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Mo., 30.06.2014

Klare Worte beim SC Paderborn nach dem schwachen Auftritt beim OWL-Cup in Verl »So geht's nicht«

Enttäuschend: Lukas Rupp, Uwe Hünemeier und Stefan Kutschke (von vorne) kassieren mit dem SCP in Verl zwei Niederlagen.

Enttäuschend: Lukas Rupp, Uwe Hünemeier und Stefan Kutschke (von vorne) kassieren mit dem SCP in Verl zwei Niederlagen. Foto: Borgmeier

Von Von Elmar Neumann

Verl (WB). Manager Michael Born nannte es »indiskutabel«. Mittelfeldmann Daniel Brückner fand es »natürlich blöd«, und Cheftrainer André Breitenreiter stellte mit ernster Miene fest: »So geht's nicht.«

Der ausgesprochen bescheidene Auftritt beim 2. OWL-Cup in Verl bescherte dem Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn weitaus mehr Gesprächsbedarf, als es ihm in diesen frühen Momenten der Vorbereitung lieb sein könnte.

Eine plausible Entschuldigung gibt es für die Verantwortlichen nicht

Ja, es war doch lediglich ein Vorbereitungsturnier. Ja, bis zum ersten Pflichtspiel, der DFB-Pokalpartie bei RB Leipzig, bleiben dem SCP sieben und bis zur ersten Bundesligapartie gegen den FSV Mainz 05 acht Wochen, um Form und Formation zu finden. Aber: Einen Zeitpunkt, an dem sich eine plausible Entschuldigung für ein 0:4 gegen Viertligist SC Verl finden ließe, gibt es für die Verantwortlichen nicht. Nach dem Halbfinal-Aus im Elfmeterschießen gegen Drittligist SC Preußen Münster (4:5, 0:0) war der Bundesliga-Debütant im Spiel um den dritten Platz in keiner Sektion in der Lage, die Drei-Klassen-Differenz auch nur anzudeuten. Tendenziell hätten die 60 Minuten sogar eher 0:5 statt 0:4 enden können, und so sah sich Breitenreiter genötigt, sich bei den schon ob der nur 800 Zuschauer tief enttäuschten Ausrichtern für die dürftige Darbietung der Seinen zu entschuldigen: »Wir hätten uns hier gerne anders präsentiert. Wir wollten uns gut bewegen und eine geschlossene Teamleistung abliefern. Das ist uns aber insbesondere im zweiten Spiel gar nicht geglückt.«

Auch die Arbeit nach hinten ließ zu wünschen übrig

Nach dem standesgemäßen Torreigen am Freitag – 1600 Zuschauer sahen ein 15:0 (6:0) beim A-Ligisten SC RW Verne – traf der SCP in Verl lediglich im Elfmeterschießen gegen Münster, in dem sich Marvin Bakalorz den entscheidenden Fehlversuch leistete. Doch mehr noch als die zwei Nullnummern störte Breitenreiter der Umstand, dass auch die Arbeit nach hinten zu wünschen übrig ließ. Den Unmut darüber bekam vor allem Angreifer Mahir Saglik zu spüren. Der Zweitliga-Torschützenkönig musste im Spiel gegen den SCV nach nur neun Minuten den Rasen für Saliou Sané räumen. Der Trainer sah zwar davon ab, den Routinier explizit zu kritisieren: »Ich möchte kein Fass aufmachen, weil das keiner verdient hat.« Er sagte allerdings auch: »Gerade wenn ich weiß, dass es einen großen Konkurrenzkampf gibt, muss ich bereit sein, zu laufen und mich an der Rückwärtsbewegung zu beteiligen. Das kann ich auch, wenn ich noch nicht so lange im Training bin.«

So weit, so ungenügend. Bei all den kritischen Tönen hegt Breitenreiter kein Interesse daran, das nicht bundesligareife Abschneiden in Verl zu dramatisieren. Schließlich muss der Nachweis der Erstligatauglichkeit noch nicht in diesen Tagen erbracht werden. »Wir werden das besprechen, aber dann am Montag wie geplant mit der richtigen Vorbereitung beginnen. Ich werde nichts anders machen, nur weil wir 0:4 gegen den SC Verl verloren haben. Nicht heute, sondern in acht Wochen zählt es.«

Die Ergebnisse

Halbfinale
SV Meppen - SC Verl 1:0
Münster - SC Paderborn 5:4 (0:0) n.E.
Spiel um Platz 3
SC Verl - SC Paderborn 4:0
Finale
Meppen - Münster 11:10 (1:1) n.E

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