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Fr., 18.11.2016

Kehrt Wilfried Finke als Präsident des SC Paderborn zurück? Finke: »Ich dränge mich nicht auf«

Bis Mai 2016 war Wilfried Finke 19 Jahre Präsident des SC Paderborn und führte den Verein bis in die 1. Liga.

Bis Mai 2016 war Wilfried Finke 19 Jahre Präsident des SC Paderborn und führte den Verein bis in die 1. Liga. Foto: Jörn Hannemann

Von Peter Klute

Paderborn (W). »Wenn gewünscht, werde ich zu einigen Themen meine Meinung sagen«, hatte Wilfried Finke, ehemaliger Präsident des SC Paderborn, gegenüber dieser Zeitung geäußert. Jetzt gibt es das Gerücht, dass der 65-Jährige eventuell sogar wieder in ganz großem Stil zurückkehren könnte.

»Wenn ich in meiner 19-jährigen Präsidentschaft eines gelernt habe, dann, dass man nie nie sagen sollte«, erklärte Finke, der nach dem zweiten Abstieg des Vereins in Folge von der 1. bis in die 3. Liga im Mai dieses Jahres zurückgetreten war, am Donnerstag.

Mit dieser Aussage lässt der Möbel-Unternehmer Spekulationen darüber, ob er wieder eine Führungsposition beim SCP einnehmen könnte, freien Lauf. Dass er den Verein in einer ernsthaften Lage nicht im Stich lasse, verstehe sich von selbst. Dazu verspüre er zu viel Herzblut, erklärte Finke gegenüber dem WESTFALEN-BLATT, betonte aber auch: »Ich werde sicher kein Bewerbungsschreiben versenden, denn den Verein aus dieser schwierigen Situation herauszuführen, ist eine große Aufgabe, die nicht vergnügungssteuerpflichtig ist. Ich weiß nicht, wie die Vertreter aus dem aktuellen Präsidium das sehen, aber ich werde mich sicher nicht aufdrängen. Sollte man mich um Hilfe bitten und mir etwas anbieten, werde ich darüber nachdenken. Bis dahin gilt: Lassen wir die Kohle brennen. Time goes by.«

Lesen Sie mehr zu diesem Thema am Freitag, 18. November, im WESTFALEN-BLATT.

Finkes erster Arenabesuch seit dem Abstieg

Am Samstag (14 Uhr, WDR) muss der SC Paderborn bei Neuling Lotte antreten, unter besonderer Beobachtung stehen Trainer und Mannschaft eine Woche später: Wenn der SCP am 26. November Fortuna Köln erwartet, wird Wilfried Finke erstmals seit dem Abstieg am 15. Mai (0:1 gegen Nürnberg) wieder die Arena betreten und ist gesprächsbereit: »Wenn gewünscht, werde ich zu einigen Themen meine Meinung sagen.«

Der Streit zwischen dem SCP und dem ehemaligen Co-Trainer Sören Osterland geht derweil weiter. Der für Freitag angesetzte Termin vor dem Arbeitsgericht Paderborn ist gestern geplatzt: Richterin Andrea Rakow ist erkrankt.

Die Stadt reagierte auf die sportliche Talfahrt des Vereins und den damit verbundenen Zuschauerschwund: Der geplante Bau von weiteren 1600 Parkplätzen wird zunächst auf Eis gelegt

 

Kommentare

Ich persönlich habe den Abschied ohnehin bedauert, da ein besserer Nachfolger einfach nicht greifbar war. Andererseits sollte sich der SCP doch immer von Herrn Finke "emanzipieren", wie er selber sagte...

Zu Effe: Seine Aussagen waren schon merkwürdig:

Wenn´s gut läuft, war´s der Trainer (er nannte das Beispiel Leipzig). Und wenn´s schlecht läuft, liegt´s am Vorstand.
Ein weiteres Indiz für seine Wahrnehmungsstörung war der Vorwurf, Herr Finke sei der Freund aller Journalisten. Dabei kennt Effe doch bestimmt zehnmal mehr Journalisten. Und er kann ja wohln kaum behaupten, die Medienlandschaft in Paderborn sei schlimmer als in München oder Hamburg... Zudem hat der Auftritt in der ARD gezeigt, wer tatsächlich über medial große Kanäle verfügt!

Jedenfalls muss er selbstkritisch zugeben, dass er - ohne Trainerschein - weder das, was der Mannschaft am meisten fehlte, nämlich Geschlossenheit, zu vermitteln. Mannschaftbildende Maßnahmen seien aber aber nicht sein Ding. Dafür gab es in seinem Trainingslager eben Saufgelage. Auch eine Art der Mannschaftsbildung.

Dazu kamen die täglichen Äußerungen von seiner Frau.
Und schließlich hatte er sich doch nach eigener Aussage schon seit Monaten mit Paderborn beschäftigt. Er hätte also wissen, müssen, was er hier vorfindet.

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