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Mo., 19.12.2016

Tim Sebastian sieht keinen Grund zur Euphorie Der Kapitän wünscht sich jetzt Ruhe

Von Elmar Neumann

Paderborn  (WB). Als Tim Sebastian Anfang Januar beim SC Paderborn begann, hieß der Trainer Stefan Effenberg. Beendet hat der 32-Jährige seine ersten zwölf Monate im SCP-Trikot mit dem zweiten Auftritt unter Coach Stefan Emmerling.

Die Zeit zwischen Stefan und Stefan, in der eine Hose zu tief saß, der Präsident zweimal wechselte, es zwei weitere Trainer und einen Abstieg gab, bezeichnet der Kapitän als »turbulent«. Bei all dem, was vorgefallen ist, klingt »turbulent« fast wie die Untertreibung des Jahres. Unstrittig ist aber, wie gut Sebastian und allen anderen Beteiligten der dieses wirre Jahr beschließende 3:1-Sieg gegen den VfL Osnabrück tut .

»Für uns war es extrem wichtig, dass wir erkannt und im Bewusstsein abgespeichert haben, dass es funktioniert, dass es sogar sehr gut funktioniert und wir in der Lage sind, jeden Gegner zu schlagen. Gerade in der ersten Hälfte haben wir den Fußball gezeigt, den wir spielen wollen«, sagt der 32-Jährige. Sebastian selbst war es, der mit dem Kopfballtor zum 1:0 (15.), seinem ersten Treffer im 26. Ligaeinsatz für den SCP, die Richtung vorgab. Diesen Weg ging er mit seinen Teamkollegen bis zum Pausenpfiff so entschlossen weiter, dass die Partie schon zur Hälfte so gut wie entschieden war.

Finke-Rede hatte immense Bedeutung

Auf die Frage nach den Gründen für den Aufwärtstrend gibt es vom Abwehrchef ganz bewusst nichts pro Stefan Emmerling oder contra René Müller und Florian Fulland zu hören. Stattdessen misst er der zwei Wochen alten Ansprache von Wieder-Präsident Wilfried Finke immense Bedeutung bei: »In jeder Mannschaft gibt es Typen, die mal so einen verbalen Arschtritt brauchen. Wenn es zu bequem wird, muss es rappeln und das scheint Wunder bewirkt zu haben.«

Das Wundersame lässt Sebastian jedoch nicht ohne eine Warnung stehen. Für Euphorie ist keinerlei Platz. Schließlich sei der SCP auch unter Stefan Effenberg mit zwei Siegen gestartet. Die weitere Entwicklung ist bekannt und der Weihnachtswunsch des gebürtigen Leipzigers allzu nachvollziehbar: »Ich hoffe, dass jetzt insgesamt Ruhe einkehrt.« Turbulenzen gab es schon zur Genüge.

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