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Fr., 17.03.2017

Finke: »Der SCP muss sexy werden« Krösche wird Geschäftsführer Sport

Präsident Wilfried Finke und der neue Manager Markus Krösche mit dem Fan-Shirt, das am Samstag beim Spiel gegen Regensburg verkauft wird.

Präsident Wilfried Finke und der neue Manager Markus Krösche mit dem Fan-Shirt, das am Samstag beim Spiel gegen Regensburg verkauft wird. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB). Paukenschlag in Paderborn: Markus Krösche ist am Freitagmittag beim SC Paderborn als neuer Geschäftsführer Sport vorgestellt worden. Der Fußball-Drittligist reagiert mit dieser Personalie auf die ungebremste Talfahrt von Liga eins bis auf einen Abstiegsplatz in der 3. Liga. 

Der 36-Jährige war bis zum 5. März Co-Trainer von Roger Schmidt beim Fußball- Bayer 04 Leverkusen. Krösche wechselte zur Saison 2001/2002 von Werder Bremen II zum SCP, stieg mit dem Verein 2005 und 2009 in die 2. Liga und zum Abschluss seiner Laufbahn als Spieler 2014 in die 1. Liga auf. Danach trainierte Krösche den SCP II, ehe sein Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde, um ihm den Weg zum Erstligisten Bayer Leverkusen zu ermöglichen. Beim Werksclub assistierte er in den Spielzeiten 2015/2106 und 2016/2017 seinem ehemaligen Mitspieler und Trainer Roger Schmidt als Co-Trainer. Am 5. März wurde das Duo in Leverkusen von seinen Aufgaben entbunden.

»Bei allen Bemühungen und Angeboten, die es gab, hatte ich immer die Hoffnung, meinen Wunschkandidaten für diese Position verpflichten zu können und das ist nun tatsächlich gelungen«, sagte SCP-Präsident Wilfried Finke. »Mit Markus Krösche haben wir eine mehr als erstklassige Lösung gefunden. Der SCP muss sexy werden, er muss jünger werden und auf dem Weg dahin haben wir jetzt einen ersten großen Schritt gemacht.«

Der neue Geschäftsführer Sport ist beim SCP als Aktiver Kult. Mit 192 Einsätzen in der 2. Liga und 162 Begegnungen in der 3. Liga  ist er Rekordspieler des Vereins. Im Jahr 2007 wurde er von den WESTFALEN-BLATT-Lesern in die Jahrhundert-Elf des SCP gewählt.

Der Rückkehrer, der einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieben hat, geht die neue Aufgabe mit reichlich Zuversicht an: »Ich freue mich über das Vertrauen, das mir der Verein entgegenbringt. Es wird eine schwierige Aufgabe, aber der Verein bietet alles, um hier erfolgreichen Fußball spielen zu lassen.« Die Frage, ob es beim SCP nach einer Niederlage im kommenden Spiel gegen Jahn Regensburg (Samstag, 14 Uhr, Benteler-Arena) auch zu einer Veränderung auf der Trainerposition kommen könnte, beantwortete Finke am Freitag nicht konkret: »Es gibt von mir kein Treuebekenntnis, aber ich warne mich auch selbst vor überstürzten Handlungen. Da habe ich aus der Vergangenheit gelernt. Abgesehen davon ist es ab heute aber auch nicht mehr meine Aufgabe, Trainer zu entlassen oder Trainer zu verpflichten.«

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Ein Gewinn für den SCP

Markus Krösche hat sich immer auch in schwierigen Zeiten mit dem SCP identifiziert und als Spielführer seine Kameraden, wenn es nötig war, zusammengestaucht. Wenn einer den Zusammenhalt und den Ehrgeiz fördern kann, dann ist es Markus Krösche.

Eine gute Lösung

Sehr wichtige Entscheidung. Bei allem Chaos muss in die Zukunft geplant werden. Und diese Planungen müssen nun beginnen.

Auch ein Vorteil: wegen seines laufenden Vertrags bei Bayer wird er sicher eine finanziell erträgliche Lösung sein. Ich kann mir vorstellen, dass die Auflösung des Vertrags in Leverkusen gleichbedeutend mit finanziellen Zugeständnissen sein wird, da Kröschi dort ein Vielfaches verdient hat. Kann gut sein, dass Leverkusen einen Teil seines Gehalts übernommen hat oder ihn so abgefunden hat, dass er in dem Punkt keine Not hat.

Tafelsilber

Markus Krösche ist und bleibt "DIE" Indentifikationsfigur für den SCP.
Er steht für 100 % Einsatz, fußballerischen Sachverstand, soziale Kompetenz und, was ich besonders an ihm schätze, er kann aufgrund seiner Intelligenz über den fußballerischen Tellerrand hinausschauen.

Nur: Den Abstieg kann derzeit nur die Mannschaft verhindern. Gelingt das, geht es nächste Saison mit Krösche wieder aufwärts. Gelingt es nicht, wird der Verein in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Somit ist der Zeitpunkt richtig, mit Krösche das letzte Tafelsilber in die Waagschale zu werfen.

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