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So., 19.03.2017

SCP-Sport-Geschäftsführer vertagt Trainer-Entscheidung – Dotchev soll Absage erteilt haben Krösche will erst die Lage analysieren

Stefan Emmerling (rechts) und Markus Krösche (links) beim Spiel SCP gegen SSV Regensburg.

Stefan Emmerling (rechts) und Markus Krösche (links) beim Spiel SCP gegen SSV Regensburg. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB). Der stark abstiegsbedrohte SC Paderborn hat eine Entscheidung in der Trainerfrage vertagt. Damit bleibt Stefan Emmerling zwar vorerst Coach des Fußball-Drittligisten, ein klares Bekenntnis zum Trainer gibt es aber nicht.

»Ich bin erst seit Freitag im Amt und möchte zunächst die Gesamtlage gründlich analysieren. Dafür werde ich noch einige Zeit brauchen und deshalb wird weder heute noch am Montag eine Entscheidung fallen«, sagte der neue Geschäftsführer Sport Markus Krösche am Sonntag.

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Ich bin erst seit Freitag im Amt und möchte zunächst die Gesamtlage gründlich analysieren.

Markus Krösche

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Am Montag ist trainingsfrei, der Kader des SCP wird erst am Dienstagvormittag mit der Vorbereitung auf das nächste Auswärtsspiel beim FC Hansa Rostock beginnen.

Eine Absage gab es für den SCP angeblich schon am Samstag: P aderborns Ex-Coach Pavel Dotchev (2003 bis 2005 und 2008/2009), der zum zweiten Mal innerhalb einer Woche in der Benteler-Arena zu Gast war, soll nach WESTFALEN-BLATT-Informationen ein erneutes Engagement abgelehnt haben.

Der 51-Jährige, der am Dienstag in Aue seinen Vertrag aufgelöst haben soll, hatte sich bereits vor zwei Wochen gegenüber dieser Zeitung klar positioniert: »Mein Ende in Aue ist noch viel zu frisch. Ich fühle mich leer.«

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Mein Ende in Aue ist noch viel zu frisch. Ich fühle mich leer.

Pavel Dotchev

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Krösche sagte dazu: »Ich halte Pavel Dotchev für einen ausgezeichneten Trainer und ich tausche mich auch regelmäßig mit ihm aus. Aber wir haben noch gar nicht über den SCP gesprochen, deshalb kann er auch gar nicht abgesagt haben.«

Absage oder nicht, Krösche ist auch nach der Heimpleite gegen Regensburg (0:2) überzeugt: »Wir haben noch zehn Spiele und werden den Klassenerhalt schaffen.«

Kommentare

Regionalliga-Lizenz

Nächste Saison spielen wir am besten mit den Jungs aus der U21 und der A-Jugend verstärkt von drei, vier erfahrenen Leuten als Achse. Wir fangen bei Null an.

Ich hoffe, dass man gute Leute wie Püddi, Krösche, Fulland, Kruse, Saric etc. vom Bleiben überzeugen kann.

Dann muss man sehen, wer weiter zum SCP steht (Sponsoren, Stadt aber auch Namen wie Dotchev) und bereit ist zu helfen. Dann reicht es vielleicht für eine Regionalliga-Lizenz.

Das TNLZ muss von der Stadt als Vereinsheim anerkannt werden, wie es jeder Dorfverein auch hat. Daher sind Pachten unangemessen. Und vielleicht ist es sogar nötig, dass die PSG dem Verein das TNLZ "schenkt".

Das einzig Gute an der Situation ist, dass die, die erst in den letzten 12 Jahren zum SCP gekommen sind, die Niederungen unterer Ligen kennenlernen und die Tatsache, dass es nicht immer bergauf geht oder einfache Rezepte ("Investitionen", Trainerwechsel) kein Ausweg sind.

Ein kleiner Verein wie wir ist von Sponsoren-, Fernseh- und Zuschauern so abhängig, dass nur Transfererlöse Abhilfe schaffen können. Als wir noch junge Spieler teuer verkaufen konnten, ging es uns gut. Der SCP ist ein solch fragiles Gebilde, weil wir im Gegensatz zu fast allen Vereinen der ersten 3 Ligen keinen Rückhalt von Stadt, Sponsoren oder einer breiten Zuschauerbasis haben. Treue zum SCP verspüren doch in Paderborn vielleicht 3-4000 Menschen.

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