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Sa., 01.04.2017

1:2-Niederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach Drama um Bickel

Christian Bickel, der in der zweiten Hälfte nach einem Zweikampf regungslos am Boden liegen geblieben  und erst nach minutenlanger Behandlung wieder zu Bewusstsein gekommen war.

Christian Bickel, der in der zweiten Hälfte nach einem Zweikampf regungslos am Boden liegen geblieben und erst nach minutenlanger Behandlung wieder zu Bewusstsein gekommen war. Foto: Oliver Schwabe

Paderborn (WB/en).  Drittligist SC Paderborn hat das Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach mit 1:2 (1:2) verloren. Doch nach dem neunten sieglosen Auftritt in Folge spielte das Ergebnis in den Reihen des Abstiegskandidaten nur eine untergeordnete Rolle.

Im Fokus stand der Gesundheitszustand von  Mittelfelfeldspieler Christian Bickel, der in der zweiten Hälfte nach einem Zweikampf regungslos am Boden liegen geblieben  und erst nach minutenlanger Behandlung wieder zu Bewusstsein gekommen war. Die Reaktionen seiner Mitspieler hatten in dieser 72. Minute Schlimmstes befürchten lassen. Torwart Lukas Kruse schlug entsetzt die Hände vor dem Gesicht zusammen, Zlatko Dedic, Christian Strohdiek und Robin Krauße waren die Helfer nicht schnell genug, so dass sie die Trage in ihrer Panik selbst aufs Feld zu holen versuchten.

Da Schiedsrichter Robert Kempter zögerte, sprintete das Funktionsteam des SCP ohne Erlaubnis auf das Feld. Letztlich war es Physiotherapeut Jörg Liebeck, der Bickel im zweiten Versuch die Zunge aus dem Hals zog und den 26-Jährigen rettete. »Jörg war als Erster bei Christian und hat in dieser lebensbedrohlichen Situation alles richtig gemacht«, lobte Teamarzt Dr. Matthias Porsch den Lebensretter. Der wieder stabile Bickel wurde dann in Begleitung von Teamarzt Dr. Hans-Walter Hemmen ins Krankenhaus gebracht.

Dieser dramatische Samstagnachmittag hatte für den SCP nahezu perfekt begonnen. Bereits nach 2:51 Minuten lag der Ball im Tor der Gäste. Ben Zolinski lief allein auf Kevin Broll zu und ließ dem SG-Schlussmann mit seinem Flachschuss keine Chance. So weit, so vielversprechend. Doch nachdem Thomas Bertels per Kopf die Möglichkeit zum 2:0 vergeben hatte (14.), änderte sich die Spielrichtung. Eine Trendwende, an der Schiedsrichter Robert Kempter keinen unerheblichen Anteil hatte. Mit zwei Elfmetern wendete Großaspach das Blatt.

Beim ersten soll Doppeltorschütze Lucas Röser von Christian Strohdiek gefoult worden sein (19.), beim zweiten Sebastian Heidinger den Ball an den Arm bekommen haben (41.). Hier lassen die Fernsehbilder aber eher auf einen Rückentreffer schließen. Röser war es egal, er verwandelte zweimal souverän, erzielte seine Saisontore 13 und 14 und hätte noch vor dem Seitenwechsel per Kopf das 1:3 nachlegen können. Die Pfiffe, die es zur Pause von 4770 Fans gab, durfte sich das Unparteiischengespann aber mit den nach der Anfangsphase wenig überzeugenden Hausherren teilen.

Emmerling brachte zur zweiten Hälfte mit Zlatko Dedic einen dritten Angreifer und verschaffte in Minute 65 dem 17-jährigen Sergio Gucciardo sein Profi-Debüt. Während sich die SG auf das Kontern konzentrierte, war dem SCP das Bemühen nicht abzusprechen. Nach  Bickels Unglück aber konnte Paderborns Trainer nicht mehr wechseln und in Unterzahl änderte sich am Spielstand nichts mehr.

Die nächste Möglichkeit, die Negativ-Serie zu beenden, bietet sich dem Abstiegskandidaten in dieser Englischen Woche bereits am Mittwoch (19 Uhr). Dann geht’s ohne die gelbgesperrten Ben Zolinski (10.) und Marc Vucinovic (5.) zum Halleschen FC. 

SCP: Kruse - Vucinovic, Boeder, Strohdiek, Heidinger - Krauße - Zolinski (65. Gucciardo), Bickel, Bertels (46. Dedic) - Riski, van der Biezen (57. Piossek)

Großaspach: Broll - Schiek, Krause, Leist, Lorch (80. Hoffmann) - Hägele - Sohm, Jüllich, Binakaj (90. Maria) - Gyau (87. Röttger), Röser

Tore: 1:0 Zolinski (3.), 1:1 Röser (19./Foulelfmeter), 1:2 Röser (41./Handelfmeter)

Zuschauer: 4770

Gelbe Karten: Strohdiek, Riski, Zolinski, Gucciardo, Krauße / Leist, Röser, Lorch, Hoffmann

Kommentare

Trainerdiffamierung

Andre Breitenreiter hat in Paderborn super Arbeit gemacht . Wenn ich den Kommentar von AltSCP
lese kann ich nur den Kopf schütteln . Die Sportliche Leitung hat damals die Schwäche auf der Torwartposition nicht gesehen , das Einzige kann man ihr vorwerfen .

Zur jetzigen Situation ist der Zug schon lange abgefahren. Die akute Abstiegsgefahr wurde nie erkannt . Die Mannschaft will auch nicht mehr richtig .
Bei Abstieg kommt die Insolvenz !!! Neubeginn in der Kreisliga .

Den letzten Strohhalm ergreifen!

Der Zug ist abgefahren und wir schauen nur noch hinterher. 8 Spiele mit 7 Niederlagen und einem Unentschieden sind schon eine Hausnummer.Das erinnert einen ja an Herrn Breitenreiter an dem man auch unverständlicher Weise so lange festgehalten hat. Und heutzutage ist auch noch die Manschaft ein Trümmerhaufen, kann sich jemand an ein Spiel erinnern, indem ein Strodiek keinen entscheidenten Fehler gemacht hat oder keine gefährliche Situation heraufbeschworen hat.Das ist nur ein Beispiel,symptomatisch für alle,so könnte man fast zu jedem etwas sagen. 24 Punkte sind noch zu vergeben, davon brauchen wir 15, dann bleiben wir drinnen.Warum wird nicht der letzte Strohhalm ergriffen und man lässt Markus Krösche die Manschaft bis zum Saisonende trainieren, wenn wir absteigen haben wir jedenfalls nochmal alles versucht. Herr Emmerling kennt die Mechanismen, eigentlich sollte er selbst zurücktreten, so wie Pavel Dotchev in Aue. Der hat damit ein starkes Zeichen gesetzt und damit gezeigt, dass es ihm nicht um ihn geht, sondern um das Team. Von dieser Einstellung wird er demnächst sicher profitieren. Der CountDown läuft und nach der englischen Woche dürfte alles zu spät sein, wenn nicht jetzt was passiert.

2 Kommentare

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