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Sa., 08.04.2017

SC Paderborn schlägt den FSV Frankfurt mit 3:0 Die Serie ist gerissen

Roope Riski trifft zum 1:0 für den SC Paderborn.

Roope Riski trifft zum 1:0 für den SC Paderborn. Foto: Besim Mazhiqi

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Der SC Paderborn kann doch noch gewinnen. Nach zehn Spielen ohne Sieg besiegte der SCP im Kellerduell der 3. Liga den FSV Frankfurt mit 3:0 (1:0) und verdrängte die Hessen mit dem ersten Heimdreier in 2017 vom drittletzten Platz. Im Kampf um den Klassenerhalt sieht es nun wieder etwas besser aus, auch wenn die Ostwestfalen weiter einen Abstiegsrang belegen.

Paderborns Trainer Stefan Emmerling ließ seine Anfangself vom 1:1 am Mittwoch in Halle nahezu unverändert. Die Feldspieler waren dieselben, nur im Tor gab es einen zwangsbedingten Tausch. Lukas Kruse kehrte in den Kasten zurück, da Michael Ratajczak bei seinem Debüt an der Saale die Rote Karte gesehen hatte und für zwei Spiele gesperrt wurde.

Ob Ratajczak oder Kruse, in der 18. Minute gab es bei einem Schuss von Fabian Graudenz (nach Vorarbeit von Shawn Barry) nichts zu halten und der SCP hatte Glück, dass der Ball an den linken Pfosten klatschte. Die Gastgeber hatten ihre erste Chance fünf Minuten zuvor, als Roope Riski nach einem Pass von Sebastian Schonlau in aussichtsreicher Position war, doch ein Frankfurter Abwehrbein konnte zur Ecke klären. Bei den Hessen standen in Person von Sebastian Schachten und Massimo Ornatelli übrigens zwei Ex-Paderborner in der Anfangsformation, der ehemalige Frankfurter Zlatko Dedic stürmte für den SCP.

Schrecksekunde nach einer halben Stunde

Der musste nach einer halben Stunde eine weitere Schrecksekunde überstehen. Nach einem Foul von Lukas Boeder an Graudenz im Strafraum zeigte Schiedsrichter Asmir Osmanagic auf den Elfmeterpunkt, doch Yannick Stark schoss ganz schwach und scheiterte an Kruse. Sechs Minuten vor der Pause hatte erneut der agile Riski die Paderborner Führung auf dem Fuß, doch Christopher Schorch rettete kurz vor der Linie. Doch der dritte Versuch des Finnen in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte saß. Nach einer Ecke von Aykut Soyak (Eckenverhältnis zur Pause 6:0) parierte Frankfurts Keeper Sören Pirson zunächst einen Kopfball von Kapitän Tim Sebastian, doch beim Abstauber von Riski, der sein erstes Tor für Paderborn erzielte, war er machtlos.

Doppelpack von Piossek

Sieben Minuten nach dem Wechsel hatte Dedic das 2:0 auf dem Fuß, doch Pirson hielt. Nach gut einer Stunde hatte Pirsons Gegenüber Kruse Glück, als FSV-Kapitän Marc Heitmeier eine Freistoßhereingabe von Ornatelli aufs Tor und nicht hinein köpfte. Im direkten Gegenzug fiel dann die Vorentscheidung. Vorlage Aykut Soyak, Schuss Marcus Piossek und es stand 2:0. Kurz danach musste Frankfurts Heitmeier verletzt raus und da die Gäste schon dreimal gewechselt hatten, mussten sie zu zehnt weitermachen. Eine Viertelstunde vor Schluss machte Piossek dann in Überzahl mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf. 

Statistik

Paderborn: Kruse - Heidinger, Sebastian, Boeder, Ruck - Soyak (82. Vucinovic), Krauße, Schonlau, Piossek - Riski (87. van der Biezen), Dedic (60. Zolinski)

Frankfurt: Pirson - Schäfer, Schorch, Schachten - Heitmeier - Hammel (59. Streker), Ornatelli, Stark (46. Jovanovic), Bahn (46. Kader), Graudenz - Barry

Schiedsrichter: Osmanagic (Stuttgart)

Zuschauer: 4327

Tore: 1:0 Riski (45.+2), 2:0, 3:0 Piossek (65./76.)

Gelbe Karten: Boeder, Schonlau, Krauße / Hammel, Streker

Besonderes Vorkommnis: Stark scheitert mit Foulelfmeter an Kruse (30.)

Kommentare

Szenario


Wenn andere jetzt die Nerven verlieren, sind vielleicht weniger als 46 Punkte nötig. Aber sonst wäre ein Szenario wünschenswert, das dem folgenden sehr ähnlich ist:

VfR Aalen - SC Paderborn 07 1:2
Erfurt - Kiel 0:1
Regensburg - Bremen II 2:0
Rostock - Magdeburg 0:2
FSV Frankfurt - Osnabrück 0:1

FSV Frankfurt - Osnabrück 1:2
Duisburg - FSV Frankfurt 3:0
Bremen II - Rostock 1:1
Erfurt - Münster 2:2

F. Köln - Paderborn 1:2
Chemnitz - Erfurt 3:0
Rostock - Wehen WI 0:0
Großaspach - Bremen II 2:1
FSV Frankfurt - Mainz II 2:2

Paderborn - Zwickau 3:2
Bremen II - Halle 0:0
Erfurt - Regensburg 0:2
Magdeburg - FSV Frankfurt 4:0
Kiel - Rostock 2:0

Paderborn - Münster 5:0
Rostock - Erfurt 1:1
FSV Frankfurt - Bremen II 2:2

Osnabrück - Paderborn 0:1
Bremen II - Aalen 0:0
Wehen WI - FSV Frankfurt 2:2
Erfurt - Großaspach 1:1
Chemnitz - Rostock 5:0

Kruse der Held

Die Zuschauerzahl kann ich nicht ganz glauben. Für mich waren das eher 3000. Aber egal. Gegen einen ganz schwachen Gegner hat man das Toreschießen einfach gehabt. Ob das bei einem Rückstand auch so gekommen wäre bei der labilen Mentalität, ist fraglich. Leider ist es aber fast zu spät, mit dem Siegen anzufangen.

Daher war die Zusage Finkes am Hofladen die noch bessere Nachricht: die Regionalligalizenz ist wohl nicht in Gefahr und auch Kröschi soll auf jeden Fall bleiben.

Angesichts von Duzenden Nachwuchspielern, die seit Wochen in der Luft hängen (Trainerabgänge, Ungewissheit), die unsere Zukunft sind, war das lebenswichtig!


Leider ist das Konzept der Nörgler bis 2014 so wie erwartet "aufgegangen". Man hat deren Philosophie 2015 übernommen. Trainerwechsel, teure "Namen" und die Hetzjagden auf Kruse haben sich als Untergang erwiesen. Kruse ist der Einzige, der hier seit Jahren konstant seine Leistung abruft. Das wurde ihm nie gedankt! Aber an der Stelle hat man gegen Windmühlen gekämpft. Genau wie in den letzten beiden Jahren, als man auf Aachen oder essen verwiesen hat.

Und auch ihm traue ich zu, dass er dem Verein treu bleibt.

Gruß aus la Mancha

2 Kommentare

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