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Sa., 15.04.2017

Paderborn: Aykut Soyak glänzt als Vorbereiter und Torschütze Starker Einstieg

Zweikampfstark und hohes Spielverständnis: Aykut Soyak (links) hat sich einen Stammplatz erkämpft.

Zweikampfstark und hohes Spielverständnis: Aykut Soyak (links) hat sich einen Stammplatz erkämpft. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). In dunklen Zeiten gibt es beim Drittligisten SC Paderborn auch Lichtblicke: Einer heißt Aykut Soyak. Der 21-Jährige durfte gegen Halle und Frankfurt erstmals beginnen, traf einmal selbst und bereitete zwei weitere Tore vor.

Das war ein starker Einstieg in die Startelf, am Samstag (14 Uhr, WDR-Konferenz) soll Einsatz Nummer drei von Beginn an folgen. Der SCP spielt bei VfR Aalen und steht als Tabellen-18. weiter unter Druck: »Wir dürfen nicht nachlassen, wir müssen nachlegen«, spricht Soyak wie ein Routinier. Das Nachwuchstalent liegt in seiner Einschätzung aber richtig. Vier Punkte müssen die Ostwestfalen  in sechs Spielen aufholen.

Der Anfang wurde vor einer Woche mit dem Punktgewinn im Osten gemacht. »Ich wollte in der Englischen Woche einen läuferisch starken Typen im Team haben. Aykut hat seine Chancen bekommen und er hat sie genutzt«, sagt Cheftrainer Stefan Emmerling. Soyak traf in Halle (1:1) nach nur sieben Minuten mit einem Distanzschuss zur Führung. Gegen Frankfurt (3:0) war Soyak der Vorbereiter für die Treffer von Roope Riski und Marcus Piossek.

»Drin zu bleiben ist schwerer«

Eine Leistung, die Emmerling nicht sonderlich überraschte. Der Chefcoach hatte Soyak Anfang April in Beckum beobachtet. Da siegte die U21 mit 3:2 und Soyak krönte seine gute Leistung mit einem Freistoßtor der gehobenen Güte. Nachhaltige Überzeugungsarbeit lieferte Soyak auch im Training. Der Lohn war anschließend ein Platz in der Startelf.

Doch das soll nur ein Zwischenschritt sein. »In eine Profimannschaft zu kommen ist schwer, drin zu bleiben ist schwerer. Aykut muss jetzt noch härter an sich arbeiten«, fordert Emmerling. Soyak selbst sagt: »Es läuft ganz gut. Viel wichtiger ist es, dass es mit der Mannschaft weiter bergauf geht.«

Soyak fing beim SC Grün-Weiß mit dem Fußball an und kam 2006 zum SCP. Hier entwickelte er sich zu einem vielseitigen Mittelfeldspieler. Hohes Spielverständnis, präzises Passspiel und ein gutes Zweikampfverhalten zeichnen ihn aus. »Aykut kann ein Spiel lenken, deshalb ist er für mich im defensiven Mittelfeld am wertvollsten. Dort hat er das Spiel vor sich und kann es entsprechend führen«, lobt Manager Markus Krösche. An seinem Antritt muss Soyak allerdings noch arbeiten. Gerade auf den ersten Metern fehlt ihm noch die nötige Geschwindigkeit.

»Aykut muss ständig gezwungen werden, viel zu geben«

Krösche kennt Soyak schon seit der Saison 2014/2015. Damals trainierte er die U 23 des SCP und stieg mit dem Team in die Oberliga auf. Eine der zentralen Figuren war Aykut Soyak. Nach seiner Rückkehr aus Leverkusen staunte Krösche nicht schlecht: »Aykut hat sich noch einmal enorm weiterentwickelt.«

Krösche spart da nicht mit Lob, er nennt aber auch Schwächen: »Aykut muss ständig gezwungen werden, viel zu geben. Dann kommt aber auch entsprechend viel zurück.« Wie zuletzt gegen Halle und Frankfurt mit einem Tor und zwei Assists.

So könnte der SCP spielen

Kruse – Heidinger, Boeder, Sebastian, Ruck – Krauße, Soyak – Bickel, Schonlau, Piossek – Riski

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