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Sa., 15.04.2017

3. Liga: SC Paderborn verliert bei VfR Aalen deutlich mit 0:4 Herber Rückschlag für den SCP im Abstiegskampf

Paderborn, hier mit Christian Schonlau und Marcus Piossek, verlor am Samstag in Aalen.

Paderborn, hier mit Christian Schonlau und Marcus Piossek, verlor am Samstag in Aalen. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Aalen (WB/MR). Die kleine Paderborner Erfolgsserie ist schon wieder zuende: Mit 0:4 (0:1) unterlag der SCP bei VfR Aalen. Die Aalener können, trotz eines Neun-Punkte-Abzugs, mit dem vierten Heimsieg in Folge den Klassenerhalt in der 3. Liga vorzeitig feiern. Für die Paderborner ist war es nach dieser Klatsche wieder ein herber Rückschlag im Kampf gegen den drohenden dritten Abstieg in Folge.

Mit einer personellen Änderung im Vergleich zum 3:0-Heimsieg gegen FSV Frankfurt schickte Emmerling seine Elf auf das Feld. Für den zuletzt formschwachen Torjäger Zaltko Dedic (sieben Saisontreffer) rückte Ben Zolinski in die Startelf. VfR-Trainer Peter Vollmann änderte seine Mannschaft gegenüber der 1:2-Niederlage in Zwickau auf drei Positionen: Daniel Stanese, Mika Ojala und Sebastian Vasiliadis ersetzen Traut (Muskelfaserriss), Rico Preißinger (10. Gelbe Karte) und Alexandros Kartalis (Bank).

Der Gastgeber geht schmeichelhaft in Führung

Die Ostwestfalen waren in der ersten Hälfte klar spielbestimmend. Allerdings war es zunächst eine Drittliga-Partie ohne große Höhepunkte. Der SCP stand in der Defensive zwar gut und ließ kaum etwas zu, doch in der Offensive fiel den Paderbornern auch nicht viel ein. Roope Riski (5./35.) hatte noch die besten Szenen im Strafraum der Gäste. Auf der Gegenseite sorgte Matthias Morys (4./16.) für die etwas Torgefahr. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlugen die Hausherren zu: Nach dem ersten Eckball der Aalener, getreten von Daniel Stanese, stocherte Fabian Menig den Ball zur schmeichelhaften 1:0-Führung über die Linie. Paderborns Schlussmann Kruse war wohl noch am Ball, konnte die Szene aber nicht entschärfen.

Nach der Pause machte Aalen mit zwei frischen Offensivkräften (Yannick Deichmann und Steffen Kienle) mehr Druck. Gerrit Wegkamp (48.) zwang Kruse mit einem Kopfball zu einer Glanztat. Auch sechs Minuten später war Wegkamp per Kopf zur Stelle, erneut war Kruse Endstation. Jetzt entwickelte sich ein gutes Fußballspiel mit Offensivaktionen auf beiden Seiten. Ins Schwarze traf aber nur Aalen. Nach einem Aussetzer von Kapitän Tim Sebastian, der den Ball am eigenen Strafraum gegen Deichmann verlor, bediente Aalens Spitze maßgerecht Wegkamp und der traf zum 2:0 (58.).

SCP in der Offensive viel zu schwach

Emmerling brachte direkt danach mit Dedic und Christian Bickel noch zwei neue Stürmer, doch auch diese Maßnahme blieb ohne Wirkung. Im Gegenteil: Wegkamp (66./Zuspiel Kienle) machte mit seinem zweiten Treffer alles klar. Sein Tor zum 3:0 war die Entscheidung.

Ein in der Offensive viel zu schwacher SC Paderborn kam am Ende nicht für einen Zähler infrage. Zumal auch die Defensive der Ostwestfalen in Halbzeit zwei bedenklich wackelte: Welzmüller (72.), Kienle (78.) und Kartalis (82.) boten sich noch weitere gute Einschusschancen. So hätte die zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon verlorene Partie auch noch zu einem Debakel werden können. Doch »nur« noch Yannik Deichmann (90.) traf zum 4.0.

Statistik

VfR Aalen: Bernhardt - Menig, Müller, Geyer, Schulz – Stanese (73. Kartalis), Welzmüller, Vasiliadis – Ojala (46. Kienle), Wegkamp, Morys (46. Deichmann)

SC Paderborn: Kruse – Heidinger (59. Bickel), Boeder, Sebastian, Ruck – Krauße (59. Dedic), Schonlau - Soyak, Piossek (81. Gucciardo) - Zolinski, Riski

Schiedsrichter: Patrick Schult (Hamburg)

Tore: 1:0 Menig (45.+1.), 2:0 Wegkamp (58.), 3:0 Wegkamp (66.), 4:0 Deichmann (90.)

Zuschauer: 3934

Kommentare

Akute Abstiegsgefahr nie ernst genommen !

In meinen früheren Kommentaren vom 22.11 , 4.12 , 2 x 6.12 , und 7. 12 . 2016 . Habe ich die fehlende Fachkenntnis beim SC P. in Frage gestellt .
In Münster holte man einen erfahrenen Trainer und die Mannschaft ist in der Spur .
Nach erneuter Übernahme des Präsidenten ,sprach er : der jetzige Weg führt nur in eine Richtung . Nach Oben in der Tabelle bis Aufsti..........Bei der Trainerfindung :: Perspektive 2 Liga .
Die schlechte Verfassung der Mannschaft und die akute Abstiegsgefahr sah man nicht .
Bei der Verpflichtung von Stefan Emmerling habe ich in meinen früheren Kommentaren die fehlende Fachkenntnis im Verein angemahnt .
Ohne Sportliche Führung könnt es nur Scheitern .

Hochmut kommt vor dem Fall !!!
Zieht nochmal als letzten Rettungsanker die Reissleine .
Мarkus Krösche als Drahtzieher bzw Co-Trainer und Gerd Roggensack als Fussballehrer .
5 Spiele noch , man muss den letzten Stohhalm ergreifen .
Fußball ist zu 50 % Kopf und Willenssache .

Wenn keine Veränderung kommt ,dann ist man in bester Gesellschaft mit dem SSV Ulm ,Energie Cottbus und Blau Weiß 90 Berlin

Regionalliga, wir kommen

Jawoll, heute wurde der Sack zugemacht. Regionalliga, der SCP kommt. Wer das noch anders sieht, hat echte Visionen und muss sofort zum Arzt. Der SCP mit seinen Spielerchen und Präsi auf Kreisliganiveau schreibt deutsche Fussballgeschichte. Respekt dafür!!! Ich möchte abschließend an die Aussage des Herrn Finke nach dem BuLi-Abstieg erinnern, der den sofortigen Wiederaufstieg ausrief. Jeder Autoverwerter hat mehr Qualität auf seinem Platz, als der SCP im Kader.

2 Kommentare

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