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Di., 18.04.2017

SCP gewinnt im Westfalenpokal-Halbfinale 2:1 gegen die TSG Sprockhövel Sebastian verhindert die Blamage

Marcus Piossek schießt kurz vor der Halbzeit das Tor zum 1:1.

Marcus Piossek schießt kurz vor der Halbzeit das Tor zum 1:1. Foto: Besim Mazhqi

Paderborn (WB/en). Das Pflichtspieldebüt des neuen Paderborner Trainers Steffen Baumgart gibt nicht unbedingt Anlass zu Optimismus. Bei der Premiere des Emmerling-Erben setzte sich der Fußball-Drittligist im Westfalenpokal-Halbfinale gegen den abgeschlagenen Regionalliga-Letzten TSG Sprockhövel erst nach Verlängerung mit 2:1 (1:1, 1:1) durch.

Zwei Tage nach seiner Verpflichtung schenkte der 45-Jährige einer auffallend erfahrenen Formation das Vertrauen. Als Vorteil erwies sich das Mehr an Routine aber nicht. Im Gegenteil: Nachdem Zlatko Dedic die größte Paderborner Chance in Hälfte eins vergeben hatte (20.), war es Emre Demir, der den Außenseiter vor 811 Zuschauern per Abstauber in Führung brachte (35.). Mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff glich Marcus Piossek aus. Auch nach Wiederbeginn enttäuschten die Gastgeber und verdienten sich nicht mehr als die Verlängerung. Erst in dieser Zusatzschicht häuften sich die Möglichkeiten für den ehemaligen Erstligisten. Nach einer Ecke köpfte Kapitän Tim Sebastian den Ball zur Paderborner Führung ins Netz (102.) und verhinderte die Blamage.

Die Teilnahme am DFB-Pokal-Wettbewerb 2017/2018 ist nun nur noch einen Endspiel-Erfolg entfernt. In diesem Finale am 25. Mai bekommt es der SCP mit dem Gewinner des Duells zwischen Ligarivale Sportfreunde Lotte und dem SV Rödinghausen zu tun. Der DFB-Pokal-Viertelfinalist und der Regionalligist stehen sich erst am Mittwoch, 26. April (19 Uhr), gegenüber. Ein Spiel gegen Lotte bestreiten die Paderborner aber in jedem Fall noch. Am Samstag (14 Uhr) geht es in der Benteler-Arena um Punkte.

SCP: Ratajczak - Zolinski, Sebastian, Strohdiek, Heidinger - Bickel (84. Soyak), Krauße, Piossek (109. Vucinovic), Bertels (76. Herzenbruch) - van der Biezen, Dedic

Kommentare

Crashkurs

Werter Solneman,
Ihr Vorschlag ist sicherlich verständlich und nachvollziehbar, aber ich rate zu einem Kursbesuch in Vertragsrecht. Danach erledigt sich Ihr Vorschlag von allein. Notfalls konsultieren Sie den Consultand, der weiß es auch immer besser.

Radikale Maßnahme

Es ist tausendfach erkannt aber nie behoben worden: Der SCP ist eine Ansammlung von Einzelspielern ohne Herz und Identifikation. Daran können noch so viele neue Trainer nichts ändern, denn Identifikation und unbändiger Wille kommt von innen und nicht durch Ansprachen von wem auch immer.
Ziel muss es doch sein, eine Mannschaft zu haben, die mit Herzblut spielt, sich für Paderborn begeistern kann und den Erfolg als Team sucht. Um das zu erreichen schlage ich folgende radikale Maßnahmen vor: Allen Spielern wird für den Rest der Saison das Gehalt um 50 % gekürzt. Diejenigen, die das nicht mitmachen, werden ab sofort vom Spiel- und Trainingsbetrieb suspendiert. Diejenigen, die dabei sind, wird garantiert, dass sie im nächsten Jahr im Falle des Klassenerhaltes ein neues Vertragsangebot bekommen.
Vielleicht steigt die Hälfte der Mannschaft auf das Angebot ein. Mit dieser Hälfte wird aber eine Identifikation zwischen Verein und Fans sofort stattfinden, denn diese Hälfte hat mit dem Verzicht bewiesen, was ihr wichtig ist. Nämlich der Erfolg als Team im Trikot des SCP. Diese Spieler sind dann auch für die neue Saison allererste Wahl, können unter Bundesligabedingungen trainieren und werden mit dem SCP wieder groß werden. Alle anderen mögen diese Stadt verlassen und nie mehr wiederkommen.

Trainerwechsel !!!

Da hilft eigentlich nur zur Abwechslung ein Trainerwechsel, um einen neuen Impuls zu setzen... Oh Mann!

Das war nicht mal Kreisliganiveau. Und die These: bei niedrigeren Preisen kommen die Leute so in Scharen, dass unter dem Strich mehr in der Kasse bleibt, ist nun mehrfach widerlegt.

Ich für meinen Teil hätte gestern gerne 30 Euro bezahlt, wenn nach 45 Minuten abgepfiffen worden wäre.

Sonst freut man sich über eine spannende Verlängerung, gestern hätte man als Zuschauer nichts verpasst, wenn man gar nicht hingeschaut hätte. Leider gab es keinen Glühwein. Der hätte helfen können!

Ich hoffe, das war Teil eines durchtriebenen Plans. Jetzt die (wohlwollend) dritte Garde aufstellen, um Lotte dann mit motivierten und fähigen Spielern zu überraschen.

Ansonsten wird sich unser Trainer nun hoffentlich davon überzeugt haben können, daß viele der gestern Aufgestellten in der Liga ein Garant für den Abstieg wären, und entsprechend reagieren.

4 Kommentare

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