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Do., 20.04.2017

Der SC Paderborn hat im Abstiegskampf keine Zeit, aber es geht nur Schritt für Schritt Es gibt viel zu besprechen

Kommunikativ am Seitenrand: Paderborns neuer Trainer Steffen Baumgart im Gespräch mit Christian Bickel.

Kommunikativ am Seitenrand: Paderborns neuer Trainer Steffen Baumgart im Gespräch mit Christian Bickel. Foto: Besim Mazhiqi

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Ein Spiel, zwei Sichtweisen. »Gewonnen, Mund abputzen, weiter«, sagte Markus Krösche kurz und knapp. Paderborns Geschäftsführer Sport wollte sich nach Abpfiff nicht länger mit der mühevollen Art beschäftigen, mit der der SC Paderborn ins Westfalenpokal-Finale eingezogen war. 0:1 lag der Drittligist daheim gegen Regionalliga-Schlusslicht TSG Sprockhövel zurück , um nach 120 Minuten mit 2:1 zu gewinnen. Fast genauso lange dauerte am Morgen danach die Videoanalyse des neuen Trainers Steffen Baumgart mit der Mannschaft. Erst danach ging es auf den Trainingsplatz.

»Ich werde nicht damit anfangen, dass im Pokal nur das Weiterkommen zählt«, hatte Baumgart schon am Dienstagabend deutlich gemacht, dass er, im Gegensatz zu Krösche, jede Menge Redebedarf habe. »Und wenn ich rede, dann rede ich«, fügte er am Mittwoch nach der Sitzung hinzu und fasste seine Eindrücke des Vorabends so zusammen: »Wir haben eine Menge zu arbeiten. Selbst einfache Sachen fallen schwer. Wenn es einem Spieler nicht gutgeht, handelt er noch komplizierter.«

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 20. April, im WESTFALEN-BLATT.

Kommentare

Ich resümiere

Jahrelang habe ich den SCP gegen jede Kritik verteidigt. Damals galt ich als Schönfärber mit Vereinsbrille, weil ich die Politik mit jungen, hungrigen Spielern und Trainern verteidigt habe und den finanziellen Abnutzungskampf ablehnte. Und weil ich Mentalität über Qualität gestellt habe. - Wir haben quasi 15 Jahre alles richtig gemacht und maximalen Erfolg erzielt. Ich galt als ahnungslos. Und der einzige Transfer, der hier von den Nörglern gefeiert wurde, hieß Amedick. Damals wurde dem SCP in jedem Sommer der Abstieg vorhergesagt angesichts Neuzugängen wie Meha oder Vrancic sowie Neutrainern wie Roger Schmidt oder André Breitenreiter.

Erst nach der Abkehr von dieser Philosophie, als man auf einmal im Geld schwamm, mahnte ich mit Verweis auf Aachen & Co. Und wieder wurde ich dafür beschimpft. Und wieder war ich der einzige, der hier gegen Windmühlen gegen die "Experten" kämpfte. Und wer wurde da als einzige Personalie gefeiert? Effenberg!

Ich habe jahrelang alleine gegen die Unvernunft gekämpft, bin nie unterstützt dafür immer diffamiert worden. Die wenigen, die mich unterstützt haben, waren den reflexartigen Attacken der "Experten" ausgesetzt, denen Nachtreten immer wichtiger war als das Wohl des SCP! Da wurde mit Lügen gearbeitet und selbst dämliche Unterstellungen genutzt, um mich unglaubwürdig zu machen (AfD, Wortverdrehung etc.).

Und selbst heute wiederholen manche ihre Lügen. Das war der Schlüssel zum Untergang: Die Ahnungslosesten haben sich zu Meinungsführeren der Fans erhoben und sich mit "allen Fans" gleichgesetzt (denen man die Ahnung abgesprochen hätte). Dabei sind sie ahnungslos, bezahlte Provokateure und Schönwetterfans.

Dass so viel Argumentationsresistenz ein Ausdruck von Idiotie ist, bestätigt mich also! Und das Internetz hat sich als Katastrophe erwiesen, wo sich anonyme Feiglinge mit jedem Blödsinn äußern dürfen, ohne für Beleidigungen und für die Manipulation der Medien belangt zu werden, und sich zu Mehrheitsmeinungsträgern erklären. Dummheit verbreitet sich mit dem Internetz noch schneller als zuvor!

Große "Wirtschaftsweise" erklären ihr Kästchendenken aus uralten Lehrbuchrezepten, die sie jeder noch so individuellen Situation überstülpen. Als wenn man Fußball wie ein normales Wirtschaftsunternehmen betreiben könnte...


Wenn man dann noch Stimmen hört (oder Leserbriefe liest), die beklagen, man habe oft zu spät den Trainer gewechselt - also man habe noch zu langsam und zu selten den Trainer gewechselt oder zu wenig Geld in die Hand genommen -, dann sieht man das ganze Ausmaß des Schwachsinns in Paderborn und die leider viel zu weit verbreitete Ahnungslosigkeit. Was hier an Geld und Trainern verbrannt wurde, ist schon ziemlich einmalig und hat unseren Ruf für jeden ambitionierten Trainer auf Dauer zerstört. Wer tut sich denn das hier noch an?!

Man sieht ja auch, dass es nur in Paderborn zuträgt, dass die größten Vereinsikonen als Spieler die meiste Kritik einstecken mussten (Kruse, Krösche, Saglik).

Bei dem Umfeld ist Paderborn vielleicht wirklich als Bundesligastandort nicht möglich...

1 Kommentare

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