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Sa., 22.04.2017

3:1-Sieg gegen Lotte: SC Paderborn rückt bis auf einen Punkt an Werder Bremen II heran Neue Hoffnung im Abstiegskampf

Ben Zolinski bringt Paderborn im ersten Durchgang mit 1:0 in Führung.

Ben Zolinski bringt Paderborn im ersten Durchgang mit 1:0 in Führung. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/MR). Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist wieder da: Fußball-Drittligist SC Paderborn schlug am Nachmittag die Sportfreunde Lotte mit 3:1 (1:0). Damit rückte der SCP bis auf  einen Zähler an Werder Bremen II heran. Die Grün-Weißen verloren gegen Hansa Rostock mit 0:2.

Zur Punktspielpremiere in der Benteler-Arena hatte sich  Paderborns neuer Trainer Steffen Baumgart im Vergleich zum 0:4 seines Vorgängers Stefan Emmerling beim VfR Aalen für vier Änderungen entschieden: Felix Herzenbruch, Marc Vucinovic, Christian Bickel und Zlatko Dedic rückten für Florian Ruck, Sebastian Schonlau, Marcus Piossek und Roope Riski in die Startelf. Sein Gegenüber Ismail Atalan ließ nach dem 2:1-Sieg gegen Zwickau Tim Wendel und Andre Dej spielen, Matthias Rahn und Marcel Kaffenberger waren nicht im Kader. 

Für den Start nach Maß sorgte Ben Zolinski in Minute acht: Nach einem Freistoß von Christian Bickel köpfte Zlatko Dedic den Ball quer vor das Tor und Zolinski brauchte aus fünf Metern nur noch den Ball zum 1:0 über die Linie zu drücken. Pech hatte Christian Strohdiek (12.), der nach einem weiteren Bickel-Freistoß den Ball knapp über das Tor der Gäste köpfte.

Die Sportfreunde deuteten aber auch ihre Offensiv-Qualitäten an. Nico Neidhart (16.) fand für seine erstklassige Vorarbeit nur keinen Abnehmer. Der Ball rollte an der Torlinie entlang, da hätte eine Fußspitze gereicht. In Minute 22 musste Strohdiek in höchster Not vor Kevin Freiberger klären.

Doch der SCP war zunächst dem zweiten Treffer näher. Aykut Soyak (24.) und noch einmal Zolinski (28.) verzogen knapp. Insgesamt war es eine ordentliche erste Hälfte. Spielerisch war es nicht viel, der SCP zeigte aber deutlich mehr Biss als zuletzt, lief mehr und gewann auch mehr Zweikämpfe. Deshalb war die Pausenführung verdient.

Nach dem Wechsel brachte Lottes Coach Atalan den Ex-Paderborner Saliou Sané. Es tat sich aber zunächst nicht viel. Hart traf es die Gäste aus Lotte: Nico Neidhart sah die zweite Gelbe Karte und damit Gelb-Rot.  

Doch in Unterzahl schlugen die Sportfreunde zurück: Nach einem Freistoß  wurde die gesamte SCP-Abwehr ausgehebelt und Kapitän Gerrit Nauber (68.) glich zum 1:1 aus. Doch diesmal hatten die Ostwestfalen auch etwas Glück: Ein Handspiel von Dej ahndete Schiri Schröder (Hannover) und pfiff Strafstoß. Den verwandelte Kapitän Tim Sebastian (72.) sicher zum 2:1. Für die Entscheidung sorgte Aykut Soyak. Gerade mit einem neuen Vertrag ausgestattet, traf der Mittelfeldspieler nach Bickel-Pass zum 3:1.

SC Paderborn:  Kruse –  Vucinovic, Sebastian, Strohdiek, Herzenbruch (83. Bertels) – Krauße, Soyak –   Zolinski (73. Piossek), Bickel, Heidinger – Dedic (63. van der Biezen)

Sportfreude Lotte: Ferandez – Neidhart, Heyer, Nauber, Steinhart – Brock (61. Tankulic), Wendel, Dej,  – Engel (46. Sané), Freiberger, Lindner (75. Granatowski)

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

Tore: 1:0 Zolinski (8.), 1:1 Nauber (68.), 2:1 Sebastian (72./Handelfmeter), 3:1 Soyak (82.)

Gelbe Karten: Zolinski – Sané, Tankulic

Gelb-Rote Karte: Neidhart (65.)

Zuschauer: 4511

Kommentare

mehrere Hoffnungsschimmer

Ich hör schon die Leute jubeln: "Der Trainerwechsel hat sich gelohnt!", weil kurzfristiger Erfolg mit dem Wechsel in einem zeitlichen Zusammenhang steht. Witzig auch, das man den Trainer wegen seiner Aktionen an der Seitenlinie feiert, obwohl das noch nie Einfluss auf irgend ein Spiel hatte... Naja....

Jedenfalls ist die Hoffnung zurück. Weniger wegen des Siegs, sondern aufgrund der Tatsache, dass Bremen in den letzten 8 Spielen nur noch 2 Punkte geholt hat und andere Vereine von Insolvenz bedroht sind.

Es wäre übrigens nicht das erste Mal, dass ein Verein der 3. Liga den Abstieg am grünen Tisch vermeidet, weil anderen noch nachträglich die Lizenz entzogen wurde. Darmstadt war vor 4 Jahren sportlich in die Viertklassigkeit abgestiegen!

Jedenfalls sind aufgrund der Bremer Schwäche offenbar weniger als die kalkulierten 45 Punkte notwendig. Man muss wissen: vor 8 Spieltagen stand Bremen auf Platz 11 mit einem Punkteschnitt von 1,3. Wenn es am Ende reicht, dann wegen deren Schwäche!

Und darauf liegt nun die ganze Hoffnung. Und doch: wer glaubt, es würde danach einfacher, der irrt. Die Kaderzusammenstellung für die neue Saison wird wieder schwierig, da man zum heutigen Zeitpunkt keine guten Leute locken kann. Und unsere finanzielle Situation wird sich ebenfalls nicht verbessern.

Es ist also noch viel zu tun!

Ob damit die zwei Anfangssiege des neuen Trainers wieder aufgebraucht sind?

2 Kommentare

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