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Sa., 06.05.2017

SC Paderborn spielt 1:1 gegen Zwickau Van der Biezen rettet Remis

Zweikampf in Paderborn: Paderborns Thomas Bertels gegen Zwickaus Morris Schröter.

Zweikampf in Paderborn: Paderborns Thomas Bertels gegen Zwickaus Morris Schröter. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Auch im dritten Anlauf hat es der SC Paderborn nicht geschafft, drei Punktspielsiege in Folge und drei Heimdreier am Stück einzufahren. Der Drittligist trennte sich  am Samstagnachmittag 1:1 (0:0) vom FSV Zwickau und verpasste einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Aktuell ist der SCP aber weiter am rettenden Ufer.

Die Vorlage zweier Keller-Konkurrenten Paderborns am Freitagabend hätte besser kaum sein können. Sowohl Werder Bremen II (1:1 gegen Halle) als auch RW Erfurt (1:4 gegen Regensburg) gewannen nicht, so dass der SCP weiter überm Strich stand und selbst bei einer knappen Niederlage mit einem Tor Unterschied auf Platz 17 geblieben wäre. Ein Sieg gegen Zwickau und auch Erfurt wäre überholt worden und mit einem weiteren Dreier im zweiten Heimspiel in Folge am kommenden Samstag gegen Preußen Münster der Klassenerhalt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorzeitig perfekt gewesen. Aussichten, die noch Anfang April bei sechs Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz undenkbar gewesen waren. Doch es sollte nicht ganz so gut  kommen.

SCP-Trainer Steffen Baumgart nahm gegenüber dem 1:0-Sieg bei Fortuna Köln drei Änderungen in der Startelf vor. Stammkeeper Lukas Kruse kehrte nach überstandener Grippe zwischen die Pfosten zurück, in der Innenverteidigung ersetzte Lukas Boeder den gesperrten Kapitän Tim Sebastian und als Spielmacher bekam Marcus Piossek den Vorzug vor Christian Bickel. Erstmals im Kader seit Anfang März stand Sven Michel, der später reinkam und sein Comeback feierte.

Die Partie begann mit einer Schrecksekunde für die Gastgeber, als Ronny König nach nicht einmal 120 Sekunden frei zum Kopfball kam, der Ball aber über den Kasten von Kruse flog. Auf der Gegenseite gab es vor der Pause gleich drei richtig gute Gelegenheiten. Aykut Soyak scheiterte per Freistoß an FSV-Schlussmann Johannes Brinkies (18.), Zlatko Dedic (26.) und Markus Piossek (41.) verfehlten das Tor aus aussichtsreicher Position. Kurz zuvor hatte sich Thomas Bertels, der gestern die Kapitänsbinde trug, seine zehnte Gelbe Karte in dieser Saison geholt und fehlt damit gegen Münster.

Der Schock folgte fünf Minuten nach der Pause. Nach der dritten Ecke für Zwickau von Patrick Göbel lag der Ball im Netz, Kapitän König war wohl noch dran und wurde als Torschütze genannt. Die Paderborner waren durch den überraschenden Rückstand sichtlich verunsichert und brauchten, um sich wieder zu erholen. In der 66. Minute fehlten den Gästen nur Zentimeter zum zweiten Treffer, ein Kopfball von Robert Koch klatschte an die Latte. Da wäre Kruse machtlos gewesen. Zwickau war jetzt am Drücker und dem 2:0 näher als der SCP dem Ausgleich. Den hatte dann aus dem Nichts Dedic auf dem Kopf, doch Brinkies parierte erneut glänzend (76.). Drei Minuten später aber war Brinkies geschlagen,  der eingewechselte Koen van der Biezen traf zum 1:1 und rettete einen wichtigen Punkt.

SC Paderborn: Kruse – Vucinovic, Boeder, Strohdiek, Herzenbruch – Krauße – Zolinski (71. Heidinger), Soyak, Piossek (74. Michel), Bertels (63. van der Biezen) - Dedic

FSV Zwickau: Brinkies - Schröter, Frick, Acquistapace, Lange - Göbel, Koch (80. Wolf), Könnecke, Miatke (85. Baer) - Nietfeld (76. Genausch), König

Tore: 0:1 König (50.), 1:1 van der Biezen (79.)

Zuschauer: 6214

Schiedsrichter: Aarnink (Nordhorn)

Gelbe Karten: Bertels / Frick, Koch, Schröter

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Wo war denn heute der Präsi?

Nach langer Zeit war ich heute wieder im Stadion. Es hat Spaß gemacht live zuzuschauen. Die Frage die ich mir bei diesem für den SCP wichtigen Spiel gestellt habe: Wo war denn der Präsident Herr Finke. Sein Parkplatz war vor und nach dem Spiel leer. Und er ist nicht bekannt dafür, gerne zu Fuß zu gehen. Die Mannschaft braucht im Kampf gegen den Abstieg jeden Mann. Das sollte für einen Präsidenten selbstverständlich sein.

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