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Sa., 13.05.2017

SC Paderborn schlägt Preußen Münster mit 1:0 und bleibt auf Rang 17 Endspiel in Osnabrück

Koen van der Biezen schießt dem SCP zum Sieg gegen Münster.

Koen van der Biezen schießt dem SCP zum Sieg gegen Münster. Foto: Oliver Schwabe

Paderborn (WB/pk). Die Entscheidung um den Abstieg in der 3. Liga fällt am letzten Spieltag und der SC Paderborn hat den Klassenerhalt weiter in eigener Hand.

Der SCP gewann vor der Saisonrekordkulisse von 9756 Zuschauern in der Benteler-Arena mit 1:0 (1:0) gegen Preußen Münster und blieb im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage. Die Ostwestfalen sind mit einem Punkt Vorsprung weiter auf dem rettenden Platz 17 (auch Erfurt und Bremen siegten) und wenn sie das Saisonfinale am kommenden Samstag beim VfL Osnabrück gewinnen, bleiben sie in der Liga und verhindern den dritten Abstieg in Folge.Egal, wie die Konkurrenz punktet. An der Bremer Brücke wartet ein echtes Endspiel.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart nahm drei Wechsel in der Startelf vor, wovon sich zwei angekündigt hatten. Kapitän Tim Sebastian kehrte nach Sperre in die Abwehrzentrale zurück, Lukas Boeder musste weichen. Im Mittelfeld nahm Sebastian Heidinger die Position von Thomas Bertels ein, der gegen Zwickau seine zehnte Gelbe Karte gesehen hatte. Etwas überraschend kam die dritte Änderung: Anstelle von Zlatko Dedic stürmte Koen van der Biezen von Beginn an. Van der Biezen hatte gegen Zwickau das wichtige Tor zum 1:1-Endstand erzielt. Dedic, mit sieben Toren nach wie vor bester Paderborner Torschütze, ist in diesem Jahr noch ohne Treffer.

Van der Biezen trifft nach zwei Minuten

Van der Biezen hatte zuletzt Anfang April gegen Großaspach begonnen und sorgte nun bereits nach zwei Minuten für Jubelstürme auf den Rängen. Nach Pass von Marcus Piossek überwand der Niederländer Preußen-Schlussmann Patrick Drewes und es hieß 1:0 für den SCP. Mit rechts ins rechte Eck, ein Start nach Maß. Und das auch, weil Baumgart ein goldenes Händchen bei der Aufstellung hatte.

Eine Schrecksekunde für die Gastgeber gab es dann nach einer Viertelstunde. Sebastian und Ole Kittner prallten mit den Köpfen zusammen und während der Münsteraner nach einer Behandlungspause mit einem Kopfverband weitermachen konnte, musste Sebastian mit einer Trage vom Feld gebracht und ausgewechselt werden. Erste Diagnose: tiefe Platzwunde am Kopf. Für Sebastian kam Boeder. Erinnerungen wurden wach an das Heimspiel gegen Großaspach, als Christian Bickel nach einem Luftkampf die Zunge verschluckt hatte.

Wenig sportliche Höhepunkte

Sportliche Höhepunkte blieben in der Folge zunächst aus, das zu Beginn hitzige Derby beruhigte sich. Kurz vor der Pause hätten die Gäste mit ihrer ersten Chance aber fast ausgeglichen. Freistoß Michele-Claudio Rizzi, Kopfball Adriano Grimaldi, links am Tor vorbei. Da fehlte nicht viel, SCP-Keeper Lukas Kruse wäre chancenlos gewesen. Ansonsten kontrollierten die leidenschaftlichen Paderborner den Gegner gut und hielten ihn weitgehend vom eigenen Tor fern. In der fünfminütigen Nachspielzeit der ersten Hälfte hatten die Hausherren allerdings noch mal Glück und Kruse, der einen Freistoß von Jeron Al-Hazaimeh reaktionsschnell zur Ecke lenkte.

In der Halbzeit kam der große Regen und als es nach 30 Sekunden in Hälfte zwei anfing zu donnern und zu blitzen, unterbrach Schiedsrichter Christof Günsch aus Marburg die Partie für knapp zehn Minuten. Als es weiterging, hatte Aykut Soyak das 2:0 auf dem Fuß, sein Versuch ging haarscharf vorbei (52.). In der 66. Minute hatten die Paderborner erneut Fortuna auf ihrer Seite, als der Ball nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus aufs und nicht ins Tor von Kruse flog.Am Ende rettete der SCP den wichtigen Dreier ins Ziel.

Statistik

Paderborn: Kruse - Vucinovic, Sebastian (17. Boeder), Strohdiek, Herzenbruch - Krauße – Zolinski (72. Michel), Piossek, Soyak, Heidinger - van der Biezen (88. Schonlau)

Münster: Drewes - Tritz, Schweers, Kittner, Al-Hazaimeh (66. Aydin) - Rühle, Wiebe, Rizzi, Tekerci (46. Stoll) – Kobylanski (63. Warschewski), Grimaldi

Tor: 1:0 van der Biezen (2.)

Zuschauer: 9756

Gelbe Karten: - / Tekerci, Grimaldi, Schweers

Schiedsrichter: Günsch (Marburg)

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